Wilhelm Valckenberg (Politiker, 1790)

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Wilhelm Joseph Valckenberg (* 1. März 1790 in Worms; † 2. Januar 1847 ebenda) war ein hessischer Großhändler, Politiker und Abgeordneter der 2. Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm Valckenberg war der Sohn des Wormser Bürgermeisters Peter Joseph Valckenberg und dessen Ehefrau Juliane Margarethe, geborene Vierling. Valckenberg, römisch-katholisch, war Weinhändler und Chef der Firma „Peter Joseph Valckenberg“ in Worms. Er heiratete am 30. Mai 1811 in Worms Anna Maria, geborene Euler(* 10. November 1793 in Mainz; † 16. Juli 1825 ebenda), Tochter des Rentiers Franz Euler und der Susanna Krieger aus Speyer. Die gemeinsamen Kinder waren:

  • Franz Peter Joseph Valckenberg (1812–1854), Weinhändler, Chef der Firma „Peter Joseph Valckenberg“ in Worms, verheiratet 1840 mit seiner Cousine Maria Urbach, 1819–1852. Dessen Sohn Wilhelm Josef Dieudonné Valckenberg (1844–1914) wurde ebenfalls hessischer Landtagsabgeordneter.
  • Susanna Anna Hundhausen, geb. Valckenberg (1813–1895), verheiratet Ludwig Hundhausen (1804–1845), Ghz. Hess. Notar in Gau-Algesheim
  • Franz Valckenberg (1820–1886), Weinhändler, Chef der Firma „Peter Joseph Valckenberg“ in Worms, verheiratet 1856 Jacobine König, 1830–1910, aus Köln
  • Marie Kroll, geb. Valckenberg (1822–1895), verheiratet Carl* Friedrich Kroll, 1815–1866 (gefallen), Ghz. Hess. Major und Unterchef des Generalstabs der Ghz. Hess. Division
  • Friedrich Wilhelm Valckenberg (1825–1887), Weinhändler, Chef der Firma „Peter Joseph Valckenberg“ in Worms, verheiratet 1858 mit seiner Cousine Anna Reinhart, 1839–1915

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm Valckenberg war Weinhändler und Chef der Firma „Peter Joseph Valckenberg“ in Worms, die den größten Teil des Weingartens um die Liebfrauenkirche in Worms bewirtschaftet. Heute gehören 90 % der Lage „Kirchenstück“ zum Weingut P. J. Valckenberg, 13,3 ha, sowie die Lagen Kreuzgang, Kapitelhaus und Klostergarten. Wilhelm Valckenberg war Mitglied der Wormser Freimaurerloge Zum wiedererbauten Tempel der Bruderliebe.

Von 1841 bis 1847 gehörte er der Zweiten Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen an. Er wurde für den Wahlbezirk der Stadt Worms gewählt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Georg Ruppel, Birgit Groß: Hessische Abgeordnete 1820–1933. Biographische Nachweise für die Landstände des Großherzogtums Hessen (2. Kammer) und den Landtag des Volksstaates Hessen (= Darmstädter Archivschriften. Bd. 5). Verlag des Historischen Vereins für Hessen, Darmstadt 1980, ISBN 3-922316-14-X, S. 257.
  • Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 388.
  • David Friedrichsdorf, Städtische Gesellschaft und Wormser Freimaurer 1815–1845. Die Logenreden Wilhelm Valckenbergs, in: Wormsgau 27 (2009), S. 93–140.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]