Wilhelm von Meyer

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Wilhelm von Meyer als Bonner Preuße

Wilhelm Leutold von Meyer (* 11. Dezember 1816 in Berlin; † 10. September 1892 ebenda)[1] war ein preußischer Landrat und Mitglied des Deutschen Reichstags. Er war Generaldirektor der Neumark und der Land-Feuer-Sozietät. Am 1. Juli 1865 wurde er vom König Wilhelm I. in den Adelsstand erhoben. Ferner war er Herr auf Helpe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie Meyer stammt aus Pommern, wo bereits um 1700 der Ahnherr Heinrich Meyer Hof- und Gerichts-Apotheker in Stettin war. Die Eltern waren Dr. med Johann Karl Heinrich Meyer und dessen Ehefrau Sophie Gottliebe Gebike.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meyer besuchte verschiedene Berliner Gymnasien und die Universitäten Halle, Berlin und Bonn. In Bonn wurde er 1838 Mitglied des Corps Borussia.[2] Nach Beendigung seiner Studien war er Referendar in Wriezen und Frankfurt (Oder) von 1840 bis 1845. Er kaufte am 12. März 1846 für 31.780 Taler vom Amtmann Ohmann das Gut Helpe und war von 1846 bis 1884 Landrat in Arnswalde. Er war Mitglied des Arnswalder Kreistages, des Brandenburgischen Provinziallandtages, des Provinzial-Ausschusses, ferner des Preußischen Hauses der Abgeordneten von 1849 bis 1853, 1870 bis 1873 und ab 1877 für den Wahlkreis Arnswalde-Friedeberg.[3] Meyer war Rittergutsbesitzer in Helpe im Kreis Arnswalde und wurde 1865 geadelt.

Von 1890 bis zu seinem Tode war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Regierungsbezirk Frankfurt 1 Arnswalde, Friedeberg und die Deutschkonservative Partei.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war zweimal verheiratete. Am 23. November 1846 heiratete er in Freienwalde Marie Auguste Treumann (* 7. Dezember 1819; † 2. Juli 1864). Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Richard (* 22. Juli 1848), Premier-Lieutenant
  • Michael Johannes (* 19. August 1851; † 12. Oktober 1895), Landrat in Arnswalde ⚭ 30. November 1888 Martha Booth (* 3. Oktober 1864)

Nach ihrem Tod heiratete er am 25. November 1865 Anna Klementine Barth (* 19. Juni 1839; † 6. Dezember 1906). Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Maria (* 9. November 1866; † 1929) ⚭ 10. Oktober 1889 Rudolf Havenstein, Geheimer Finanzrat, Präsident der Reichsbank (1857–1923)
  • Heinrich Robert (* 3. Dezember 1868; † 10. April 1940), königlich-preußischer Landrat ⚭ 2. November 1907 Eveline Charlotte Eva Friederike von Schroeder (* 19. November 1879; † 2. September 1945)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marcelli Janecki, Handbuch des Preußischen Adels, Band 1, S. 395
  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser, 1907, Erster Jahrgang, S.530

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 179.
  2. Kösener Korps-Listen 1910, 19, 143
  3. Bernhard Mann (Bearb.) unter Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh, Thomas Kühne: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 269.