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Wijk bij Duurstede

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gemeinde Wijk bij Duurstede
Flagge der Gemeinde Wijk bij Duurstede
Flagge
Wappen der Gemeinde Wijk bij Duurstede
Wappen
Staat Niederlande Niederlande
Provinz  Utrecht
Bürgermeister Petra Doornenbal-van der Vlist (CDA; kommissarisch)[1]
Sitz der Gemeinde Wijk bij Duurstede
Fläche
 – Land
 – Wasser
50,4 km²
47,58 km²
2,82 km²
CBS-Code 0352
Einwohner 23.712 (1. Jan. 2026[2])
Bevölkerungsdichte 470 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 59′ N,  21′ OKoordinaten: 51° 59′ N,  21′ O
Bedeutender Verkehrsweg N227 N229
Vorwahl 0343
Postleitzahlen 3945, 3947, 3960–3962
Website wijkbijduurstede.nl
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Wijk bij Duurstede, Straße nächst Kirchturm
Jacob van Ruisdael: Die Mühle von Wijk bij Duurstede, 1670

Wijk bij Duurstede (anhören/?) ist eine Gemeinde und eine Stadt im Süden der Provinz Utrecht. Wijk bij Duurstede hat 23.712 Einwohner (Stand 1. Januar 2026). Zur Gemeinde gehören die Dörfer Cothen (3320 Einwohner) und Langbroek (südlich von Driebergen, Gemeinde Utrechtse Heuvelrug, 2525 Einwohner).[3]

Lage und Wirtschaft

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Wijk bij Duurstede liegt am Amsterdam-Rhein-Kanal und am Nederrijn. Der Nederrijn teilt sich hier auf: im weiteren Verlauf sind dies der Lek und der Kromme Rijn.
Siehe auch: auf der Landkarte „Verlauf des Lek“ in der Vergrößerung ganz rechts: Wijk bij Duurstede und die genannten Gewässer.

Die Gemeinde grenzt an die Gemeinden Houten, Bunnik, Utrechtse Heuvelrug und Buren (Gelderland). Wirtschaftlich von Bedeutung sind der Acker- und Obstbau, etwas Tourismus und eine Backstein- und Betonfabrik.

Im Frühmittelalter lag an der Stelle von Wijk bij Duurstede die bedeutende Handelsstadt Dorestad. Nach deren Untergang im 9. Jahrhundert verödete das Gebiet. Ein Ritter namens Zweder van Abcoude ließ hier im 13. Jahrhundert einen Wohnturm bauen. In Erinnerung an Dorestad nannte er das Gebäude Duurstede. Darumherum entwickelte sich eine Siedlung, die 1300 das Stadtrecht erhielt. Von 1399 bis 1405 ließ Friedrich von Blankenheim das Kloster Maria Magdalena[4] errichten und besiedelte es mit Schwestern aus dem Kloster Schönensteinbach.

Das neue Schloss Duurstede wurde im 15. Jahrhundert bewohnt vom einflussreichen David von Burgund (* 1427; † 1496), der damals Fürstbischof von Utrecht und damit auch der weltliche Landesherr war. Das Schloss kam nach der Reformation in die Hände der Staaten von Utrecht und wurde, als die Franzosen im Jahr 1672 das Städtchen bei einem Kriegszug zerstörten, von den Einwohnern Wijks bis auf zwei starke Türme geschleift; sie benutzten die Steine für den Wiederaufbau ihrer Häuser.

Bis heute ist Wijk ein ruhiges, etwas „abseits“ gelegenes Provinzstädtchen.

Sehenswürdigkeiten

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Kasteel Duurstede
  • Die Altstadt, mit ihren alten Häusern, der Großen Kirche aus dem 14. bis 15. Jahrhundert und dem Tor auf dem Deich mit Windmühle. Die Mühle auf dem Bild von Ruisdael stand an einer anderen Stelle als die heutige Windmühle.
  • Der Yachthafen mit Blick auf die Mühle und den historischen Stadtkern liegt an der Mündung des Rheins in die lek. Gegen die historischen Stadtmauer.
  • Das Museum Dorestad (Heimatmuseum), mit wichtigen Exponaten aus den Ruinen von Dorestad; dazu kleine Wechselausstellungen; nur nachmittags geöffnet
  • Die Umgebung von Langbroek ist reich an kleinen Lustschlössern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert; zum Huis Doorn (siehe: Utrechtse Heuvelrug) besteht ein Radweg
  • Die Ruine des Schlosses mit den beiden mächtigen Türmen (ein runder, sog. Donjon und ein viereckiger Turm sind erhalten geblieben) wurde 1852 vom berühmten Landschaftsarchitekten Jan David Zocher in eine Parkanlage integriert; Teile der Ruine sind restauriert worden. Hier gibt es auch ein „Partyzentrum“ (Räumlichkeiten für Veranstaltungen).

