Willi Kollo

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Gedenktafel am Haus Friedrichstraße 101, in Berlin-Mitte
Grabstätte, Trakehner Allee 1, in Berlin-Westend

Willi Kollo (eigtl. Kollodzieyski; * 28. April 1904 in Königsberg; † 4. Februar 1988 in Berlin) war ein deutscher Komponist und Autor.

Er war der Sohn des Komponisten Walter Kollo und begann seine Laufbahn in jungen Jahren als enger Mitarbeiter seines Vaters. So verfasste er schon als Zwölfjähriger Texte für dessen Operetten. Später machte er sich einen Namen als Autor von Kabarett-Revuen in Berlin Ende der 1920er Jahre. Seit 1930 schrieb er zudem Drehbücher und Filmmusik. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog er von Berlin nach Hamburg, um 1955 wieder nach Berlin zurückzukehren. Er gründete einen Musikverlag, der auch seine eigenen Chansons herausgab.

Ein Werbespruch seiner Firma in den 1950er Jahren:

Was immer auch der Nachwuchs treibt,
ob Rock er, Chacha, Mambo schreibt:
Kollo bleibt!

Willi Kollo war der Vater des Tenors René Kollo und der Agentin für Musiktheater und Musik- und Bühnenverlegerin Marguerite Kollo

Er wurde auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin beerdigt. Die Grabstätte befindet sich im Feld 13-C-2. Am 30. September 2010 wurde am Berliner Admiralspalast eine Gedenktafel für Walter und Willi Kollo enthüllt, die u.a. an die Zusammenarbeit zwischen Vater (Komponist) und Sohn (Textdichter) bei der Operette Marietta erinnert, die 1917 im Metropol-Theater Berlin uraufgeführt wurde. Daraus stammen u.a. die Titel „Was eine Frau im Frühling träumt“ und „Warte, warte nur ein Weilchen“.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willi Kollo: „Als ich jung war in Berlin…“ Literarisch-musikalische Erinnerungen. Bonus-CD mit 23 historischen Aufnahmen von Walter und Willi Kollo. Bearbeitet und herausgegeben von seiner Tochter Marguerite Kollo, Schott, Mainz 2008, ISBN 978-3-00-047615-0 - ebook-ISBN 978-3-00-048857-3.
  • Willi Kollo: Hörbuch „Als ich jung war in Berlin…“ Literarisch-musikalische Erinnerungen. 3 CD-Box, gelesen von Marguerite & René Kollo, incl. historische Tonaufnahmen, duo-phon-records 2010, ISBN 978-3-937127-18-7
  • Willi Kollo: Jahreszeiten meines Lebens – Ein Lachen klingt, ein Lächeln schweigt. Gedichte aus dem Leben des Autors 1904–1988, bearbeitet und herausgegeben von Marguerite Kollo, ISBN 978-3-00-052785-2

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1929: Eveline und ihr Rin-Tin-Tin – Ich hab zuhaus ’nen riesengrossen Rintintin
  • 1929: Jetzt geht’s der Dolly gut – Jetzt geht’s der Dolly gut
  • 1929: Zille-Typen – Das war sein Milljöh
  • 1931: Meine Frau, die Hochstaplerin – Ich zieh mit dir in ein kleines Stübchen – Zum Glück gehören zwei, mein Kind
  • 1933: Liebe muß verstanden seinEin kleiner Vorschuß – Gibt’s im Radio Tanzmusiki
  • 1934: Jungfrau gegen Mönch – Man lebt ja doch nur einmal – Warum bist du so allein
  • 1937: Ball im Metropol – Ein ganzer Tag mit dir allein – Heut ist ein Märchen der Liebe aufgewacht
  • 1937: Meine Freundin Barbara – Wovon andre Mädchen träumen, davon träum ich auch
  • 1939: Wir tanzen um die Welt – Tanzen und jung sein – Einmal wirst du wieder bei mir sein – Nur keine Komplimente – Wir wünschen Ihnen alles Gute – Das kleine Koffergrammophon
  • 1941: Krach im Vorderhaus – Berlin, dir bleib ich treu – Ich bin ein Berliner Kind
  • 1942: Zwei in einer großen Stadt – Zwei in einer großen Stadt – Morgen um diese Zeit – Heute Nacht
  • 1948: Arche Nora – Nur nicht weinen
  • 1949: Die Freunde meiner Frau – Ich bin heut so vergnügt – Wir wollen Reinemachen – Spießer-Song – Reizende Dorothee
  • 1954: Hoheit lassen bitten – Wenn man liebt ist immer Sonntag – Du bist die Königin in meinem Herzen – Irgendwann an irgendeinem Tag im Jahr
  • 1958: Solang noch Untern Linden

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Willi Kollo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien