Wilfried Basse

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Wilfried Basse (eigentlich Wilhelm-Friedrich Heinrich Hermann Basse; * 17. August 1899 in Hannover; † 6. Juni 1946 in Berlin) war ein deutscher Dokumentarfilmer und Kameramann, der erst in den 1970er/80er Jahren wiederentdeckt wurde, wegen seiner Haltung zum Regime der Nationalsozialisten jedoch umstritten ist.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilfried Basse war der Sohn des hannoverschen Bankiers Wilhelm Basse und Enkel des Bankiers und Politikers August Basse.[1]

Nach seinem Abitur 1919 begann er 1921 eine Banklehre bei seinem Vater, um später nach Berlin zu gehen und dort die "Basse Film GmbH" zu gründen.

„In Zusammenarbeit mit seiner Frau Gertrud und dem Kameramann Wolfgang Kiepenheuer entstehen bis 1939 zahlreiche Reportagen und Kulturfilme, die häufig Themen aus der Welt der Arbeit und des Sports behandeln“

Jorg Giesemann: Wir Wunderkinder. 100 Jahre Filmproduktion in Niedersachsen. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Historischen Museum Hannover vom 15. Oktober 1995 bis zum 16. Januar 1996.[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am bekanntesten ist sein 1932 bis 1934 gedrehter Dokumentarfilm "Deutschland - zwischen gestern und heute", der nach Eingriffen der Zensur mehrfach geändert werden musste; dieser Film wurde auf der Berlinale 1977 wiederaufgeführt.

  • Wolfgang Kiepenheuer (Zusammenstellung): Menschen im Deutschland von 1932 [Bildtonträger] : Deutschland zwischen gestern und heute, gekürzte Fassung des Originals, Frankfurt : Inter-Pathé-Film, [circa 1984], 1 Videokassette [VHS] (25 Min.) : s/w

Basse war bei Leni Riefenstahls Olympia-Film einer der Kameramänner.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film (mit Literatur- und Filmverzeichnis)
  • Rolf Aurich, Susanne Fuhrmann, Pamela Müller (Red.): Lichtspielträume. Kino in Hannover 1896–1991. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Theater am Aegi vom 6. Oktober bis zum 24. November 1991. Gesellschaft für Filmstudien, Hannover 1991, S. 146f.
  • Ines Katenhusen: Anmerkung 1105 [mit zahlreichen Literaturhinweisen], in: Kunst und Politik. Hannovers Auseinandersetzungen mit der Moderne in der Weimarer Republik, zugleich Dissertation an der Universität Hannover unter dem Titel Das Verständnis für eine Zeit gewinnt man vielleicht am besten aus ihrer Kunst, in der Reihe Hannoversche Studien, Schriftenreihe des Stadtarchivs Hannover, Band 5, Hannover: Hahn, 1998, ISBN 3-7752-4955-9, S. 346
  • Waldemar R. Röhrbein: BASSE, (1) Wilfried, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 43; online über Google-Bücher
  • Waldemar R. Röhrbein: Basse, (2) Wilfried, in: Stadtlexikon Hannover, S. 51
  • Rudolf Arnheim, Gertrud T. Basse, Friedrich Terveen: Wilfried Basse. Notizen zu einem fast vergessenen Klassiker des Deutschen Dokumentarfilms, in: Kraft Wetzel, Peter A. Hagemann: Liebe, Tod und Technik. Kino des Phantastischen 1933 - 1945. Verlag Volker Spiess, Berlin 1977. ISBN 3-920889-59-2. Dort. S. 77–97 (mit Filmographie)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Waldemar R. Röhrbein: BASSE, (1) Wilfried (siehe Literatur)
  2. Jorg Giesemann: Wir Wunderkinder. 100 Jahre Filmproduktion in Niedersachsen. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Historischen Museum Hannover vom 15. Oktober 1995 bis zum 16. Januar 1996. Hrsg.: Gesellschaft für Filmstudien. S. 276 (Redaktion: Susanne Höbermann, Pamela Müller).