Uwe Wilkesmann

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Uwe Wilkesmann
Uwe Wilkesmann

Uwe Wilkesmann (* 13. Mai 1963 in Wuppertal) ist ein deutscher Soziologe und Hochschulforscher. Er ist Professor und Direktor des Zentrums für HochschulBildung an der Technischen Universität Dortmund.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uwe Wilkesmann studierte Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum, wo er 1989 seinen Magister ablegte. Von 1989 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Arbeit und Technik im Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialpsychologie der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. 1993 dort Promotion zum Dr. rer. soc. mit der Dissertation „Zur Logik des Handelns in betrieblichen Arbeitsgruppen“. Anschließend war er dort als wissenschaftlicher Assistent und Hochschuldozent angestellt. 1998 wurde er dort habilitiert mit der Arbeit „Lernen in Organisationen. Die Inszenierung von kollektiven Lernprozessen“. Im Sommersemester 2002 und Wintersemester 2002/2003 vertrat er den Lehrstuhl „Wirtschafts- und Organisationssoziologie“ an der Universität Hamburg. Im Jahr 2004 wurde er zum außerplanmäßigen Professor für Organisationssoziologie an der Ruhr-Universität Bochum ernannt. Im Sommersemester 2005 und Wintersemester 2005/2006 vertrat er den Lehrstuhl für „Organisations- und Bildungssoziologie“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Uwe Wilkesmann ist seit 2006 Inhaber des Lehrstuhls für Organisationsforschung und Weiterbildungsmanagement sowie Direktor des Zentrums für HochschulBildung der TU Dortmund. Von 2008 bis 2015 war er zusätzlich Adjunct Professor am Knowledge Management and Innovation Research Centre der Hong Kong Polytechnic University und im Jahr 2005 war er Visiting Professor an der University of Connecticut, Department of Sociology. Er ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), Vorsitzender des Vereins „Wissenschaftliche Weiterbildung an der TU Dortmund e.V.“ und war von 2010 bis 2014 im Vorstand und Sprecher der Sektion Organisationssoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uwe Wilkesmann forscht und lehrt in den Bereichen Hochschulforschung und Organisationssoziologie. In der Hochschulforschung sind Themen die Governance von akademischer Lehre, die Sicht der Studierenden auf die Hochschulen sowie die wissenschaftliche Weiterbildung. Für ihn ist in der Organisationsforschung grundlegend der rekursive Zusammenhang zwischen formalen und informalen Organisationsstrukturen und dem Handeln der Mitglieder. Es soll dabei erklärt und beschrieben werden, wie Akteure die Organisationsstrukturen verändern oder wie Organisationsstrukturen das Handeln von Mitgliedern prägen. Dabei werden nicht nur Hochschulen analysiert, sondern auch andere Organisationstypen, wie z. B. Fußballvereine oder Spitzenrestaurants.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maximiliane Wilkesmann & Uwe Wilkesmann (2020): Nicht nur eine Frage des guten Geschmacks! Die Organisation der Spitzengastronomie. Wiesbaden: Springer.
  • Uwe Wilkesmann & Sabine Lauer (2020) The influence of teaching motivation and New Public Management on academic teaching, Studies in Higher Education 45(2): 434-451, DOI: 10.1080/03075079.2018.1539960
  • Uwe Wilkesmann (2019): Methoden der Hochschulforschung. Eine methodische, erkenntnis- und organisationstheoretische Einführung. Weinheim, Basel: Beltz Juventa
  • Sabine Lauer & Uwe Wilkesmann (2019): How the institutional environment affects collegial exchange about teaching at German research universities: findings from a nationwide survey. Tertiary Education and Management 25 doi.org/10.1007/s11233-019-09020-5
  • Maximiliane Wilkesmann, Uwe Wilkesmann, (2018): Industry 4.0 – organizing routines or innovations?, VINE Journal of Information and Knowledge Management Systems 48(2): 238-254.
  • Sabine Lauer & Uwe Wilkesmann (2017): The governance of organizational learning: Empirical evidence from best-practice universities in Germany. The Learning Organization 24: 266-277
  • Liudvika Leisyte & Uwe Wilkesmann (eds.) (2016): Organizing Academic Work in Higher Education: Teaching. Learning, and Identities. New York: Routledge.
