Uranium One

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Uranium One
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung Dezember 2005
Sitz Toronto
Leitung Chris Sattler (CEO)
Vadim Jivov (Präsident)
Umsatz 530,4 Mio. USD[1]
Branche Bergbau
Website http://www.uranium1.com/
Stand: 2011 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2011

Uranium One war ein Uran- und Goldproduzent. Das Unternehmen war an der Börse in Toronto und in Johannesburg unter dem Kürzel SXR gelistet. Uran gewinnt das Unternehmen in Kanada, Südafrika, Australien, USA sowie Kasachstan.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uranium One entstand im Dezember 2005 aus einem Zusammenschluss von Aflease Gold and Uranium Resources of South Africa und der kanadischen Southern Cross Resources Inc. Am 12. Februar 2007 wurde bekannt, dass Uranium One seinen Mitbewerber UrAsia Energy in einem Aktientausch übernahm. UrAsia Energy gehörte dem kanadischen Geschäftsmann Frank Giustra. Giustra hatte 2005 bei Verhandlungen mit der Hilfe von Bill Clinton in Kasachstan mit dem autoritären Herrscher Nursultan Nasarbajew den Kauf von drei Minen unterzeichnet. Für das autoritäre Regime Kasachstan war Clintons Besuch ein Propagandaerfolg. Wenige Monate später spendete Giustra 31,3 Millionen Dollar an die Clinton Foundation.

Uranium One wurde dann als Uranium One Inc., der zweitgrößte Produzent von Uran weltweit, nach Cameco, der eine Kapitalisierung am Aktienmarkt von etwa 3,8 Milliarden Euro aufwies. Im Aktientausch erhielten die Aktionäre von UrAsia Energy 0,45 Uranium-One-Aktien je UrAsia-Aktie, was einem Gegenwert von 7,05 kanadischen Dollar zum Schlusspreis am 9. Februar entsprach.[2][3]

Uranium One erwarb mehrere Uran-Minen in den USA.

Das Unternehmen wurde zwischen 2009 und 2013 nach und nach von der russischen Atomenergiebehörde RosAtom (Föderale Agentur für Atomenergie Russlands) übernommen. Die Übernahmen erforderte die ausdrückliche Genehmigung des Außenministeriums der Vereinigten Staaten. Zum damaligen Zeitpunkt – 2009 – hieß die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton, die Ehefrau von Bill Clinton. Diese genehmigte den Deal, der Rosatom zum weltweit größten Uranproduzenten machte. Die seinerzeit überwiegend kanadischen Aktionäre von Uranium One dankten es der Clinton Foundation mit Millionenspenden.

RosAtom beendete im Verlauf des Februar 2015 den Börsenhandel der Aktie in Toronto endgültig.

Die New York Times berichtete im April 2015 in einer großen Geschichte über Uranium One. Zwei Vorwürfe wurden in dem Artikel aufgeworfen. Erstens: Als US-Außenministerin habe Hillary Clinton 2010 nicht verhindert, dass Russland Zugriff auf 20 % des US-Uranvorkommen erhielt. Mit der Übernahme von Uranium One kam Rußland dem Ziel ein Stück näher, einen großen Teil der weltweiten Uranproduktion zu kontrollieren. Zweitens: Aus dem Umfeld der Firma, die hinter diesem Deal steckte, erhielt die Clinton Stiftung mehrere Millionen Dollar. Viele dieser Spenden wurden von der Clinton Foundation entgegen der eigenen Selbstverpflichtung nicht offengelegt.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://tools.euroland.com/factsheet/ca-sxr/factsheethtml.asp (Memento vom 14. September 2012 im Internet Archive)
  2. http://www.uranium1.com/index.php/ru/component/docman/doc_download/256-uranium-one-and-urasia-energy-announce-combination-to-create-emerging-senior-uranium-company
  3. n-tv.de, „Milliarden-Übernahme – Neuer Uran-Riese entsteht“, 12. Febr. 2007
  4. Clemens Wergin: Stolpert Hillary Clinton über Millionen aus dem Ausland?, Die Welt 24. April 2015