Vera Ralston

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vera Ralston mit Hugo Haas in The Fighting Kentuckian (1949)

Vera Ralston (* 12. Juli 1919 in Prag, Tschechoslowakei als Věra Helena Hrubá; † 9. Februar 2003 in Santa Barbara, Kalifornien) war eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Věra Hrubá war eine erfolgreiche Eiskunstläuferin und nahm für die Tschechoslowakei an der Eiskunstlauf-Europameisterschaft 1936 und den Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin teil. Bei beiden Veranstaltungen belegte sie hintere Plätze. Im darauf folgenden Jahre nahm sie an der diesmal in ihrer Geburtsstadt Prag abgehalten Eiskunstlauf-Europameisterschaft 1937 teil, wo sie den siebten Platz belegte.

Hrubá zog in die Vereinigten Staaten, um dort als professionelle Eiskunstläuferin in Revues aufzutreten. Dort nahm sie den Namen Vera Ralston an. Zudem nahm sie Schauspielunterricht bei Josephine Dillon, der ersten Frau von Clark Gable.[1] Republic Pictures wurde auf sie aufmerksam, und versuchte mit ihr den Erfolg von 20th Century Fox mit Sonja Henie zu kopieren. Henie war jedoch nicht nur die weit bessere Eiskunstläuferin, sondern auch eine bessere Schauspielerin. Trotzdem trat Ralston innerhalb von 17 Jahren in insgesamt 26 Spielfilmen von Republic Pictures aus, von denen jedoch keinem größerer kommerzieller Erfolg beschieden war, wozu auch ihr vergleichsweise schlechtes Englisch beitrug. Grund für die lange Filmkarriere trotz ausbleibendem Erfolg war ihre Ehe mit dem fast 40 Jahre älteren Gründer und Geschäftsführers des Studios, Herbert Yates. Einer der der damaligen Stars des Studios war John Wayne, der Ralston kurz vor seinem Tod als „die schlechteste Schauspielerin, mit der er je zusammenarbeiten musste“ bezeichnete.[1] Er hatte 1945 und 1949 zwei Western mit ihr als weiblicher Hauptdarstellerin gedreht, Dakota und In letzter Sekunde, beide Filme waren kommerzielle Misserfolge. Nachdem Yates aufgrund der diversen teureren Flops durch die Filme seiner Frau, nur zwei davon konnten ihre Produktionskosten wieder einspielen, Ende der 1950er Jahre mittels eines Gerichtsverfahrens durch die Anteilseigner aus dem Studio gedrängt wurde, endete auch Ralstons Filmkarriere.[1]

Ralston zog sich mit Yates ins Privatleben zurück und beide lebten bis zu seinem Tode 1966 im Alter von 92 Jahren zusammen auf dessen Anwesen. 1973 heiratete sie ein zweites Mal, die Ehe bestand bis zu ihrem Tode durch die Folgen eines Krebsleidens im Jahr 2003.

Trivia[Bearbeiten]

Die Schauspielerin Vera Miles, die ihre Karriere bei Republic Pictures begann, hieß mit wirklichem Namen Vera Ralston. Sie nahm einen Künstlernamen an, da es nicht zwei Schauspielerin gleichen Namens im selben Studio geben sollte.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Bild aus dem Trailer zu The Fighting Kentuckian
  • 1941: Ice-Capades
  • 1942: Ice-Capades Revue
  • 1944: The Lady and the Monster
  • 1946: Karten, Kugeln, Banditen (Plainsman and the Lady)
  • 1947: Hyänen der Prärie (Wyoming)
  • 1949: In letzter Sekunde (The Fighting Kentuckian)
  • 1951: Höllenreiter der Nacht (The Wild Blue Yonder)
  • 1952: Mörder-Syndikat San Francisco (Hoodlum Empire)
  • 1953: Der Rebell von Java (Fair Wind to Java)
  • 1954: Kalifornische Sinfonie (Jubilee Trail)
  • 1955: Der Rächer vom Silbersee (Timberjack)
  • 1956: Schach dem Mörder (Accused of Murder)
  • 1957: Arizona-Express (Gunfire at Indian Gap)
  • 1958: Rauschgift-Banditen (The Man Who Died Twice)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Nachruf des The Telegraph (englisch)