Untergeiersnest

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Untergeiersnest
Markt Schondra
Koordinaten: 50° 14′ 40″ N, 9° 49′ 11″ O
Höhe: 400 m
Postleitzahl: 97795
Vorwahl: 09744
Untergeiersnest (Bayern)
Untergeiersnest

Lage von Untergeiersnest in Bayern

Untergeiersnest ist ein zu Schönderling gehörender Weiler und, wie Schönderling, Ortsteil des unterfränkischen Marktes Schondra im bayerischen Landkreis Bad Kissingen.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönderling liegt südwestlich von Schondra. Westlich von Untergeiersnest verläuft der Leichtersbach.

Die durch Untergeiersnest verlaufende B 27 führt nordwärts über Unterleichtersbach, Oberleichtersbach und Buchrasen nach Bad Brückenau und südwärts über Neuwirtshaus (Ortsteil von Wartmannsroth) und Untererthal (Ortsteil von Hammelburg) nach Hammelburg. Nach Osten zu ist Untergeiersnest mit Schönderling verbunden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gründungsjahr von Untergeiersnest, das früher auch Niedergeiersnest hieß, ist nicht sicher belegt. Der mündlichen Überlieferung eines Schönderlingers aus dem Jahr 1602 zufolge soll der Ort im Jahr 1550 als Siedlung von Bauern aus Schwärzelbach (heute Ortsteil von Wartmannsroth) entstanden sein. Laut Heimatforscher Joosef Wabra jedoch wurde Untergeiersnest erst 1560 gegründet. Möglicherweise entstand der Ort auf Grund seiner verkehrstechnisch günstigen Lage nach der Errichtung eines Gasthauses.

Während des Dreißigjährigen Krieges flohen im Oktober 1634 die Einwohner aus Untergeiersnest, als der Ort und seine Umgebung von Kroaten verwüstet wurden. Erst nach 1650 war der Ort wieder bewohnt.

Im Jahr 1808 kam Untergeiersnest an Schönderling, gehörte auf seelsorgerischer Ebene aber weiterhin zur Pfarrei Oberleichtersbach.

Im Jahr 1874 entstand in Untergeiersnest eine Schule.

Am 1. Mai 1978 wurde Schönderling im Rahmen der Gemeindegebietsreform in den Markt Schondra eingegliedert.[1] Untergeiersnest ist seitdem ein Ortsteil von Schondra.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 739.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]