Wombach

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Wombach
Koordinaten: 49° 58′ 43″ N, 9° 34′ 14″ O
Höhe: 150–200 m
Fläche: 5,83 km²
Einwohner: 1973 (1. Jun. 2015)
Bevölkerungsdichte: 338 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 97816
Vorwahl: 09352
Ortsansicht (2012)
Ortsansicht (2012)

Wombach ist ein Stadtteil von Lohr am Main im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Regierungsbezirk Unterfranken in Bayern.

Der Stadtteil hat ca. 2000 Einwohner (Lohr am Main insgesamt ca. 16000).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wombach liegt, in baulichem Anschluss im Süden ans zentrale Lohr, in der Lohrer Talweitung am rechten Hang des Maintales auf Höhen von etwa 150–200 m ü. NHN. Durch den Ort ziehen der Muschbach und der Lochbrunnengraben von den im oberen Teil bewaldeten Spessarthöhen im Westen und Süden herab und vereinen sich mit dem Landgraben, der dem unteren Hangfuß und der östlichen Gemarkungsgrenze entlangfließt. Der aus ihnen vereinte Sandgraben mündet weiter abwärts in den Main.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde Wombach 1325 als Wonenbach beim Verkauf von Gütern des Grafen Ludwig d. J. von Rieneck an das Kollegiatstift St. Peter und Alexander in Aschaffenburg urkundlich erwähnt. Es ist unklar, ob sich Wombach damals im Eigentum des Erzstifts Mainz oder im Eigenbesitz der Grafen von Rieneck befand. 1339 war Wombach erneut im Besitz derer von Rieneck, nun sicher als Lehen des Mainzer Erzstifts. Die Grafen von Rieneck ließen ihren Wombacher Besitz durch Gefolgsleute verwalten.

1348 war der Edelknecht Heinrich von Hohenlohe Verwalter des Guts. Im 15. Jahrhundert verpfändete das Mainzer Erzstift verschiedene Orte, darunter auch Wombach, an die Rienecker, konnte das Pfand 1479 jedoch wieder einlösen. Nachdem 1531 das Schlösschen im Nachbarort Rodenbach am Main erbaut worden war, wurde Rodenbach zum Hauptort des Mainzer Lehens. Nach dem Aussterben der Grafen von Rieneck mit Philipp III. im Jahr 1559 fiel das Lehen an das Erzstift Mainz zurück, das sich künftig den Besitz an Wombach und weiteren Dörfern mit den Grafen von Hanau teilte.

Wombach bildete künftig eine Gemeinde mit Rodenbach und zählte zum Hanau'schen Amt Partenstein. Auch 1640 ist noch von einer Gemeinde die Rede, bevor die Orte im 18. Jahrhundert wieder getrennt wurden. 1746 belehnte der Mainzer Kurfürst Philipp Christoph von Erthal mit dem Rodenbacher Burglehen und dem anhängigen Besitz in Wombach und Sackenbach. Im Jahre 1814 wurde Wombach infolge der Befreiungskriege bayerisch.

Im Jahre 1862 wurde das Bezirksamt Lohr am Main gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Wombach lag. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Wombach war nun eine der 26 Gemeinden im Landkreis Lohr am Main (späteres Kfz-Kennzeichen LOH). Mit Auflösung des Landkreises Lohr im Jahre 1972 kam Wombach in den neu gebildeten Landkreis Main-Spessart (späteres Kfz-Kennzeichen MSP).

Am 1. Januar 1972 wurde Wombach am Main in die Stadt Lohr am Main eingegliedert.[1]

Heute ist Wombach ein beliebter Wohnbereich für Neubürger.

Bürgermeister von Wombach vor der Eingemeindung[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Name Dienstzeit Dienstjahre
35 Josef Rack 1882–1887 6 Jahre
36 Andreas Endres 1888–1892 5 Jahre
37 Anton Ruf 1893–1899 7 Jahre
38 Georg Josef Nätscher 1900–1905 6 Jahre
39 Philipp Siegler 1906–1911 6 Jahre
40 Karl Ullrich 1912–1933 22 Jahre
41 Nikolaus Scherg 1933–1945 13 Jahre
42 Eduard Ullrich 1945–1966 22 Jahre
43 Edmund Heilig 1966–1971 6 Jahre
LohrWombach02.jpg

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das markanteste Gebäude des Dorfes ist die Rundkirche St. Peter und Paul, die nach Entwürfen des Würzburger Dombaumeisters Hans Schädel in den Jahren 1959–62 errichtet wurde. Die katholische Gemeinde Wombach - St. Peter und Paul gehört der Pfarreiengemeinschaft Lohr (12 Apostel am Tor zum Spessart) an. Die alte neugotische Kirche „St. Peter und Paul“, erbaut 1865/66, wurde 1972/73 abgebrochen. Zur Erinnerung wurde an diesem Platz eine Gedenktafel angebracht.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Östlich von Wombach befindet sich das Industriegebiet "Lohr-Süd". Die Westtangente führt am Ortseingang auf die Bergwiesenstraße sowie die Wombacher Straße Richtung Ortskern und Richtung Lohr. Der Hirtenackerweg am Ortsausgang führt ins Industriegebiet Lohr Süd auf die Bürgermeister-Dr.-Nebel-Straße, der weitere Verlauf ist die Staatsstraße 2315 Richtung Marktheidenfeld und Lohr.

Die Westtangente ist von der B26 und B276 sowie St2315 erreichbar.

Der nächstgelegene Autobahn Anschluss zur A3 ist bei Marktheidenfeld über die B8.

Vereinsleben und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wombach besitzt ein stark ausgeprägtes Vereinsleben.

  • Wombacher Blasmusik (Blasmusik). Die Wombacher Blasmusik ist ein sehr aktiver Musikverein, bei dem die musikalische Jugendarbeit einen hohen Stellenwert hat. Musikalisch konzentriert man sich bei der Wombacher Blasmusik auf die böhmisch-mährische Blasmusik, das Jugendblasorchester konzentriert sich auf die konzertante Blasmusik.
  • DJK Wombach (Fußball, Volleyball, Wintersport, Gymnastik, Gymnastik 50+)
  • RV Viktoria Wombach (Radsport, Tischtennis, Turnen, Wandern, Laufsport, Triathlon, Zeltlager). Der RV Viktoria Wombach ist Ausrichter des alljährlich stattfindenden Mountainbike-Rennens Keiler-Bike-Marathon
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Karnevalsclub Wombach (KCW)
  • der Gesangverein 1899 Wombach mit den Chören Musica viva und inspirations
  • Ortsgruppen der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung und des Siedlerbunds
  • Taubenzüchterverein
  • Kindergartenverein St. Franziskus
  • Obst- und Gartenbauverein
  • Lebenshilfe Main-Spessart e.V.

Stammtische[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammtische gehören seit jeher zu einer intakten „Dorfkultur“ – Wombach hat einige davon, die sich entweder „nur“ zum sonntäglichen Stammtisch treffen oder auch sonstigen Aktivitäten nachgehen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wombach – Die Geschichte eines Dorfes. Hrsg.: Dorfgemeinschaft Wombach. Wombach 2002.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 514.
  2. Dora Vogt: Die Geschichte eines Dorfes. Hrsg.: Dorfgemeinschaft Wombach. 2002.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]