Yaiba

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Yaiba ist eine Manga-Serie des japanischen Zeichners Gosho Aoyama, die von 1988 bis 1993 erstmals erschien und auch als Anime-Serie umgesetzt wurde. Sie umfasst ungefähr 4.300 Seiten und richtet sich vorwiegend an eine jugendliche, männliche Leserschaft, lässt sich also der Shōnen-Gattung zuordnen.

Handlung[Bearbeiten]

Der Junge Yaiba Kurogane lebt gemeinsam mit seinem Vater Kenjuro im Dschungel. Um seinen Traum, ein großer Samurai zu werden, zu verwirklichen, trainiert Yaiba. Da der Vater seine Erziehung hauptsächlich auf das Erlernen des Schwertkampfes beschränkt, ist Yaiba in der Gesellschaft etwas unbeholfen.

Eines Tages wird das Lager von Vater und Sohn von einem wilden Tiger angegriffen, das hinter der gerade gebratenen Beute der beiden, einem Gorilla, her ist. Obwohl die beiden zunächst planen, dafür den Tiger anstelle des Gorillas zu kochen, fliehen sie mit dem Tiger in eine Kiste, da eine Horde Gorillas Yaiba und seinen Vater angreifen will. Die Kiste gehört zu einem Transport exotischer Früchte und so werden die drei Reisenden in ein Flugzeug geladen und nach Narita in Japan geflogen.

Am dortigen Flughafen werden die drei als Störenfriede vom Sicherheitspersonal verfolgt. Mithilfe des Tiger kann Yaiba die Anwesenden am Flughafen bekämpfen, bis auf den Gewinner des Asia-Kendo-Cups, Raizo Mine, der gerade von einem Turnier zurückgekehrt ist. Seine Tochter Sayaka, die ihn abgeholt hat, fordert Yaiba heraus und will wissen, wer er ist. Es stellt sich heraus, dass Kenjuro der einstige Rivale von Raizo ist.

Kenjuro bringt anschließend Yaiba bei den Mines unter, was auf Unmut stößt. Die Großmutter Sayakas macht ein Angebot. Sollte Yaiba den stärksten Kämpfer ihres Dojos, in dem sie Trainerin ist, besiegen, so darf er kostenlos bei ihnen wohnen und trainieren. Yaiba gelingt es. Fortan wohnt er bei den Mines, während sein Vater immer wieder auf kurze oder längere Trainingsreisen verschwindet. Die „zivilisierte Welt“ außerhalb des Urwalds lässt Yaiba viel Neues entdecken und stellt ihn vor einige Probleme.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Yaiba erschien in Japan von 1988 bis 1993 in Einzelkapiteln im Manga-Magazin Shōnen Sunday, das wöchentlich mit einer Auflage von etwa 1,5 Millionen veröffentlicht wurde.[1] Der Shōgakukan-Verlag brachte diese Einzelkapitel auch in 24 Taschenbuch-Sammelbände heraus. Später erschienen mehrere Neuauflagen der Sammelbände in verschiedenen Formaten.

In Frankreich verlegt Soleil die Sammelbände seit Januar 2006. In Spanien werden die Bände bei Planeta DeAgostini seit Juli 2006 publiziert. Seit Februar 2007 bringt Star Comics die Bücher in Italien heraus.

Erfolg und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Die Manga-Serie entwickelte sich in Japan zu einem Bestseller. Masanao Amano sieht den Grund für die Popularität in der „für shônen-Mangas typische[n] Action zusammen mit einem edelmütigen Hauptdarsteller und liebenswerten Nebenfiguren“.[2]

Gosho Aoyama gewann für Yaiba 1993 den 38. Shogakukan-Manga-Preis in der Kategorie Kinder.

Gastauftritte[Bearbeiten]

Aoyama ließ Yaiba auch in anderen seiner Werke auftreten und auch umgekehrt taucht die Figur des Kaito Kid auch in Yaiba auf. In einer Szene sind Kuroba und Nakamori aus Kaito Kid kurz zu sehen. In dieser wird bestätigt, dass sie auf dieselbe Schule wie Yaiba gehen. Später zeichnete Aoyama das Kapitel Conan vs. KID vs. Yaiba, in der er die Hauptfiguren aus seinen Manga Detektiv Conan, Kaito Kid und Yaiba gegenüberstellt. Das Kapitel verfilmte man auch als Anime-Spezialepisode zu Detektiv Conan.

Verfilmung[Bearbeiten]

Eine vom Animationsstudio Pastel unter dem Titel Kenyū Densetsu Yaiba (剣勇伝説YAIBA) produzierte Zeichentrickserie strahlte der japanische Fernsehsender TV Tokyo von April 1993 bis April 1994 aus. Bei der 51 Episoden umfassenden Serie führte Kunihiko Yuyama Regie. Das Titellied und den Abspann sang die Band Kabuki Rocks. Die Serie lief unter anderem auch im polnischen, portugiesischen, philippinischen und chilenischen Fernsehen.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Sharon Kinsella: Adult Manga. S. 41
  2. Masanao Amano: Manga Design. S. 26