Paracelsus-Kliniken
| Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH & Co. KGaA
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|---|---|
| Rechtsform | GmbH & Co. KGaA |
| Gründung | 1968 |
| Sitz | Osnabrück |
| Leitung | Martin Siebert (Vors.), Michael Schlickum |
| Mitarbeiterzahl | ca. 5200 |
| Umsatz | 409,22 Mio. EUR (2016) |
| Branche | Gesundheitswesen |
| Website | www.paracelsus-kliniken.de |
| Stand: 2016 | |
Die Paracelsus-Kliniken sind eine deutsche Klinikgruppe mit Hauptsitz in Osnabrück.
Unternehmensprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Paracelsus-Kliniken zählen mit rund 40 Einrichtungen an insgesamt 25 Standorten zu den großen privaten Klinikträgern in Deutschland. Bundesweit betreuen insgesamt ca. 5.200 Mitarbeiter jährlich mehr als 100.000 stationäre Patienten. Bereits in der zweiten Generation waren die Paracelsus-Kliniken mit Sitz in Osnabrück inhabergeführt. Eigentümer Manfred Georg Krukemeyer, Facharzt für Chirurgie, hatte die Paracelsus-Kliniken einst von seinem Vater übernommen, der die Gruppe Ende der Sechzigerjahre gegründet hatte.[1]
Am 21. Dezember 2017 stellten die Geschäftsführung beim Amtsgericht Osnabrück einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung.[2] Die Schweizer Beteiligungsgesellschaft Porterhouse Group, die Felix Happel, dem Sohn von Otto Happel, gehört, übernahm die Klinikgruppe zum 1. August 2018. Die Insolvenz wurde damit beendet.[3]
Konzernhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Ursprünge des Klinikkonzerns gehen auf die Grundsteinlegung der Paracelsus-Klinik Osnabrück im Jahr 1968 zurück, die von Hartmut Krukemeyer gegründet wurde.
Mit dem Konzept der Praxiskliniken wurde bereits Ende der 1960er Jahre eine Integration zwischen stationärer und ambulanter Versorgung nicht nur durch den behandelnden Arzt, sondern auch räumlich realisiert.
In den 1970er und 1980er Jahren wurden zunächst weitere Akut-Krankenhäuser in ganz Deutschland in die private Trägerschaft übernommen. Mit dem Betrieb der ersten Rehabilitationsklinik hat sich das Unternehmen gegen Ende der 1980er Jahre ein weiteres wirtschaftliches Standbein aufgebaut.
Im November 2019 wurde bekannt, dass die Paracelsus-Stammklinik in Osnabrück an die Krankenhausgruppe Niels-Stensen-Kliniken aus Georgsmarienhütte verkauft wurde.[4][5] Zuvor war eine geplante Beteiligung der städtischen Klinikum Osnabrück GmbH an dem Klinikstandort gescheitert.[6] Zudem wurde eine Zusammenarbeit zwischen den Paracelsus-Kliniken und den Niels-Stensen-Kliniken im Bereich Digitalisierung vereinbart.[4]
Organe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Vorsitzender der Geschäftsführung der Paracelsus-Kliniken war bis zu seinem Tod am 9. September 2018 Michael Philippi, den Aufsichtsrat führt Herbert Rebscher.
Paracelsus-Kliniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Paracelsus-Akut-Krankenhäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die 15 Paracelsus-Kliniken verfügen über 2.073 Betten mit 79.856 Patientenfällen.
- Paracelsus-Klinik Adorf
- Paracelsus-Klinik Bad Ems
- Paracelsus-Klinik Bremen
- Paracelsus-Klinik Düsseldorf-Golzheim
- Paracelsus-Klinik am Silbersee Hannover-Langenhagen
- Paracelsus-Nordseeklinik Helgoland
- Paracelsus-Klinik Hemer
- Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg
- Paracelsus-Elena-Klinik Kassel
- Paracelsus-Klinik München
- Paracelsus-Klinik Osnabrück – jetzt Niels-Stensen-Kliniken Osnabrück Natruper Holz[7]
- Paracelsus-Klinik Reichenbach
- Paracelsus-Klinik Schöneck
- Paracelsus-Klinik Zwickau
- Berit Paracelsus-Klinik Speicher (Schweiz)
Paracelsus-Rehabilitations-Kliniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die 12 Rehakliniken verfügen über 1.721 Betten mit 20.682 Patientenfällen.
- Paracelsus-Klinik Am Schillergarten Bad Elster
- Paracelsus-Berghofklinik Bad Essen
- Paracelsus-Berghofklinik II Bad Essen
- Paracelsus-Wiehengebirgsklinik Bad Essen
- Paracelsus-Wittekindklinik Bad Essen
- Paracelsus-Klinik am See Bad Gandersheim
- Paracelsus-Klinik an der Gande Bad Gandersheim
- Paracelsus-Roswitha-Klinik Bad Gandersheim
- Paracelsus-Klinik Scheidegg
- Paracelsus-Harz-Klinik OT Bad Suderode bei Quedlinburg
- Berit Paracelsus-Klinik Teufen (Schweiz)
- Paracelsus Gesundheitszentrum Bad Gandersheim
Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Jahr 2015 wurde der Paracelsus-Klinik Karlsruhe zweimal von der zuständigen Aufsichtsbehörde der Operationsbetrieb untersagt, da wiederholt bei Kontrollen Probleme mit der Einhaltung der Hygienevorschriften für das Operationsbesteck festgestellt wurden. Die Verträge mit den externen Dienstleistern, die das OP-Besteck aufbereiteten, wurden daraufhin gekündigt. Erneute Kontrollen liefen beanstandungslos,[8] bis der Standort Karlsruhe-Durlach Ende Februar 2018 geschlossen wurde.[9]
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Paracelsus-Kliniken locken hochkarätige Kaufinteressenten spiegel.de, am 4. April 2018
- ↑ Betrieb läuft zunächst weiter: Paracelsus-Kliniken melden Insolvenz an. n-tv, 21. Dezember 2017, abgerufen am 5. April 2018.
Paracelsus: Kritik und Optimismus nach Insolvenz. Norddeutscher Rundfunk, 22. Dezember 2017, abgerufen am 5. April 2018.
Paracelsus-Kliniken insolvent. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung 297/2017, 22. Dezember 2017, Seite 22. - ↑ https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/klinikmanagement/article/968911/insolvenzverfahren-beendet-paracelsus-kliniken-neuem-eigentuemer.html
- ↑ a b Paracelsus-Klinik in Osnabrück schon ab Januar Geschichte, hasepost.de, 27. November 2019, abgerufen am 28. November 2019.
- ↑ Paracelsus-Klinik zieht in die Osnabrücker Innenstadt um, noz.de, 27. November 2019, abgerufen am 28. November 2019.
- ↑ Fusion von Paracelsus-Klinik und Klinikum Osnabrück gescheitert, noz.de, 25. März 2019, abgerufen am 28. November 2019.
- ↑ Paracelsus-Klinik Osnabrück
- ↑ Hygiene-Mängel in Paracelsus Klinik: Wann darf wieder operiert werden? Ka-news.de, 26. November 2011, abgerufen am 5. April 2018.
- ↑ ka-news.de: Ende steht kurz bevor: Paracelsus-Klinik in Durlach schließt endgültig, abgerufen am 3. September 2018.
Koordinaten: 52° 17′ 18,4″ N, 8° 0′ 44,6″ O