Ulrich Nicolai

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Ulrich Nicolai (* 8. August 1949 in Gießen) ist ein deutscher Dirigent und Professor an der Hochschule für Musik und Theater München.

Ulrich Nicolai wurde als Sohn von Hans und Ellen Nicolai geboren. Nach dem Abitur 1968 studierte er zunächst Physik und Mathematik in Marburg und Gießen, dann Schulmusik, Dirigieren, Klavier und Komposition in Frankfurt am Main und Salzburg; außerdem Musikwissenschaft in München. 1975 bestand er das Staatsexamen und 1977 erhielt er Diplome in Klavier und Dirigieren.

Er begann seine Dirigentenlaufbahn an der Oper in Frankfurt. Darauf schlossen sich Engagements an die Opernhäuser von München (Erster Kapellmeister am Staatstheater am Gärtnerplatz, Gastdirigent an der Bayerischen Staatsoper), Hannover, Wiesbaden, Wien (Volksoper) und St. Gallen an.

Ein wesentlicher Schwerpunkt seines Repertoires sind Ur- und Erstaufführungen zeitgenössischer Musik. So dirigierte er Uraufführungen u. a. von Dieter Acker, Harrison Birtwistle, Hans-Jürgen von Bose, Moritz Eggert, Wolfgang Rihm, und Jörg Widmann. 1994 wurde er als Professor an die Hochschule für Musik und Theater München berufen, wo er das Hochschulorchester leitet und Dirigieren unterrichtet.

Von 1996 bis 1999 war er Vizepräsident, von 1999 bis 2001 Prorektor der Münchner Musikhochschule. Seit 2005 ist er deren Studiendekan. Zahlreichen anderen Hochschulen und Universitäten ist er als Gastprofessor verbunden (College-Conservatory of Music Cincinnati, Universität für Musik Graz, Shanghai Conservatory of Music, Musikakademie Breslau).

Ulrich Nicolai ist der Urgroßneffe des Komponisten und Dirigenten Otto Nicolai. Er ist seit 1983 mit Edith geb. Johne verheiratet und hat drei Kinder: Beryl (1984), Carla (1986) und Moritz (1988). Seine Hobbys sind Naturwissenschaften, Literatur, Joggen und Radfahren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Who is Who in der Bundesrepublik Deutschland. 12. Ausgabe, Who is Who, Verlag für Personenenzyklopädien, Zug 2006, S. 3918, ISBN 3-7290-0052-7
  • Wer ist Wer?. 46. Ausgabe, 2007/2008, Schmidt-Römhild, Lübeck 2007, S. 943, ISBN 978-3-7950-2044-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]