Wolfgang Schöne (Kunsthistoriker)

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Wolfgang Schöne (* 11. Februar 1910 in Marburg; † 17. August 1989 in Hamburg) war ein deutscher Kunsthistoriker.

Nach dem Studium in München, Freiburg im Breisgau, Göttingen und Berlin promovierte er 1934 in Frankfurt am Main. In Göttingen war er ein Schüler von Wolfgang Stechow. Ab 1936 betätigte er sich als Volontärassistent an der Nationalgalerie Berlin und erhielt ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Schöne, der bereits seit 1933 Mitglied der nationalsozialistischen SA war, wurde 1937 auch Mitglied der NSDAP.[1] In Freiburg habilitierte er im Jahre 1943.

Ab 1945 lehrte er als Dozent an der Universität Hamburg, ab 1947 wurde er dort zum Ordinarius ernannt. In den Jahren 1964 bis 1966 betätigte er sich als Vizepräsident der Joachim-Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften. 1971 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt.[2]

Einen zentralen Gesichtspunkt in Schönes kunsthistorischer Arbeit bildete das Licht in den Darstellungen der großen Meister. Hier prägte er den Begriff des transzendentalen Leuchtlichts. Dabei verstand er darunter nicht die Erscheinung des physikalischen Lichts (Eigenlicht) einer Lichtquelle als Mittel einer Darstellung, sondern als Repräsentation der Transzendenz der Darstellung. So bilde das auf eine weiße Wand geworfene Licht einer Lichtquelle das Reflexlicht (als Beleuchtungslicht) oder applizierte Licht, welches dann indirekt die Darstellung beleuchtet. Seine entscheidende Arbeit erschien über diesen Zusammenhang 1954 in dem Buch Über das Licht in der Malerei.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Habel: Wer ist wer? Berlin 1970.
  • Alfred Hentzen: Wolfgang Schöne an der Berliner National-Galerie. In: Wilhelm Schlink u. Martin Sperlich (Hrsg.): Forma et subtilitas. Festschrift für Wolfgang Schöne zum 75. Geburtstag. Berlin 1986. S. 269–289.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jutta Held: Kunstgeschichte an den Universitäten im Nationalsozialismus. V & R unipress, Göttingen 2003, ISBN 3-89971-118-1, S. 207 (online).
  2. Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Folge 3, Bd. 246 = Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse. Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 217.