Wolf-Arno Kropat

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Wolf-Arno Kropat (* 17. August 1932 in Görlitz; † 14. April 2004) war ein deutscher Historiker und Archivar.

Nach dem Studium der Fächerkombination Geschichte, Latein und Philosophie in Marburg und Freiburg promovierte er 1962 über „Reich, Adel und Kirche in der Wetterau von der Karolingerzeit bis zum Spätmittelalter“. Von 1962 bis 1964 war er Referendar am Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden, wo er nach seiner Ausbildung auch übernommen wurde. 1976 wurde er Leiter des Hessischen Hauptstaatsarchivs. Bis zum 31. Dezember 1995 hatte er dieses Amt inne. Sein historisches Interesse in seiner Zeit am Hauptstaatsarchiv galt dem 19. und vor allem dem 20. Jahrhundert. Zum eigentlichen Arbeitsschwerpunkt wurden aktuelle Themen, wie z. B. das Schicksal der hessischen Juden oder die Frühgeschichte des Bundeslandes Hessen.

Von 1990 bis 2004 war er Vorsitzender der Historischen Kommission für Nassau, die er für die Geschichte des Bundeslandes Hessen insgesamt öffnete. Eine Schlüsselstellung nahm Kropat auch in der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen ein. Ähnlich richtungweisend war sein Engagement in der Kommission des Hessischen Landtags zur Erforschung der politischen und parlamentarischen Geschichte des Landes Hessen, an deren Zustandekommen im Jahr 1979 er großen Anteil hatte. Seit 1976 war er auch im Vorstand des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Winfried Schüler: Nekrolog Ltd. Archivdirektor a. D. Wolf-Arno Kropat, in: Nassauische Annalen 116 (2005), S. 597–599.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]