Provinz Utrecht

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Utrecht
Provinz der Niederlande Flag of the Netherlands.svg
Wappen Flagge
Utrecht provincie wapen.svg Utrecht (province)-Flag.svg
Lage
Zeeland Südholland Baarle (zu Belgien) Nordbrabant Groningen Bundesrepublik Deutschland Limburg Friesland Flevoland Drente Nordholland IJsselmeer Utrecht Overijssel Gelderland Frankreich Belgien NordseeKarte: Provinz Utrecht in den Niederlanden
Über dieses Bild
Basisdaten
Hauptstadt Utrecht
Größte Stadt Utrecht
ISO 3166-2-Code NL-UT
Website www.provincie-utrecht.nl
Hymne Langs de Vecht en d'oude Rijnstroom
Politik
Königlicher Kommissar Willibrord van Beek
Regierende Parteien VVD, D66, CDA und GL
Bevölkerung
Einwohner 1.276.429 (5. von 12)
Landesanteil 7,5 % der Niederländer
Bevölkerungsdichte 922 Einw. pro km² (3. von 12)
Geographie
Fläche 1.449,12 km²
– Land 1.385,02 km² (12. von 12)
– Wasser 64,10 km²
Höhe - 5 bis 69 m ü. NAP
Koordinaten 52° N, 5° OKoordinaten: 52° N, 5° O
Verwaltungsgliederung
Gemeinden 26
Topographie der Provinz Utrecht

Topographie der Provinz Utrecht

Die Provinz Utrecht mit der Hauptstadt Utrecht ist die kleinste Provinz der Niederlande. Sie liegt im Osten des Ballungsgebietes Randstad, das den Westen der Niederlande ausmacht. Am 1. April 2016 hatte die Provinz 1.276.429 Einwohner.[1]

Ihre Bedeutung liegt vor allem in den Bereichen Dienstleistung und Verwaltung. Es gibt unter anderem in der Stadt Utrecht den Hauptsitz der Nederlandse Spoorwegen (NS) (Niederländische Eisenbahnen), einige Banken und (auch in der zweitgrößten Stadt der Provinz, Amersfoort) Versicherungsgesellschaften.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz ist in der Mitte der Niederlande gelegen. Der Westen besteht aus Poldern, die nordöstliche Hälfte ist ein bewaldetes Sandgebiet mit Hügeln, die bis zu 50-69 Meter hoch sind. Es trägt den Namen Utrechtse Heuvelrug („Utrechter Hügelrücken“).

Im Norden bestand früher bei Bunschoten ein Zugang zur Zuidersee, der sich heute auf das Eemmeer beschränkt, das durch Flevoland vom IJsselmeer abgeschnitten ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal wurde Utrecht als Gebiet 1375 urkundlich erwähnt. Ursprünglich war sie kirchliches Gebiet (Hochstift Utrecht: Niederländisch: t Sticht, im Dialekt der Provinz: ’t Stich). Zusammen mit Overijssel (damals: Oversticht), dem Oberen Stift, wurde Utrecht, das Niedere Stift, von den Bischöfen von Utrecht als Reichsfürsten verwaltet. In den vielen Konflikten zwischen Holland und Geldern standen die Utrechter Bischöfe meistens auf holländischer Seite. Im Achtzigjährigen Krieg übernahmen die Generalstaaten die Macht.

Ihre heutige Struktur hat die Provinz seit 1814.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Provinzialwahl 2015
(in %) [2]
 %
20
10
0
17,45
17,43
12,14
9,15
9,02
8,84
7,58
6,16
12,22
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,70
+6,71
+0,08
-5,51
-1,61
+0,63
-1,59
+1,40
+4,57
Sonst.
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Provinzialwahl 2015
9
9
6
4
5
4
4
3
2
3
Von 49 Sitzen entfallen auf:

Das Provinzialparlament (niederländisch Provinciale Staten) hat seinen Sitz im Provinciehuis in der Provinzhauptstadt Utrecht. Entsprechend der Bevölkerungszahl in der Provinz besteht das Parlament aus 49 Sitzen.

Bei der Provinzialwahl am 18. März 2015 erlangten die Parteien folgende Stimmanteile: VVD 17,45 % (9 Sitze), D66 17,43 % (9 Sitze), CDA 12,14 % (6 Sitze), PvdA 9,15 % (5 Sitze), PVV 9,02 % (4 Sitze), SP 8,84 % (4 Sitze), GroenLinks 7,58 % (4 Sitze), CU 6,16 % (3 Sitze), PvdD 4,14 % (2 Sitze), SGP 3,94 % (2 Sitze), 50Plus 2,88 % (1 Sitz), übrige 1,26 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,59 %.

Die nächste Provinzialwahl findet am 20. März 2019 statt.Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren

An der Spitze der Provinz steht der Kommissar des Königs. Das ist seit Januar 2015 der Rechtsliberale Willibrord van Beek. Das college van Gedeputeerde Staten, also die Regierung, wird seit 2011 von einer Koalition aus Rechtsliberalen, Linksliberalen, Christdemokraten und Grünlinken gebildet.

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dom zu Utrecht

Die Provinz umfasst seit 2011 noch 26 Gemeinden:

  1. Amersfoort (153.773)
  2. Baarn (24.533)
  3. Bunnik (14.846)
  4. Bunschoten (20.850)
  5. De Bilt (42.519)
  6. De Ronde Venen (42.639)
  7. Eemnes (8898)
  8. Houten (48.812)
  9. IJsselstein (34.114)
  10. Leusden (29.381)
  11. Lopik (14.168)
  12. Montfoort (13.797)
  13. Nieuwegein (61.721)
  14. Oudewater (10.109)
  15. Renswoude (5062)
  16. Rhenen (19.425)
  17. Soest (45.519)
  18. Stichtse Vecht (64.126)
  19. Utrecht (339.946)
  20. Utrechtse Heuvelrug (48.736)
  21. Veenendaal (63.880)
  22. Vianen (19.513)
  23. Wijk bij Duurstede (23.392)
  24. Woerden (51.234)
  25. Woudenberg (12.606)
  26. Zeist (62.313)

(Einwohner am 1. April 2016)[3]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lag das regionale Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, bei 152,45 % des Durchschnitts der EU-28.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Renger de Bruin: „We and our successors shall do justice by all“. Provincial Governement in Utrecht: a historical perspective. Übersetzung aus dem Niederländischen, Centraal Museum, Utrecht 2003, ISBN 90-73285-76-3

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand April 2016Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Verkiezingsuitslagen Provinciale Staten 1918 – heden Kiesraad
  3. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand April 2016Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  4. Eurostat Jahrbuch der Regionen 2014: (Kapitel 5: Economy; PDF, 18 Seiten, ca. 2,0 MB) und (Eurostat-Quellendaten zu Kapitel 5: Economy; XLS-Format, ca. 536 kB), ISBN 978-92-79-11695-7, ISSN 1830-9690 (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Provinz Utrecht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Provinz Utrecht – Reiseführer