Verónica – Spiel mit dem Teufel

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Filmdaten
Deutscher TitelVerónica – Spiel mit dem Teufel
OriginaltitelVerónica
ProduktionslandSpanien
OriginalspracheSpanisch
Erscheinungsjahr2017
Länge110 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegiePaco Plaza
DrehbuchFernando Navarro
ProduktionEnrique López Lavigne
MusikChucky Namanera
KameraPablo Rosso
SchnittMartí Roca
Besetzung

Verónica – Spiel mit dem Teufel (Originaltitel: Verónica) ist ein spanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2017 unter der Regie von Paco Plaza. Der Film ist auf Elementen aufgebaut, die sich auf der wahren Begebenheiten von Estefanía Gutiérrez Lázaro[2] stützen, die einige Tage nachdem sie an einer Ouija-Brett Seance teilgenommen hat, auf mysteriöse Weise stirbt. Der Film beruhe auf den ersten Polizeiberichten in Madrid, wo ein Polizist bescheinigt, paranormale Aktivitäten erlebt zu haben.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film spielt im Jahr 1991 und dreht sich um das Leben der 15-jährigen Verónica. Sie lebt gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren drei Geschwistern, den Zwillingspärchen Lucia und Irene und dem Jüngsten, Antoñito, in einer Wohnung im Arbeiterviertel von Vallecas in Madrid. Ihr Vater ist vor kurzem verstorben und ihre Mutter arbeitet vermehrt und länger um die Familie finanziell über Wasser zu halten. Verónica ist deshalb vor und nach der Schule Hauptverantwortliche für ihre jüngeren Geschwister. Am Tag der Sonnenfinsternis erklärt Verónicas Lehrerin ihrer Klasse, wie einige alte Kulturen Sonnenfinsternisse nutzten, um Menschenopfer zu inszenieren und dunkle Geister herbeizurufen. Während sich die Schule auf dem Dach versammelt, um das Naturspektakel zu betrachten, gehen Verónica, ihre Freundin Rosa und ihre Klassenkameradin Diana in den Keller, um eine Séance mit einem Ouija-Brett durchzuführen. Verónica möchte auf diesem Weg ihren Vater erreichen. Das Board reagiert sofort, aber Rosa und Diana ziehen ihre Hände in dem Moment zurück, als das Glas zu heiß zum Anfassen wird. Verónicas Hand bleibt darauf liegen und im Augenblick der Finsternis zerspringt das Glas, schneidet Verónica und tropft Blut auf das Brett. Das Licht erlischt und die Freundinnen beginnen den Raum nach Verónica abzusuchen. Sie liegt regungslos auf dem Rücken und reagiert nicht. Plötzlich lässt sie einen höllisch-dämonischen Schrei aus und findet sich später im Büro der Schulkrankenschwester wieder. Sie war ohnmächtig geworden und bekommt gesagt, dass sie wahrscheinlich wegen eines Eisenmangels ihr Bewusstsein verloren hat. Ab diesem Zeitpunkt beginnt Verónica paranormale Vorkommnisse zu erleben. Sie kann ihr Abendessen nicht essen, als ob eine unsichtbare Hand sie daran hindern würde. Klauen- und Bissspuren erscheinen auf ihrem Körper und sie hört seltsame Geräusche. Ihre Freunde fangen an, ihr aus dem Weg zu gehen. Auf der Suche nach Antworten geht sie zurück in den Schulkeller und findet die ältere blinde Nonne der Schule, die die Schüler "Schwester Tod" nennen. Die Nonne beschimpft sie, weil sie etwas so Gefährliches getan hat ohne sich der Folgen bewusst zu sein und erklärt, dass nach der Séance ihr ein dunkler Geist anhaftet. Sie warnt sie, auf ihre Geschwister Acht zu geben, nachdem sie den Geist nicht vertreiben konnte. Verónica zeichnet daraufhin zu Hause schützende Wikinger-Symbole um das Böse von ihren Geschwistern abzuwehren. Sie versucht eines Nachts Lucia zu helfen, als der Geist versucht sie zu ersticken. Lucia aber sagt, es sei Verónica gewesen, die sie gewürgt habe. In dieser Nacht träumt Verónica, dass ihre Geschwister sie essen. Sie wacht auf und