Wolfgang Kühlwein

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Wolfgang Kühlwein (* 20. April 1940 in Nürnberg) ist ein deutscher Anglist, Linguist und emeritierter Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur an der Fürther Oberrealschule studierte Kühlwein von 1959 bis 1962 Anglistik, Germanistik, Slavistik und zuletzt zwei Semester Rechtswissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 1962 wurde er Mitglied des Corps Onoldia.[1]

1963/64 war er Lektor an der Universität Manchester. Nachdem er 1964 in Erlangen das Erste Staatsexamen in Englisch und Deutsch gemacht hatte, ging er für fünf Jahre nach Kiel, zunächst als Wissenschaftlicher Assistent am Englischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Dort promovierte er 1966 summa cum laude zum Dr. phil.. Schon damals wandte er sich der Computerlinguistik zu. Ab 1967 war er Dozent an der Pädagogischen Hochschule Kiel.

1969 ging er als Oberassistent an die Universität Stuttgart, an der er sich 1970 für Englische Philologie habilitierte.

Im selben Jahr folgte er dem Ruf der Universität Trier-Kaiserslautern auf den Lehrstuhl für Englische Philologie in Trier. 1970/71 war er Dekan seiner Fakultät, 1970 bis 1972 Stellvertretender Leiter der Universität Trier-Kaiserslautern. Von 1989 bis 1992 nahm er am Hochchinesisch-Programm der Studienbegleitenden Fremdsprachenausbildung teil, das er mit Auszeichnung abschloss. Neben Englisch sind Kühlweins Hauptarbeitsgebiete Theoretische Linguistik, Historische Linguistik, Kontrastive Linguistik, Semantik, Lexikologie und Soziosemiotik.

Er hielt Gastprofessuren in Luxemburg 1971 bis dato, China, Indonesien, Irland, Polen, Südamerika, Ostasien, im Pazifischen Raum und in den USA. Häufig evaluierte er Bachelor- und Master-Studiengänge von Universitäten in Skandinavien und im Baltikum.

Am 30. September 2005 wurde er emeritiert.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Corps Onoldia
  • Deutscher Anglistenverband
  • Ehrenmitglied der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (1986; Präsident 1976–1986)
  • Humboldt-Gesellschaft
  • Association Internationale de Linguistique Appliquée (Vizepräsident 1981–1987)

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas J. Schuth, Kristine Horner, Jean Jacques Weber (Hrsg.): Life in Language. Studies in Honour of Wolfgang Kühlwein. WVT, Wissenschaftlicher Verlag, Trier 2005, ISBN 3-88476-733-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1996, 111, 1328