Das lokale Wählerbündnis SamenWerkt konnte auch bei seiner zweiten Teilnahme fast ein Viertel aller Stimmen auf sich vereinen und damit die Kommunalwahl im Jahr 2026 für sich entscheiden.

Kommunalwahl am 18. März 2026[5]
Wahlbeteiligung: 61,91 %
 %
30
20
10
0
24,44
20,26
15,39
10,26
9,09
8,75
7,23
4,59
n. k.
SWa
OBBb
LLc
PCGg
DVDi
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2022
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
+0,84
+7,53
+15,39
−5,11
−3,54
+0,38
−2,14
−5,47
−7,88
SW
OBB
LL
PCG
DVD
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a SamenWerkt
b Oprechte BurgerBelangen
c Lokaal Liberaal
g Protestant-Christelijke Groepering
i Duurstede voor Democratie

In Wijk bij Duurstede besteht der Gemeinderat seit 1982 in folgenden Konstellationen:

ParteiSitze[5] a
19821986199019941995 b19982002200620102014201820222026
SamenWerkt c55
Oprechte BurgerBelangen d13111334
Lokaal Liberaal e3
VVD e4323555343432
CDA5543434332222
D66123211012111
Protestant-Christelijke Groepering121222321
SP335321
Duurstede voor Democratie1
GroenLinks c155443333
PvdA c34322324210
Wijks Belang421
PSP11
PPR
Gemeentebelangen1
Gesamt15151717191919191919191919
Sitzverteilung im Gemeinderat von Wijk bij Duurstede 2026
1
1
5
4
3
1
2
2
1 1 5 4 3 1 2 2 
Insgesamt 19 Sitze
  • SP: 1
  • D66: 1
  • SW: 5
  • OBB: 4
  • LL: 3
  • PCG: 1
  • VVD: 2
  • CDA: 2
Anmerkungen
a 
Parteien, die zwar an der Wahl teilgenommen hatten, aber keinen Ratssitz erlangen konnten, werden nicht berücksichtigt.
b 
Aufgrund der Eingemeindung von Cothen und Langbroek zum 1. Januar 1996 fand eine außerplanmäßige Kommunalwahl im Jahre 1995 statt.
c 
Bei SamenWerkt handelt es sich um ein Bündnis der örtlichen GroenLinks- sowie PvdA-Fraktionen und der Lokalpartei Open.
d 
Die Lokalpartei Oprechte BurgerBelangen nannte sich bei der Kommunalwahl 2022 BurgerBelangen. Zuvor kandidierte sie im Jahr 2018 unter dem Namen WijkNU, bei den Wahlen 2010 und 2014 führte sie den Namen Burger Belangen Nu, davor trug sie den Namen Burger Belangen ’96.
e 
Im April 2024 verließen einige Ratsmitglieder die VVD-Fraktion und gründeten die neue Lokalpartei Lokaal Liberaal.

Städtepartnerschaften

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Persönlichkeiten

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  • Rie Lips-Odinot (1908–1998), Widerstandskämpferin und Parlamentsabgeordnete
Commons: Wijk bij Duurstede – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Petra Doornenbal waarnemend burgemeester Wijk bij Duurstede. In: provincie-utrecht.nl. Provincie Utrecht, 13. Februar 2026, abgerufen am 5. März 2026 (niederländisch).
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (niederländisch).
  3. Kerncijfers wijken en buurten 2024. In: StatLine. CBS, 14. Oktober 2024, abgerufen am 20. Oktober 2024.
  4. Webseite über das ehemalige Kloster (Memento vom 7. Dezember 2013 im Internet Archive)
  5. 1 2 Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022 2026, abgerufen am 5. Juni 2026 (niederländisch).