Wilhelm von Bismarck (Landrat)

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Ludolf August Wilhelm von Bismarck (* 15. August 1867 in Stendal; † 24. Juni 1935 in Jestädt) war ein preußischer Landrat.

Herkunft und familiäres Umfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm von Bismarck entstammte dem Zweige Briest des altmärkischen uradeligen Geschlechts derer von Bismarck, das in der Mark Brandenburg und anderen preußischen Provinzen weit verbreitet ist und in Stendal seinen Ursprung hatte und dort im Rat der Stadt saß, bis es mit dem markgräflich brandenburgischen Rat, Hofmeister und Kanzler Nikolaus (Claus) von Bismarck (um 1308–1377) mit Burgstall belehnt und damit landsässig wurde.[1] Er war der älteste Sohn des königlich preußischen Wirklichen Geheimrates, Landrates und Landeshauptmannes der Altmark Ludolf August von Bismarck (1834–1924), Fideikommissherrn auf Briest und Herrn auf Welle, und der Elisabeth Woldeck von Arneburg (1842–1882).[2]

Berufliche Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm von Bismarck trat nach dem Studium der Rechte in den preußischen Verwaltungsdienst ein und wurde schließlich wie schon sein Vater königlich preußischer Landrat des Kreises Stendal. Nach dem Tode seines Vaters erbte er dessen Fideikommissgut Briest, während das ebenfalls seinem Vater gehörige Gut Welle im Kreis Stendal, das nicht zum Fideikommiss gehörte, an seinen jüngeren Bruder Bernhard Ludolf von Bismarck (1876–1935), königlich preußischer Major, ging.[3] Verheiratet war Wilhelm von Bismarck seit dem 27. Juni 1903 mit Edith Gräfin von der Schulenburg (1881–1970), einer Tochter des königlich preußischen Oberpräsidenten und Landrates a. D. Friedrich von der Schulenburg, Fideikommissherrn auf Angern. Der Ehe entsprossen vier Söhne und drei Töchter. Er war Mitglied des Corps Saxonia Göttingen.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genealogisches Handbuch der Adligen Häuser. Reihe A, Band XVI (= Genealogisches Handbuch des Adels, Band 76). C. A. Starke-Verlag, Limburg an der Lahn 1981, S. 6.
  2. Genealogisches Handbuch der Adligen Häuser. Reihe A, Band XVI (= Genealogisches Handbuch des Adels, Band 76). C. A. Starke-Verlag, Limburg an der Lahn 1981, S. 9.
  3. Genealogisches Handbuch der Adligen Häuser. Reihe A, Band XVI (= Genealogisches Handbuch des Adels, Band 76). C. A. Starke-Verlag, Limburg an der Lahn 1981, S. 14.
  4. Kösener Korpslisten 1910, 85, 380