Windpark Markbygden

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„Windpark Markbygden“
Lage
Land Schweden
Daten
Typ Onshore-Windpark
Primärenergie Windenergie
Leistung > 4 GW (elektrisch)
Betreiber diverse
Turbine diverse
Website Website des Projektierers
Stand Juni 2018
f2

Der Windpark Markbygden ist ein in Bau befindlicher Windparkcluster in nahe der nordschwedischen Stadt Piteå. Er besteht aus verschiedenen Teilflächen, die in drei Bauphasen und ein Pilotprojekt unterteilt sind. Geplant wird das Projekt von Svewind, ein Teil der Flächen wurde an teils unbekannte Eigentümer veräußert. Insgesamt sollen etwa 1100 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 4 GW installiert werden. Es wird daher auch unter der Marke 1101* vermarktet. Mit Stand Juni 2018 haben alle Bauphasen die Baugenehmigung erhalten.[1]

Bauphasen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pilotphase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vorausphase besteht aus folgenden zwei Projekten:

  • Dragaliden – Die 12 Windkraftanlagen haben insgesamt eine installierte Leistung von 24 MW. Der Windpark befindet sich seit Dezember 2010 in Vollbetrieb, 2 der Anlagen gingen schon Ende 2008 in Betrieb.
  • Stor-Blåliden – Straßenbau begann 2014, Baubeginn war 2016, 8 Turbinen sollen errichtet werden.

Phase 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauphase 1 besteht aus den drei unterschiedlichen Teilflächen Ersträsk, Skogberget und Markbygden ETT (schwedisch: Eins), die eine installierte Leistung von 183, 84 und 650 MW haben. In Summe sind 314 Turbinen mit insgesamt 917 MW Leistung geplant. Sowohl Ersträsk als auch Markbygden ETT sind mit Stand Juni 2018 in Bau.[1]

Mit seinen 650 MW soll Markbygden ETT der größte zusammenhängende Windpark in Europa werden. Installiert werden dort 179 Windkraftanlagen des Typs GE 3.6-137, die aufgrund der Umweltbedingungen am Standort mit einem Rotorblattenteisungssystem ausgestattet werden. Für diese Teilfläche wurde mit dem Aluminiumproduzenten Norsk Hydro ein Stromabnahmevertrag über 19 Jahre geschlossen. Norsk Hydro will auf diese Weise den Einkaufspreis für einen großen Teil seiner benötigten elektrischen Energie konstant halten.[2] Im Juli 2018 übernahm die China Guangdong Nuclear Power Group 75 % der Anteile an dem 179 Windkraftanlagen umfassenden Projekt.[3]

In der Teilfläche Ersträsk stehen mit Stand November 2018 26 Windkraftanlagen des Typs Enercon E-103 EP2 mit einer Leistung von je 2,35 MW. Zudem sollen bis Ende 2019 noch 42 Anlagen des Typs Enercon E-126 EP3 mit 3 MW Nennleistung errichtet werden.[4]

Skogberget wurde bereits 2013 fertiggestellt und besteht ebenfalls aus Enercon-Anlagen.[4] Dort kamen 36 Anlagen des Typs Enercon E-92 mit zusammen 84,6 MW zum Einsatz.

Phase 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauphase 2 erhielt Ende 2015 die Baugenehmigung. Derzeit werden 201 Enercon E-138 EP3 dort aufgestellt.[1] Das Projekt wird von Enercon entwickelt und ist mit Stand November 2018 in Bau. Es soll 1,1 GW umfassen, erste Bodenarbeiten haben bereits begonnen. Fertiggestellt soll es im dritten Quartal 2021 werden, der Netzanschluss soll ab Juli 2020 vorhanden sein.[4] Ein Umspannwerk mit einer Kapazität von 1,3 GW wird in Trolltjärn errichtet. Netzbetreiber ist Svenska kraftnät.

Phase 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauphase 3 soll die Installation von 442 Windkraftanlagen mit zusammen ca. 1,8 GW an installierter Leistung umfassen. Diese Ausbauphase erhielt zunächst im Jahr 2016 Baurecht. Nach einer Klage wurde dieses zunächst ausgesetzt, die ursprüngliche Genehmigung aber im Juni 2018 bestätigt.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Appeal court approves 1.8GW Swedish project. In: Windpower Monthly, 20. Juni 2018. Abgerufen am 21. Juni 2018.
  2. 650-MW-Onshore-Windpark für Schweden. In: Erneuerbare Energien. Das Magazin, 15. November 2017. Abgerufen am 21. Juni 2018.
  3. CGN buys 75% stake in Sweden's Markbygden. In: Windpower Monthly, 18. Juli 2018. Abgerufen am 18. Juli 2018.
  4. a b c Enercon to build 1.1GW Sweden site. In: Windpower Monthly, 21. November 2018. Abgerufen am 23. November 2018.