Viehhausen (Sinzing)

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Viehhausen
Gemeinde Sinzing
Wappen von Viehhausen
Koordinaten: 48° 58′ 48″ N, 11° 57′ 48″ O
Höhe: 441 (428–456) m ü. NHN
Einwohner: 966 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 93161
Vorwahl: 09404

Viehhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Sinzing und ein Pfarrdorf im Landkreis Regensburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viehhausen wird erstmals um 1180 in einer Urkunde des Klosters Sankt Emmeram in Regensburg erwähnt, in der ein Pruno von Viehhausen genannt wird. Die beiden Ortsteile Oberviehhausen und Niederviehhausen entwickelten sich zunächst getrennt voneinander. Um 1200 dürfte die Burg Niederviehhausen erbaut worden sein, die zunächst im Besitz der Chamerauer, dann der Wolfsteiner war. Später werden als Besitzer Hanns Dunksäß, Thomas Hietinger, Jakob Kaiser, Wolf Steurer und Jakob Kraiß genannt. Das Erbauungsjahr des Schlosses Oberviehhausen ist nicht bekannt. Die Hofmark Oberviehhausen gehörte zunächst ebenfalls den Chamerauern, danach Hadamar von Laaber, ab 1435 den Reisachern, um 1570 Leonhard Sauerzapf und ab 1600 den Rosenbuschs. Im Dreißigjährigen Krieg wurden Burg und Schloss zerstört. 1681 lässt Franz Wilhelm Rosenbusch das Schloss wiederaufbauen.

Statue des hl. Ivo in Viehausen

Von den Rosenbuschs wurde in Viehausen auch eine Statue des hl. Ivo, dem Schutzheiligen der Juristen, errichtet. Im Sockel der Statue finden sich die Wappen der Familie Rosenbusch und Stiingellheim sowie die Jahreszahl 1760.

Nach dem Aussterben der Linie der Rosenbuschs fällt die Hofmark Viehhausen 1777 an Franz von Lerchenfeld-Brennberg. Im Zuge der Gemeindebildung nach dem Zweiten Gemeindeedikt im Jahre 1818 war Viehhausen bis 1879 dem Landgericht Kelheim zugeordnet. Der jeweilige Herr von Viehhausen übte eine Patrimonial-Gerichtsbarkeit aus. 1852 erwarb der Klarissenorden das Schloss und richtete dort ein Kloster und eine Mädchenschule ein. 1867 wurde in Viehhausen der Grundstein für eine Kirche gelegt, die 1879 eingeweiht wurde.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern schlossen sich die Gemeinden Sinzing, Viehhausen, Eilsbrunn und Bergmatting-Reichenstetten am 1. Juli 1972 zur Großgemeinde Sinzing zusammen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 273 (Digitalisat).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 573.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]