Volksbank Stuttgart

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Logo der Genossenschaftsbanken  Volksbank Stuttgart eG
Volksbank Stuttgart eG Börsenplatz 2013 01.jpg
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Stuttgart
Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 600 901 00[1]
BIC VOBA DESS XXX[1]
Gründung 4. März 1865
Verband Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband
Website www.volksbank-stuttgart.de
Geschäftsdaten 2015[2]
Bilanzsumme 5.414,4 Mio. Euro
Einlagen 4.430,3 Mio. Euro
Kundenkredite 3.423,4 Mio. Euro
Mitarbeiter 1.042
Geschäftsstellen 92
Mitglieder 151.601
Leitung
Vorstand Hans Rudolf Zeisl (Vors.)
Herbert Schillinger
Thomas Weismann
Aufsichtsrat Albrecht Merz (Vors.)
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die Volksbank Stuttgart eG ist nach der Sparda-Bank Baden-Württemberg und der BBBank die drittgrößte Genossenschaftsbank in Baden-Württemberg. Bei den Genossenschaftsbanken in Deutschland steht sie auf Platz 16. Ihr Geschäftsgebiet erstreckt sich über die Stadt Stuttgart und umliegende Gemeinden sowie über große Teile des Rems-Murr-Kreises. Sie entstand im Jahr 2010 durch Fusion zwischen der Volksbank Rems eG und der Stuttgarter Volksbank AG. Bundesweit erstmals wurde dabei eine Aktiengesellschaft (Stuttgarter Volksbank) in eine Genossenschaft verschmolzen.[3] 2015 folgte die Fusion mit der Korber Bank eG.[4][5] Rückwirkend zum 1. Januar 2016 fusionierte die Volksbank Stuttgart eG mit der Kerner Volksbank eG[6][7] und der VR-Bank Weinstadt eG[8].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volksbank Rems[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksbank Rems eG entstand ihrerseits ebenfalls durch mehrere Fusionen. Im Einzelnen durch die Fusion der 1862 gegründeten Volksbank Schorndorf eG mit der Volksbank Waiblingen eG im Jahr 2002, 2005 erfolgte der Zusammenschluss mit der Volksbank Winnenden eG und 2009 kam die Hegnacher Bank eG hinzu.

Volksbank Waiblingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. März 1865 gründeten 29 Bürger, Handwerker und Kaufleute im Gasthaus Adler in Waiblingen die Gewerbebank Waiblingen. Ab 1867 bekam der Kassier, der die Hauptaufgabenlast erledigte eine Jährliche Entschädigung von 25 Gulden. 1872 erfolgte die offizielle Eintragung als Gewerbebank Waiblingen, eingetragene Genossenschaft beim königlichen Oberamtsgericht Waiblingen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde am 1. Februar 1919 die erste Zweigstelle in Endersbach eröffnet, am 1. November 1923 die zweite in Fellbach. Die Eröffnungsbilanz nach der Währungsreform 1924 betrug 153.572,29 Reichsmark. Im Zuge der Vereinheitlichung der Firmenbezeichnungen durch den Deutschen Genossenschaftsverband ab 1938 wurde die Bank 1940 in Volksbank Waiblingen umbenannt. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1945 wurden in den umliegenden Gemeinden von Waiblingen und Fellbach weitere Zweigstellen eröffnet, 1963 wurde das neue Geschäftsgebäude in der Waiblinger Bahnhofsstraße eröffnet und 1965 das 100 Jährige bestehen gefeiert.[9]

Volksbank Winnenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. April 1865 wurde die Gewerbebank Winnenden, als erstes Geldinstitut in Winnenden gegründet. Im Gründungsjahr hatte die Bank 89 Mitglieder und wies eine Bilanzsumme von 33.319 Gulden auf. Ab 1935 firmierte die Bank als Winnender Bank und ab 1940 als Volksbank Winnenden. 1978 wuchs das Geschäftsgebiet, die Bilanzsumme und die Zahl der Filialen durch Fusionen mit der Schwaikheimer Bank, der Genossenschaftsbank Höfen-Hertmannsweiler und der Raiffeisenbank Berglen deutlich.[10]

Stuttgarter Volksbank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. November 1913 wurde in Stuttgart eine genossenschaftliche Bank für Haus- u. Grundbesitzer gegründet, die am 16. Februar 1914 als Bank für Haus- und Grundbesitz in Stuttgart e.G.m.b.H den Geschäftsbetrieb aufnahm. Hauptgeschäftsfeld des Instituts waren Hypotheken. 1922 wurde die Bank in „Stuttgarter Bank e.G.m.b.H“ umbenannt. Von 1925 bis 1950 wurden im Stuttgarter Stadtgebiet Zweigstellen errichtet, unter anderem in Cannstatt, Heslach und Gablenberg. 1935 erfolgte die Fertigstellung der neuen Hauptstelle in der Schlossstraße/Seestraße. 1970 entstand durch den Zusammenschluss mit der Feuerbacher Volksbank die Stuttgarter Volksbank, die 1973 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. Anfang der 1980er Jahre wurde die Bank wieder in Stuttgarter Bank AG umbenannt. Im Jahr 2006 erfolgte die Fusion mit der VR-Bank Stuttgart eG zur Stuttgarter Volksbank AG.[11]

Korber Bank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Korber Bank wurde 1913 von 73 Korber Bürgern als Darlehenskassenverein Korb-Steinreinach gegründet.[4]

Kerner Volksbank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kerner Volksbank eG entstand aus einem Zusammenschluss der Stettener Bank und der Rommelshauser Bank.

