Welzbach (Main)

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Welzbach
(Oberlauf: Pflaumbach)
Der Welzbach Richtung Schönbusch

Der Welzbach Richtung Schönbusch

Daten
Gewässerkennzahl DE: 247592
Lage Landkreis Darmstadt-Dieburg (Hessen),
Landkreis Aschaffenburg, Stadt Aschaffenburg (Bayern)
Flusssystem Rhein
Abfluss über Main → Rhein → Nordsee
Quelle auf der Alten Höhe (370 m ü. NN) zwischen Radheim und Raibach in der Nähe der Windkraftanlage
49° 52′ 8″ N, 8° 59′ 21″ O
Quellhöhe 300 m ü. NN
Mündung nach dem Park Schönbusch im Bayernhafen Aschaffenburg in den MainKoordinaten: 49° 58′ 6″ N, 9° 6′ 21″ O
49° 58′ 6″ N, 9° 6′ 21″ O
Mündungshöhe 108 m ü. NN
Höhenunterschied 192 m
Sohlgefälle

14 ‰

Länge 14,2 km[1]  durch Niedernberg
16,3 km[1]  durch Schönbusch
Einzugsgebiet 61,52 km²[2]

Linke Nebenflüsse Hebach
Rechte Nebenflüsse Flutgraben
Der Welzbach (hinten rechts)mündet im Schönbusch in den Oberen See

Der Welzbach (hinten rechts)
mündet im Schönbusch in den Oberen See

Der Welzbach ist ein etwa 15 km langer Zufluss des Mains in Südosthessen und Nordwestbayern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der hier noch Pflaumbach genannte Welzbach im Radheimer Wald

Die Welzbach-Quelle liegt in der Klein-Umstädter Gemarkung südlich des Binselberges und der dortigen Windkraftanlagen an den nordöstlichen Ausläufern des Odenwalds. Der Bach fließt nordöstlich über den Schaafheimer Ortsteil Radheim und durch den Bachgau ab, in dessen Zentrum der Markt Großostheim liegt. An der dortigen Bachstraße floss der Welzbach früher oberirdisch entlang. 1932 wurde er dort kanalisiert, in den späten 1960er Jahren wurde er im Zuge des Baus der Großostheimer Kläranlage in einen neu gebauten Kanal am Wildgraben umgeleitet. Der Kanal in der Bachstraße dient seither nur noch als Abwasserkanal.[3][4]

Floss der Welzbach früher am Nordrand der Niedernberger Gemarkung in den Main wurde er im Zuge der Einrichtung des Landschaftsparks Schönbusch in diesen umgeleitet und mündet nun im Westen von Aschaffenburg (Stadtteil Leider) im Bayernhafen Aschaffenburg in den Main. Jedoch fließt auch jetzt noch ein kleiner Teil des Wassers sowie der komplette Ablauf der hier angeordneten Kläranlage Großostheim an einer Flussbifurkation in den alten Niedernberger Arm, den sogenannten Flutgraben und dann auf alter Trasse zum Fluss.[5] Der Welzbach speist in seinem weiteren Verlauf die Seen im Aschaffenburger Landschaftspark Schönbusch, im Schönbusch selbst ist der Bachlauf in mehrere Fließarme aufgeteilt und wird als landschaftsgestaltnerisches Element verwendet. Nach der Durchquerung des Landschaftsparkes unterquert der Welzbach in einer langen Verrohrung zunächst die Bundesstraße 26, diese Verrohrung mündet dann direkt in das Hafenbecken I des Bayernhafens Aschaffenburg ein.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hebach (links)
  • Baumertsgraben (links, zeitweilig trocken)
  • Bettgesgraben (rechts, zeitweilig trocken)
  • Dürrbach (links, zeitweilig trocken)

Abflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bach trägt trotz seiner geringen Länge wechselnde Namen – so wird er in Radheim[6], Mosbach und Pflaumheim "Pflaumbach", in Wenigumstadt "Mühlbach" und ab Großostheim "Welzbach" genannt. Der Welzbach ist Namensgeber für mehrere Straßen in der Region, einer Sporthalle in Großostheim, sowie die Blasmusikkapelle "Die Welzbachmusikanten".

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Welzbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)
  2. Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Main, Seite 156 des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2012 (PDF; 3,3 MB)
  3. Kanal: Bauabschnitte festgelegt. In: Main-Netz, 11. September 2008. Abgerufen am 11. Juli 2014.
  4. Millionengrab Wildgraben. In: Main-Netz, 20. August 2008. Abgerufen am 11. Juli 2014.
  5. http://www.geschichte-untermain.de/f_bamberger_fernbesitz.html
  6. Am Pflaumbach in Radheim (Bild)