Unterhaardt

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Unterhaardt
Unterhaardt im Bereich von Grünstadt
Unterhaardt im Bereich von Grünstadt
Systematik nach Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands
Großregion 1. Ordnung 07–23 →
Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens
Großregion 2. Ordnung 20–23 →
Oberrheinische Tiefebene
Großregion 3. Ordnung 22 →
Nördliches Oberrheintiefland
Region 4. Ordnung
(Haupteinheit)
220 →
Haardtrand
Region 5. Ordnung 220.0 →
Unterhaardt
Naturraum 220.0
Unterhaardt
Naturraumcharakteristik
Landschaftstyp Vorhügelzone
Gemeinde Bad Dürkheim, Grünstadt, Freinsheim, Kirchheim an der Weinstraße, Herxheim am Berg, Neuleiningen
Kreis Landkreis Bad Dürkheim
Staat Deutschland

Die Unterhaardt ist ein geographischer Fachbegriff und eine Landschaftsbezeichnung in der Vorderpfalz, nördlich der Mittel- und der Oberhaardt.

Naturraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Unterhaardt bezeichnet man die Vorhügelzone des Pfälzerwaldes zwischen dem Isenachtal bei Bad Dürkheim und dem Nordende des Haardtrandes am Übergang zum Rheinhessischen Tafel- und Hügelland bei Grünstadt. Nach der Definition der Naturschutzbehörden Rheinland-Pfalz gehört die Unterhaardt zur Großlandschaft „Nördliches Oberrhein-Tiefland“ und wird als Untergliederungseinheit 220.0 Unterhaardt geführt.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Unterhaardt findet sich auch in den Medien. Die Unterhaardter Rundschau ist der Lokal-/Regionalteil der Zeitung Die Rheinpfalz, welche Grünstadt sowie die Verbandsgemeinden Leiningerland und Eisenberg umfasst.

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich war das Weinbaugebiet Pfalz in Ober-, Mittel- und Unterhaardt geteilt. Der Bereich Unterhaardt bestand aus dem im damaligen Landkreis Frankenthal gelegenen Teil des Weinbaugebiets sowie den pfälzischen Teil des Zellertals. Seit der rheinland-pfälzischen Gebietsreform 1969 sind die Bereiche Mittel- und Unterhaardt als Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße vereinigt.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinden an der Unterhaardt bzw. deren Weingüter, sowie andere Teile der Pfalz vermarkten sich oft als „Toskana Deutschlands“ beziehungsweise „Deutschlands Toskana“[1]. Der in Grünstadt lebende Geograph Christophe Neff bemerkte in seinem Blog, dass bestimmte Landschaftselemente wie die Lavendelfelder rund um Grünstadt stärker an die Provence im mediterranen Südfrankreich erinnern als an die Toskana.[2]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Übersicht Großlandschaften und Übersicht Landschaftsräume Rheinland-Pfalz, darin Großlandschaft Nördliches Oberrhein-Tiefland 220.0 Unterhaardt (online)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] In: Die Zeit Die Toskana Deutschlands (abgefragt am 18. Dezember 2022 )
  2. Beginn des Hochsommers im Leiniger Land/ Début du plein été dans le Leininger Land Auf: Paysages: paysages et livres – Landschaften und Bücher – Landscapes and Books vom 18 Juli 2022 (abgefragt am 18. Dezember 2022 )