Wijk bij Duurstede

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Gemeinde Wijk bij Duurstede
Flagge der Gemeinde Wijk bij Duurstede
Flagge
Wappen der Gemeinde Wijk bij Duurstede
Wappen
Provinz Utrecht Utrecht
Bürgermeister Guus Swillens
Sitz der Gemeinde Wijk
Fläche
 – Land
 – Wasser
50,30 km²
47,69 km²
2,61 km²
CBS-Code 0352
Einwohner 23.037 (1. Jan. 2014[1])
Bevölkerungsdichte 458 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 59′ N, 5° 21′ O51.9833333333335.35Koordinaten: 51° 59′ N, 5° 21′ O
Vorwahl 0343
Postleitzahlen 3945, 3947, 3960–3962
Website www.wijkbijduurstede.nl
Lage von Wijk bij Duurstede in den Niederlanden
Wijk bij Duurstede, Strasse nächts Kirchturm

Wijk bij Duurstede ( anhören?/i) ist eine Gemeinde und eine Stadt im Süden der Provinz Utrecht. Wijk bij Duurstede hat 23.037 Einwohner (Stand 1. Januar 2014). Zur Gemeinde gehören die Dörfer Cothen (etwa 2900 Einwohner) und Langbroek (südlich von Driebergen, Gemeinde Utrechtse Heuvelrug, etwa 2100 Einwohner).

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten]

Wijk bij Duurstede liegt am Amsterdam-Rhein-Kanal und am Nederrijn. Der Nederrijn teilt sich hier auf: im weiteren Verlauf sind dies der Lek und der Kromme Rijn.
Siehe auch: auf der Landkarte „Verlauf des Lek“ in der Vergrößerung ganz rechts: Wijk bij Duurstede und die genannten Gewässer.

Die Gemeinde grenzt an die Gemeinden Houten, Bunnik, Utrechtse Heuvelrug und Buren. Wirtschaftlich von Bedeutung sind der Acker- und Obstbau, etwas Tourismus und eine Backstein- und Betonfabrik.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Frühmittelalter lag an der Stelle von Wijk bij Duurstede die bedeutende Handelsstadt Dorestad. Nach deren Untergang im 9. Jahrhundert verödete das Gebiet. Ein Ritter namens Zweder van Abcoude ließ hier im 13. Jahrhundert einen Wohnturm bauen. Als Andenken an Dorestad nannte er das Gebäude Duurstede. Darumherum entwickelte sich eine Siedlung, die 1300 das Stadtrecht erhielt. Das neue Schloss Duurstede wurde im 15. Jahrhundert bewohnt vom einflussreichen David von Burgund (* 1427; † 1496), der damals Fürstbischof von Utrecht und damit auch der weltliche Landesherr war. Das Schloss kam nach der Reformation in die Hände der Staaten von Utrecht und wurde, als die Franzosen im Jahr 1672 das Städtchen bei einem Kriegszug zerstörten, von den Einwohnern Wijks bis auf zwei starke Türme geschleift: sie benutzten die Steine für den Wiederaufbau ihrer Häuser. Bis heute ist Wijk ein ruhiges, etwas „abseits“ gelegenes Provinzstädtchen. Von 1399 bis 1405 ließ Friedrich von Blankenheim das Kloster Maria Magdalena[2] errichten und besiedelte es mit Schwestern aus dem Kloster Schönensteinbach.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Jacob Izaaksoon van Ruisdael: Mühle von Wijk bij Duurstede, 1670
  • Die Altstadt, mit ihren alten Häusern, der Großen Kirche aus dem 14. bis 15. Jahrhundert und dem Tor auf dem Deich mit Windmühle. Die Mühle auf dem Bild von Ruisdael wurde jedoch im 19. Jahrhundert von der heutigen ersetzt
  • Das Museum Dorestad (Heimatmuseum), mit wichtigen Exponaten aus den Ruinen von Dorestad; dazu kleine Wechselausstellungen; nur nachmittags geöffnet
  • Das Fort Vechten, ein nicht sehr altes Fort, das zur Festungsanlage der Stadt Utrecht gehörte; es ist jetzt ein Partyzentrum mit Festsaal und Restaurant
  • Die Umgebung von Langbroek ist reich an kleinen Lustschlössern aus dem 17. bis 19 Jahrhundert; zum Huis Doorn (siehe: Utrechtse Heuvelrug) besteht ein Radweg
  • Die Ruine des Schlosses mit den beiden mächtigen Türmen (ein runder, sog. Donjon und ein viereckiger Turm sind erhalten geblieben) wurde 1852 vom berühmten Landschaftsarchitekten Jan David Zocher in eine Parkanlage integriert; Teile der Ruine sind restauriert worden. Hier gibt es ebenfalls ein “Partyzentrum” (Räumlichkeiten für Veranstaltungen).

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Jicin (Tschechien)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wijk bij Duurstede – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 12.04.2014Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Webseite über das ehemalige Kloster