Wilfried Schnepp

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Wilfried Schnepp (* 3. Juni 1957 in Lengerich) ist ein deutscher Professor der Pflegewissenschaft an der privaten Universität Witten/Herdecke und Leiter des Lehrstuhls für familienorientierte und gemeindenahe Pflege.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilfried Schnepp zog nach seiner Schulausbildung von Lengerich nach Osnabrück. Von 1974 bis 1977 absolvierte Wilfried Schnepp eine Krankenpflegeausbildung an der evangelischen Ausbildungsstätte des Münsterlandes für pflegerische Berufe e.V., bis 1981 die Fachweiterbildung in der Intensivpflege an den Katholischen sozialpflegerischen Fachschulen in Osnabrück. Von 1984 bis 1987 studierte Schnepp Pflegepädagogik an der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland, 1993 bis 1995 Nursing Science an der University of Wales und der Hogeschool van Utrecht. 2001 promovierte er in Utrecht zu dem Thema Familiale Sorge in der Gruppe der russlanddeutschen Spätaussiedler.

Wilfried Schnepp arbeitete nach seiner Ausbildung zunächst am Marienhospital Osnabrück in der Intensivpflege, später als Pflegerischer Leiter der Fachweiterbildungen und als Assistent der Pflegedienstleitung. An der Paracelsus-Klinik Osnabrück leitete er das Referat der innerbetrieblichen Fortbildungen. In Osnabrück lehrte er Pflegewissenschaft an der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland, anschließend an der FH Osnabrück.

Zahlreiche Auslandsaufenthalte führten ihn nach Sibirien, wo er für die Firma EPOS Health Consultants tätig war. In Tbilissi/Georgien engagierte er sich für die Entwicklung der häuslichen Pflege. Als Gastdozent ist er in den Niederlanden, Belgien und besonders in Österreich bis heute tätig.

2001 übernahm Wilfried Schnepp die kommissarische Leitung des Lehrstuhls für familienorientierte und gemeindenahe Pflege an der privaten Universität Witten/Herdecke. Am 17. November 2005 wurde er auf den gleichnamigen Lehrstuhl als Lehrstuhlinhaber berufen.

Schnepp gilt als Anhänger der Qualitativen Sozialforschung und Kritiker von Evidence Based Healthcare.

2005 zog er nach Witten. Wilfried Schnepp hat drei Kinder. Sein Sohn ist der in Berlin lebende Fotokünstler Simon Schnepp, der zum Fotografenkollektiv Neue Langeweile zählt.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher:

  • Wilfried Schnepp (2002): Angehörige pflegen, Verlag Hans Huber, ISBN 3456836775
  • Wilfried Schnepp (2002): Familiale Sorge in der Gruppe der russlanddeutschen Spätaussiedler, Verlag Hans Huber, ISBN 3456838239

Zeitschriften:

  • Wilfried Schnepp (2006): Im Angesicht des Anderen: Schützen müssen, in: Pflege&Gesellschaft 1/2006, S. 61–76
  • Metzing, S., Schnepp, W., Hübner, B., Büscher, A. (2006): Die Lücken füllen und in Bereitschaft sein – Kinder und Jugendliche als pflegende Angehörige, in: Pflege&Gesellschaft 11(4): 351–373

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]