  • Uwe Wilkesmann (2016): Fußball und soziale Ungleichheit. Wie verändern die Gelder der UEFA für die Teilnahme an den europäischen Wettbewerben die Ungleichheit innerhalb der Bundesliga? In: Judith von der Heyde und Jochem Kotthaus (Hrsg.): Wettkampf im Fußball - Fußball im Wettkampf. Weinheim, Basel: Beltz Verlag, S. 162-178.
  • Uwe Wilkesmann & Sabine Lauer (2015): What affects the teaching style of German professors? Evidence from two nationwide surveys. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 18(4): 713-736
  • Maja Apelt & Uwe Wilkesmann (2015): Zur Zukunft der Organisationssoziologie. Wiesbaden: Springer VS.
  • Uwe Wilkesmann (2015): Imaginary contradictions of university governance. In: Welpe, M; Wollersheim, J.; Ringelhan, S.; Osterloh, M. (eds.): Incentives and Performance - Governance of Research Organizations. Berlin: Springer: 189-205.
  • Alfredo Virgillito, Britta Bertermann, Uwe Wilkesmann & Gerhard Naegele (2015): Einflussgrößen auf den Wissenstransfer in der betrieblichen Interessenvertretung. Düsseldorf: edition Hans Böckler Stiftung, Band 290
  • Uwe Wilkesmann & Christian J. Schmid (2014): Intrinsic and internalized modes of teaching motivation. Evidence-based Human Resource Management 2(1): 6-27.
  • Uwe Wilkesmann (2013): Effects of transactional and transformational governance on academic teaching - Empirical evidence from two types of higher education institutions. Tertiary Education and Management 19(4): 281-300.
  • Uwe Wilkesmann & Christian Schmid (2012): The impacts of new governance on teaching at German universities. Findings from a national survey in Germany. Higher Education 63: 33-52.
  • Uwe Wilkesmann & Christian J. Schmid (2012): Hochschule als Organisation. Wiesbaden: Springer VS.
  • Michael Kerres, Anke Hanft, Uwe Wilkesmann, Karola Wolff-Bendik (Hrsg.) (2012): Studium 2020. Positionen und Perspektiven zum lebenslangen Lernen an Hochschulen. Münster: Waxmann-Verlag.
  • Maximiliane Wilkesmann & Uwe Wilkesmann (2011): A framework for knowledge transfer as interaction between experts and novices supported by technology. VINE Journal of Information and Knowledge Management Systems 41(2): 96 - 112.
  • Uwe Wilkesmann, Doris Blutner & Christian Müller (2011): German football: Organizing for the European top. Hallgeir Gammelsaeter and Benoit Senaux (Eds.): The Organization and Governance of Top Football across Europe. Routledge, pp. 138-153.
  • Uwe Wilkesmann, Maximiliane Wilkesmann, Alfredo Virgillito & Tobias Bröcker (2011): Erwartungen an Interessenvertretungen. Berlin: edition sigma.
  • Uwe Wilkesmann, Heike Fischer, Maximiliane Wilkesmann (2009): Cultural characteristics of knowledge transfer.Journal of Knowledge Management 13(6): 464-477.
  • Uwe Wilkesmann & Maximiliane Wilkesmann & Alfredo Virgillito (2009): The absence of cooperation is not necessarily defection: Structural and motivational constraints of knowledge transfer in a social dilemma situation. Organization Studies 30(10): 1141-1164.
  • Michael Bau und Uwe Wilkesmann (2006): Human Resource Management – Vom Stiefkind zum strategischen Partner. Münster: LIT-Verlag
  • Uwe Wilkesmann und Doris Blutner (2002): Going public: The Organizational Restructuring of German football Clubs. Soccer and Society 3: 19-37
  • Uwe Wilkesmann (1999): Lernen in Organisationen – Die Inszenierung von kollektiven Lernprozessen. Frankfurt am Main: Campus-Verlag
  • Uwe Wilkesmann (1994): Zur Logik des Handelns in betrieblichen Arbeitsgruppen. Opladen: Leske und Budrich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]