Walter Kolbow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Walter Kolbow, 2015

Walter Kolbow (* 27. April 1944 in Spittal an der Drau) ist ein deutscher Politiker (SPD).

Er war von 2005 bis 2009 Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und war von 1998 bis 2005 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Volksschule in Ingolstadt und Ochsenfurt, dem Röntgen-Gymnasium Würzburg[1] leistete Kolbow von 1964 bis 1966 seinen Wehrdienst bei der Luftwaffe ab; heute ist er Hauptmann d. R. Danach studierte er Rechtswissenschaft in Würzburg und absolvierte ein Ergänzungsstudium an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer. 1970 bestand er das erste und 1974 das zweite juristische Staatsexamen. Er trat 1975 als Magistratsrat in den Dienst der Stadt Frankfurt am Main. Von 1978 bis 1980 war er für einen Forschungsauftrag bei der Friedrich-Ebert-Stiftung beschäftigt.

Walter Kolbow ist verheiratet und hat zwei Kinder, darunter den Würzburger Stadtrat Alexander Kolbow (SPD).

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1967 ist er Mitglied der SPD. Er war bis 2008 Vorsitzender des SPD-Bezirks Unterfranken, jetzt ist er Ehrenvorsitzender.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1972 bis 1976 war er Mitglied im Stadtrat von Ochsenfurt und von 1978 bis 1981 im Stadtrat von Würzburg.

Ab 1980 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1994 bis 1998 verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Ab dem 28. November 2005 war Kolbow Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion für die Bereiche Außenpolitik, Entwicklungspolitik, Verteidigung und Menschenrechte.

Walter Kolbow ist stets über die Landesliste Bayern in den Deutschen Bundestag eingezogen. Für 2009 hat er seinen Rückzug aus der Politik angekündigt[2] und nicht mehr kandidiert.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Bundestagswahl 1998 wurde Kolbow am 27. Oktober 1998 als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung berufen. In dieser Funktion war er vom 6. April 1999 bis zum 31. Dezember 1999 Beauftragter der Bundesregierung für die Koordination von deutschen Hilfsmaßnahmen in Mazedonien. Nach der Bundestagswahl 2005 schied er am 22. November 2005 aus dem Amt.

Kolbow ist Mitglied im Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009 erhielt er die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber.
  • 2009 erhielt er ebenfalls den "Honoris Causa"-Orden "Grad raus und erscht recht" von der Faschingsgesellschaft Versbach (Würzburg) verliehen.
  • 2009 Ehrenring der Stadt Würzburg
  • 2012 Großes Bundesverdienstkreuz

Kabinette[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Walter Kolbow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Walter Kolbow im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  2. ddp Deutscher Depeschendienst GmbH: Kolbow zieht sich 2009 aus der Politik zurück, vom 26. Mai 2008