Wesertunnel Bremen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Streckenverlauf der Autobahn und des Wesertunnels

Der Wesertunnel Bremen ist ein seit 2019 im Bau befindliches Teilstück der A 281 zur Unterquerung der Weser. Der Tunnel wird eine Länge von 1095 Metern haben.[1]

Planungs- und Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Projekt wurde 2016 mit dem Bundesverkehrswegeplan 2030 in den vordringlichen Bedarf eingeordnet.[2] Eine private Finanzierung des Projektes scheiterte,[3] deshalb werden die Kosten für das Bauprojekt von 345 Millionen Euro zum größten Teil vom Bund getragen. Bremen beteiligt sich mit 1,2 Millionen Euro, die durch Mehrkosten bei der Verschiebung des Tunneleingangs zugunsten der Bewohner Seehausens entstanden.[1]

Die Bauarbeiten zum neuen Wesertunnel begannen in der zweiten Januarwoche 2019. Zunächst werden bauvorbereitende Maßnahmen wie Rodungen und Abbrucharbeiten durchgeführt, sodass mit dem Baubeginn am eigentlichen Tunnel Ende 2020 gerechnet wird.[4][5] Auf der Seehauser Seite wird mit einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren kalkuliert.[4] Die Eröffnung ist für 2024Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren geplant.[1]

Das Wohngebiet soll durch einen offiziell als „Baumassenausgleich“ deklarierten 7,5 Meter hohen Lärmschutzwall vor den Geräuschemissionen der Autobahn geschützt werden. Hierfür wird das bei den Bauarbeiten anfallende Erdreich verwendet.[4] Im Juli 2019 wurden Leitungen verlegt und Rodungen vorgenommen und Baustellenzufahren errichtet, außerdem wurde die Fläche hinsichtlich Kampfmitteln sondiert. Aufgrund einer Klage beim Ausschreibungsverfahren bezüglich der Bauüberwachung verzögert sich der eigentliche Baubeginn.[6]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wesertunnel soll als Absenktunnel realisiert werden,[1] hierbei werden Trogbauwerke im Einschwimm- und Absenkverfahren in Position gebracht.[5] Durch einen Einschwemmkanal, für den der Deich geöffnet wird, sollen die Tunnelelemente transportiert werden.[4]

Verkehrliche Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wesertunnel wird eine Verkehrsverbindung zwischen der A 1 und A 28 zur A 27 darstellen. Der Tunnel soll täglich von 40.000 Fahrzeugen genutzt werden und damit den Verkehr in Bremen entlasten. Der Bau des Wesertunnels stellt die Vollendung des Autobahnrings um das Zentrum Bremens dar.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Ralf Michel: Erster Spatenstich für neuen Wesertunnel. Abgerufen am 11. Januar 2019.
  2. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Hrsg.): Bundesverkehrswegeplan 2030. 2016, S. 103 (bmvi.de [PDF]).
  3. Michael Brandt: Stadtentwicklung kommt nicht voran. Abgerufen am 11. Januar 2019.
  4. a b c d Karin Mörtel: Fragen zu Tunnelbau in Seehausen. Abgerufen am 31. Mai 2019.
  5. a b Startschuss für Weiterbau der A 281 einschließlich Wesertunnel. Abgerufen am 10. Januar 2019.
  6. Nina Willborn: Ärger um A281-Auftrag. Abgerufen am 17. August 2019.

Koordinaten: 53° 7′ 9,8″ N, 8° 42′ 12,7″ O