Unsernherrn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Unsernherrn
Wappen von Unsernherrn
Koordinaten: 48° 44′ 0″ N, 11° 26′ 0″ O
Höhe: 366 m
Fläche: 2,4 km²
Einwohner: 2170 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 904 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1962
Postleitzahl: 85051
Vorwahl: 0841
Karte
Lage von Unsernherrn in Ingolstadt

Unsernherrn ist ein Unterbezirk der kreisfreien Stadt Ingolstadt. Bis zur Eingemeindung Anfang 1962 bildete es eine selbstständige Gemeinde innerhalb des Landkreises Ingolstadt. Neben der Ortschaft Unsernherrn umfasst der Unterbezirk die Weiler Einbogen, Hennenbühl und Sonnenbrücke.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Topografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unsernherrn liegt im Süden des Ingolstädter Stadtgebietes im Bezirk Münchener Straße. Im Nordwesten und Norden grenzt es an die Unterbezirke Hundszell und Am Südfriedhof sowie an das Bahnhofsviertel, im Osten an den Bezirk Südost bzw. die Unterbezirke Ringsee und Rothenturm, im Südosten an den Markt Manching im Landkreis Pfaffenhofen, im Südwesten und Westen an den Ingolstädter Stadtbezirk Süd bzw. die Unterbezirke Zuchering Nord, Unterbrunnenreuth und Spitalhof.

Naturräumliche Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in der so genannten „Au“ am südlichen Donau-Ufer, einer flachen Auenlandschaft mit sandigen Böden, die ehemals durch großen Wald- und Wasserreichtum mit zahlreichen Lohen charakterisiert war. Das heutige Flüsschen Sandrach, das Unsernherrn im Süden und Osten umfließt, war ursprünglich der südliche von drei Donau-Armen und bis zur Regulierung des Stroms ab 1363 auch dessen Hauptarm. Der mittlere Arm, die „Altach“, verlief nördlich des Dorfes und blieb in Resten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als der so genannte „Ringsee“ erhalten, dem der gleichnamige Stadtteil seinen Namen verdankt. Die historischen Landschaftsformen sind durch Trockenlegung, intensive landwirtschaftliche Nutzung und Flächenversiegelung heute dezimiert. An der Sandrach ist allerdings noch ein Gürtel von Lohen erhalten, die zum Teil im Rahmen des „Lohenprogramms“ der Stadt Ingolstadt renaturiert wurden.[1] Als einer der Hauptverkehrswege Richtung Süden sorgt die durch den Ort führende Münchener Straße, ein Teilstück der Bundesstraße 13, seit langem für erhebliche Verkehrsbelastung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Unsernherrn

Am 1. Januar 1962 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Unsernherrn aufgelöst und auf die Nachbargemeinden Ingolstadt, Brunnenreuth, Hagau, Manching und Niederstimm aufgeteilt. Niederstimm wurde am 1. Januar 1971 von der Gemeinde Manching übernommen. Brunnenreuth und Hagau wurden am 1. Juli 1972 nach Ingolstadt eingemeindet. Somit befindet sich das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Unsernherrn nunmehr in Ingolstadt (Hauptteil) und Manching.[2]

Sohn des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frank Becker, Christina Grimminger, Karlheinz Hemmeter: Stadt Ingolstadt. In: Denkmäler in Bayern. 1. Auflage. Band I.1/2. Karl M. Lipp, München 2002, ISBN 3-87490-583-7, S. 602–610.
  • Franz Xaver Ostermaier: Unsernherrn. In: Sammelblatt des Historischen Vereines in und für Ingolstadt. Band 18, 1893, ISSN 1619-6074, S. 50–80 (Digitalisat [abgerufen am 21. Dezember 2012]).
  • Hans Fegert: Ingolstädter Ortsteile-Die Chronik von Unsernherrn. 3K-Verlag, Kösching 2005, ISBN 3-924940-62-2, S. 274.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lohenprogramm. In: Auenkonzept/Lohenprogramm. Beitrag der Stadt Ingolstadt als weltweites Projekt der EXPO 2000. Gartenamt der Stadt Ingolstadt, 9. Juli 2002, abgerufen am 12. März 2008 (HTM).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 489 f.