Stettener Bank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. Juli 1893 wurde der Darlehenskassenverein Stetten i.R. von 53 Männern im Rathaus von Stetten, nach Vorbild von Friedrich Wilhelm Raiffeisen gegründet.[12] Abseits vom Bankgeschäft diente der Verein auch als Zusammenschluss zum günstigen Einkauf im landwirtschaftlichen Sektor und zur gemeinsamen Erntevermarktung. Die Bilanzsumme im Jahre 1914 betrug 95.000 Reichsmark. 1924 zählte die Genossenschaft 287 Mitglieder. 1935 erfolgte die Umbenennung in Spar- und Darlehenskasse. 1950 wurde neben der Genossenschaftskelter das Geschäftsgebäude eingeweiht.[13] Heute wird dies nur noch zum Warenverkauf genutzt. 1976 folgte die Umbenennung in Stettener Bank.

VR-Bank Weinstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Genossenschaftsbank wurde am 9. November 1910 gegründet.[14]

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksbank Stuttgart fördert aktiv die Entwicklung der Region durch Unterstützung von kommunalen Bürgerstiftungen und Investitionen in soziale Projekte vor Ort. Dazu gehört die Unterstützung von Vereinen, gemeinnütziger Einrichtungen, Kindergarten- und Schulprojekten, Seniorenveranstaltungen und Konzerte.

„Bankiers“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksbank Stuttgart nennt ihre Mitglieder „Bankiers“, dies soll verdeutlichen, das die Mitglieder nicht nur Kunden der Bank sind, sondern als Teilhaber aktiv mit entscheiden können. Der Begriff Bankier hat jedoch nicht die Bedeutung des Bankiers nach §39 KWG.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 im eBundesanzeiger
  3. Fusionsabsicht: Größte Volksbank in Baden-Württemberg. Sabine Marquard, Stuttgarter Nachrichten, 14. September 2009. Abgerufen am 20. September 2013.
  4. a b Generalversammlung der Korber Bank eG stimmt nahezu einstimmig für die Fusion mit der Volksbank Stuttgart eG. Volksbank Stuttgart, abgerufen am 2. September 2016.
  5. Vertreterversammlung der Volksbank Stuttgart eG votiert einstimmig für den Zusammenschluss mit der Korber Bank eG. Volksbank Stuttgart, abgerufen am 2. September 2016.
  6. Vertreterversammlung der Kerner Volksbank eG stimmt für Fusion mit der Volksbank Stuttgart eG. Volksbank Stuttgart, abgerufen am 2. September 2016.
  7. Vertreterversammlung der Volksbank Stuttgart eG stimmt Fusion mit der Kerner Volksbank eG zu. Volksbank Stuttgart, abgerufen am 2. September 2016.
  8. Volksbank Stuttgart eG macht den Weg frei für Zusammenschluss mit VR-Bank Weinstadt eG. Volksbank Stuttgart, abgerufen am 2. September 2016.
  9. Horst Lässing (Hrsg.): Heimat und Arbeit: Der Rems-Murr-Kreis. Konrad Theiss, Stuttgart 1980, ISBN 3-8062-0243-5, S. 456–458
  10. Horst Lässing (Hrsg.): Heimat und Arbeit: Der Rems-Murr-Kreis. Konrad Theiss, Stuttgart 1980, ISBN 3-8062-0243-5, S. 458
  11. Stuttgarter Volksbank AG Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg - Universität Hohenheim. Abgerufen am 20. September 2013
  12. David Pfeffer Geschichtswerkstatt - Geschichten aus der Geschichte Stettens - Die Entstehung der Stettener Bank (1) S.28 im Mitteilungsblatt der Gemeinde Kernen vom 31. März 2016 (PDF)
  13. David Pfeffer Geschichtswerkstatt - Geschichten aus der Geschichte Stettens - Die Entwicklung der „Darlehnskass“ (2) S.36 im Mitteilungsblatt der Gemeinde Kernen vom 6. April 2016 (PDF)
  14. Zahlen & Fakten. VR-Bank Weinstadt eG, abgerufen am 2. September 2016.

Koordinaten: 48° 46′ 47″ N, 9° 10′ 34″ O