Verletzter (Strafprozessrecht)

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Als Verletzten bezeichnet man im Strafprozessrecht eine Person, die durch eine behauptete Straftat – ihre tatsächliche Begehung unterstellt – unmittelbar in einem Rechtsgut verletzt ist.

Verletzter eines Diebstahls ist beispielsweise der Eigentümer oder der Gewahrsamsinhaber der gestohlenen Sache, Verletzter einer unterlassenen Hilfeleistung ist der in Not Geratene. Keine Verletzten sind dagegen etwa diejenigen, die bei einer Gefährdung des Straßenverkehrs in Gefahr gerieten. Neben natürlichen Personen können als Verletzte zum Beispiel auch juristische Personen, Behörden und Regierungen in Betracht kommen.

Im deutschen Recht sind Verletzte gemäß § 77 StGB strafantragsberechtigt, ihnen steht die Möglichkeit der Klageerzwingung (§ 172 StPO) zu, außerdem können sie Nebenklage erheben (§§ 397 ff. StPO).

Literatur[Bearbeiten]

  • Theodor Kleinknecht, Lutz Meyer-Goßner: Strafprozeßordnung. C.H. Beck, München 2002. Kommentierung zu § 172. ISBN 340647733X.
  • Gerd Pfeiffer: Strafprozessordnung. C.H. Beck, München 2005. Kommentierung zu § 172. ISBN 3406528694
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