stellt fest, dass sie zum ersten Mal ihre Periode bekommen hat. Als sie beginnt ihre Matratze zu säubern, findet sie mysteriöse Brandflecken auf der Unterseite der Matratze. Sie findet diese Brandmerkmale auf allen Matratzen ihrer Geschwister; alle haben die Form eines menschlichen Körpers. "Schwester Tod" sagt ihr, dass sie die Geister dazu bringen kann zu gehen, indem sie richtig macht, was sie in der ersten Séance falsch gemacht hat. Es sei wichtig, sich am Ende der Beschwörung vom Geist zu verabschieden. Verónica bittet Rosa und Diana, ihr zu helfen, eine weitere Séance abzuhalten, aber sie weigern sich. Verzweifelt beschließt sie, die Séance mit ihren jungen Geschwistern abzuhalten. Sie lässt Antoñito die schützenden Symbole an die Wände zeichnen, aber er blättert auf die falsche Seite und beginnt Symbole der Einladung zu zeichnen. Als sie dem Geist sagt, dass er sich verabschieden soll, weigert er sich. Sich nicht weiter helfen zu können, ruft sie die Polizei. Sie kann mit ihren Zwillingsschwestern aus der Wohnung flüchten, als sich der Geist Antoñito schnappt. Sie läuft zurück um ihn zu retten und findet ihren Bruder, wie er sich im Badezimmer versteckt. Sie ruft ihn zu sich, aber er hört nicht auf sie. Verónica betrachtet sich im Badezimmerspiegel und erkennt den Dämon in sich selbst. Sie war es, die die ganze Zeit ihren Geschwistern Schaden zugefügt hat. Sie will sich selbst die Kehle durchtrennen um die Inbesitznahme vom Geist zu beenden, wird aber vom Dämon gehindert. Als die Polizei eintrifft, werden sie Zeuge einer unsichtbaren Macht, die Veronica angreift und sie ihr Bewusstsein verliert. Die Ärzte tragen sie und Antoñito hinaus, während ein erschütterter Detektiv die Szene beobachtet. Als der Kriminalbeamte ein gerahmtes Foto von Verónica sieht, fängt es plötzlich Feuer. Gleichzeitig wird ihm mitgeteilt, dass Veronica soeben gestorben ist.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film basiert auf einem der mysteriösesten Todesfälle in der spanischen Kriminalgeschichte. Im August 1991 starb die damals 18-jährige Estefania Gutierrez Lazaro, nachdem sie ein halbes Jahr zuvor eine “Ouija”-Séance mit ihren besten Freundinnen in ihrer Schule in Madrid veranstaltet hatte. Sie hatte versucht Kontakt zu einem verstorbenen Freund ihrer Freundin aufzunehmen und litt danach unter heftigen Halluzinationen und Krämpfen. Zwar sei sie mehrfach medizinisch untersucht worden, die Ärzte hätten dabei aber keine Diagnose feststellen können. Sie wurde schließlich in ein Madrider Krankenhaus gebracht, wo sie kurz darauf verstarb. Auch ihre Eltern wurden Zeugen nicht erklärbarer Vorkommnisse in ihrer Wohnung. Besonders wurde der Fall als der zuständige Kriminalbeamte José Pedro Negri in seinem Polizeibericht von paranormalen Phänomenen in der Wohnung, etwa von einem Kreuz, das sich plötzlich umdrehte, oder einem zuvor noch unbeschädigten Poster, das auf einmal zerschnitten war, zur Papier brachte.[3]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Solider Geister-Grusel, der seinen Schrecken langsam aufbaut und konsequent verdichtet, um ihn in einem spektakulären Finale eskalieren zu lassen.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Verónica – Spiel mit dem Teufel. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; November 2017; Prüfnummer: 171 395 K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. "Veronica": Die wahre Geschichte hinter dem "schlimmsten Horrorfilm aller Zeiten". Abgerufen am 26. September 2018.
  3. Verónica – Die wahre Geschichte hinter dem Netflix-Horrorfilm. Abgerufen am 26. September 2018.
  4. Verónica – Spiel mit dem Teufel. In: filmdienst.de. Filmdienst, abgerufen am 14. Oktober 2018.