Vic Crowe

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Vic Crowe
Personalia
Name Victor Herbert Crowe
Geburtstag 31. Januar 1932
Geburtsort AbercynonWales
Sterbedatum 21. Januar 2009
Position Flügel
Junioren
Jahre Station
West Bromwich Albion
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1952–1964 Aston Villa 294 (10)
1964–1967 Peterborough United 56 0(0)
1967–1969 Atlanta Chiefs 56 0(2)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1958–1963 Wales 16 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1969 Atlanta Chiefs
1970–1974 Aston Villa
1975–1976 Portland Timbers
1980–1982 Portland Timbers
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Victor „Vic“ Herbert Crowe (* 31. Januar 1932 in Abercynon; † 21. Januar 2009) war ein walisischer Fußballspieler und -trainer.[1]

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in Wales geborene Crowe siedelte als Kind in die Nähe von Birmingham über. In den West Midlands machte er auch seine ersten Schritte im Fußball, als er für Erdington Albion, ein Nachwuchsteam von West Bromwich Albion, spielte. 1951 unterzeichnete er jedoch beim Regionalrivalen Aston Villa seinen ersten Profivertrag. Dort avancierte er schnell zum Stammspieler. Den Gewinn des FA Cups 1957 durch einen 2:1-Endspielsieg gegen Meister Manchester United verpasste er jedoch ebenso verletzungsbedingt wie die mit einer deutlichen 0:4-Schlappe verlorene Revanche im Spiel um den FA Charity Shield.

1958 stieg Crowe zum Nationalspieler auf und nahm mit der walisischen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaftsendrunde 1958 teil. Während die Mannschaft in Schweden das Viertelfinale erreichte, in dem sie knapp mit einer 0:1-Niederlage gegen den späteren Titelträger Brasilien ausschied, blieb er ohne Turniereinsatz. Nach dem Turnier etablierte er sich auch in der Auswahl als Stammspieler, bis 1963 bestritt er 16 Länderspiele. Auf Vereinsebene lief es weniger erfolgreich, am Ende der Spielzeit 1958/59 stieg der Klub aus der First Division ab. Mit Crowe als Mannschaftskapitän gelang jedoch als Meister der Second Division der sofortige Wiederaufstieg.[1] Die von Joe Mercer trainierte Mannschaft, nach dem Abstieg mit jungen Spielern neu aufgestellt und daher häufig als „Mercer’s Minors“ (deutsch: „Mercers Minderjährige“) bezeichnet, erreichte 1961 die Endspiele um denn erstmals ausgetragenen League Cup. Nach einer 0:2-Hinspielniederlage gegen Rotherham United gewann Crowe als Mannschaftskapitän mit einem 3:0-Rückspielerfolg nach Verlängerung, bei dem seine Mannschaftskameraden Alan O’Neill, Harry Burrows und in der Verlängerung Peter McParland die Tore erzielt hatten, einen nationalen Titel.[1]

1964 wechselte Crowe zu Peterborough United in die Third Division, ehe er drei Jahre später über den großen Teich zu den Atlanta Chiefs weiter zog. Das Fußball-Franchise des Baseballclubs Atlanta Braves trat zunächst in der National Professional Soccer League an, ehe sich die Meisterschaft im folgenden Jahr der North American Soccer League anschloss. Dort beendete er 1969 als Spielertrainer seine aktive Laufbahn.

Kurz nach seinem Karriereende kehrte Crowe kurz vor Jahresende 1969 als Trainer zu Aston Villa zurück. Nach dem erneuten Erstligaabstieg 1967 stand der Klub mittlerweile im Abstiegskampf der Second Division und hatte sich daher vom bisherigen Trainer Tommy Docherty getrennt. Jedoch konnte auch Crowe letztlich den erstmaligen Fall in die Drittklassigkeit in der Vereinsgeschichte nicht mehr abwenden. Als Tabellenvierter verpasste die Mannschaft knapp den direkten Wiederaufstieg, überraschte aber im League Cup. Erst im Endspiel um den Wettbewerb 1971 zog der Drittligist den Kürzeren, als Tottenham Hotspur mit zwei späten Toren 2:0 gewannen. 1972 gelang als Drittligameister die Rückkehr in die Second Division, wobei die Mannschaft mit 70 Punkten einen Drittligarekord aufstellte. Nachdem Crowe als Tabellendritter nur knapp den Durchmarsch in die First Division verpasst hatte, scheiterte er in der folgenden Spielzeit an den damit gestiegenen Erwartungen und wurde nach einem 14. Tabellenplatz im Sommer 1974 durch Ron Saunders ersetzt.

Anschließend versuchte Crowe sein Glück erneut in Nordamerika und übernahm 1975 die Portland Timbers. Dort zog er in seiner ersten Spielzeit ins NASL-Endspiel ein, der Gewinn des Soccer Bowls wurde mit einer 0:2-Finalniederlage gegen die Tampa Bay Rowdies verpasst. Nach dem Verpassen der Play-Offs in der folgenden Spielzeit beerbte ihn Brian Tiler. 1980 kehrte er erneut zurück und blieb bis zur Auflösung des Klub 1982 im Amt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gareth Davies; Ian Garland: Who's Who of Welsh International Soccer Players. Bridge Books. 1991, ISBN 1-872424-11-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c birminghammail.co.uk: „Ex-Villa manager Vic Crowe dies“