Yehuda Lerner

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Yehuda Lerner (* 22. Juli 1926 in Warschau) war als 17-Jähriger am 14. Oktober 1943 aktiv am Aufstand von Sobibór im Vernichtungslager Sobibór beteiligt. Mit ihm wurde der Film Sobibor, 14 octobre 1943, 16 heures von Claude Lanzmann gedreht. Er lebt in Israel und ist zu einer Symbolfigur des jüdischen Widerstandes und Überlebenswillen geworden.

Von Zwangsarbeitslager zu Zwangsarbeitslager[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 1942 wurde Lerner bei einer Razzia gefangen, und in ein Zwangsarbeitslager bei Smolensk gebracht, wo er drei Monate beim Bau eines Flughafens für die Organisation Todt arbeitete. Lerner ist insgesamt aus acht Lagern geflüchtet.[1] Nach seiner Aussage sei alles besser als sich in einem solchen Lager aufzuhalten. Der Tod war allgegenwärtig. Auf der Flucht wurde er immer wieder aufgegriffen und in ein neues Lager gebracht. Eine längere Zeit verbrachte er in einem Kriegsgefangenenlager in Minsk in Weißrussland. Zuletzt war er in Warschau am Umschlagplatz, wo er sich der jüdischen Gruppe von Rotarmisten unter der Führung von Alexander Petscherski anschließen konnte. Bei einem Transport über Lublin, in Chełm, riefen Leute ihm zu: „Leute, rettet euch, lauft weg, man führt euch nach Sobibór zum Töten.“ In Sobibór wurden sie für die Rodung eines Waldes für die Errichtung des geplanten KZs, Lagers IV, für die Auswertung von Beutemunition, als Zwangsarbeiter selektiert.[2]

Vernichtungslager Sobibór[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yehuda Lerner, welcher als 17-Jähriger beim Aufstand von Sobibór den SS-Mann Siegfried Graetschus mit einer Axt erschlagen hat, berichtete, dass die Lager-SS Gänse hielt und diese aufscheuchte, wann immer Juden ermordet wurden, um deren Schreie durch das Geschnatter der Gänse zu übertönen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Yehuda Lerner in Sobibor, 14 octobre 1943, 16 heures
  2. siehe Literatur: Jules Schelvis: Vernichtungslager Sobibór, Seite 279, Kurzbiographie von Yehuda Lerner.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]