Wüsteneisenholz

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Wüsteneisenholz
Olneya tesota in flower.jpg

Wüsteneisenholz (Olneya tesota)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Robinieae
Gattung: Olneya
Art: Wüsteneisenholz
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Olneya
A.Gray
Wissenschaftlicher Name der Art
Olneya tesota
A.Gray
Wüsteneisenholz-Baum

Das Wüsteneisenholz (Olneya tesota) ist die einzige Pflanzenart der Gattung Olneya in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Das Verbreitungsgebiet reicht von Arizona sowie Kalifornien bis zu den mexikanischen Bundesstaaten Baja California, Baja California Sur und Sonora. [1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wüsteneisenholz wächst als Strauch oder Baum und erreicht Wuchshöhen bis etwa 10 Meter bei Stammdurchmessern bis etwa 60 cm. Bei jungen Pflanzen ist die Rinde grau und glatt; bei älteren Bäumen bricht sie auf. Diese Art ist eine immergrüne Pflanze, die ihre Laubblätter jedoch verliert, wenn die Temperatur unter etwa 2 °C fällt. Bei anhaltender Trockenheit werden die Blätter teilweise abgeworfen, um Wasser zu sparen. Die wechselständigen Laubblätter sind gefiedert und wirken durch feine Behaarung bläulichgrün. Die Blattfieder ist etwa 6 cm groß mit sechs bis neun, selten auch bis zu zwanzig ledrigen Blättchen, die jeweils 0,7 bis 2 cm lang sind. An der Basis jedes Blattes wachsen zwei Dornen von gut 1 cm Länge.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Die Blütenkrone hat den typischen Aufbau der Schmetterlingsblütler mit fünf Kronblättern. Das Schiffchen ist purpurrot und die anderen Kronblätter weiß bis blassrosa.

Die behaarte Hülsenfrucht ist 5 bis 8 cm lang und im reifen Zustand braun; sie enthält ein bis vier Samen. Die Samen sind essbar.

Nur frische Samen sind problemlos keimfähig; älteres Samengut muss zur Keimung stratifiziert werden.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Heimatstandort bildet die Baumkrone eines Wüsteneisenholzbaumes ein eigenes Biotop. Es wurden schon 230 verschiedene Pflanzenarten gezählt, die im Schutz der Baumkrone keimen und gedeihen. Die Samen dienen mehreren Tierarten (Vögel, Nagetiere) als Nahrung. Viele Insekten leben auf dem Baum und ziehen Vögel und Reptilien an.

In der Sonorawüste gehört das Wüsteneisenholz zu den langlebigsten Bäumen; sie können bis zu ca. 1500 Jahre alt werden.

Verbreitung und Standort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wüsteneisenholz ist in der Sonora-Wüste heimisch. Politisch fällt das Verbreitungsgebiet in die US-Bundesstaaten Arizona (Süden und Südwesten), Kalifornien (Südosten) sowie in die mexikanischen Bundesstaaten Baja California, Baja California Sur und Sonora. [2] In Arizona kommt der Baum in Höhenlagen bis ca. 600 m vor; häufig ist er in ausgetrockneten Flussbetten zu finden. Das Ironwood Forest National Monument in Arizona wurde nach ihr benannt.

Wüsteneisenholz ist sehr frostempfindlich, ausgewachsene Bäume sterben bereits bei −9 °C ab. Wüsteneisenholz kann mit ausgesprochen trockenen Standorten gut zurechtkommen.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Holz ist sehr hart und schwer. Es hat eine höhere Dichte als Wasser und sinkt im Wasser zu Boden. Es wird beispielsweise zur Herstellung von Messergriffen verwendet, da seine Härte und Zähigkeit ideale Voraussetzungen für diese Anwendung sind.

Bearbeitbarkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die hohe Härte des Holzes ist die Bearbeitung schwierig, doch mit Werkzeugen für die Metallbearbeitung und mit hartmetallbestückten Holzwerkzeugen möglich. Als Endbehandlung können Holzöle verwendet werden, das Holz nimmt aber wegen der sehr dichten Struktur nur wenig Öl auf.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • C. Frank Brockman: Trees of North America, St. Martin's Press, New York 2001. ISBN 1-58238-092-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wüsteneisenholz (Olneya tesota) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag bei ILDIS.
  2. Olneya tesota bei GRIN - Taxonomy for Plants..