Zimafej Dsejnitschenka

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Zimafej Aljaksandrawitsch Dsejnitschenka (weißrussisch Цімафей Аляксандравіч Дзейнічэнка; * 5. November 1986 in Homel, Sowjetunion) ist ein weißrussischer Ringer. Er wurde 2011 Europameister im griechisch-römischen Stil im Halbschwergewicht.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zimafej Dsejnitschenka begann als Jugendlicher in seiner Geburtsstadt mit dem Ringen. Er ist Angehöriger von Dinamo Gomel, einem Polizeisportverein und wurde bzw. wird seit 1997 von Sergei Zimin und seit 2003 von Igor Petrenko trainiert. Er ist Student, seinen Lebensunterhalt bestreitet er aber hauptsächlich mit dem Ringen. Als Erwachsener ringt er bei einer Größe von 1,95 Metern im Halbschwergewicht, der Gewichtsklasse bis 96 kg Körpergewicht. Er ringt nur im griechisch-römischen Stil.

Seine internationale Karriere begann im Jahre 2005, als er bei der Junioren-Europameisterschaft (Juniors) im Mittelgewicht hinter Cenk İldem, Türkei und Adlan Bizojew, Russland, gemeinsam mit Jan Fischer aus Deutschland den 3. Platz belegte. Weitere Medaillen gewann er bei internationalen Juniorenmeisterschaften nicht.

Im Jahre 2007 startete er erstmals bei einer Europameisterschaft der Senioren. In Budapest musste er sich aber im Halbschwergewicht nach einer Niederlage gegen Balasz Kiss aus Ungarn mit dem 25. Platz begnügen. Für die Olympischen Spiele 2008 in Peking konnte er sich noch nicht qualifizieren. 2009 startete er wieder bei einer Europameisterschaft. In Vilnius traf er dabei gleich in der 1. Runde auf den Olympiasieger von 2008 Aslanbek Chuschtow aus Russland, gegen den er nach Punkten verlor. Nach einem Sieg in der Trostrunde über Kalojan Dinchew aus Bulgarien und einer weiteren Niederlage gegen Marek Švec aus Tschechien kam er noch auf den 5. Platz. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Herning/Dänemark verlor Zimafej Dsejnitschenka nach hartem Kampf (1:2 Runden und 3:5 Punkte) gegen David Saldadse aus Usbekistan und kam nur auf den 19. Platz, da auch Saldadse vor dem Erreichen des Finales ausschied.

Sehr erfolgreich verlief für ihn das Jahr 2010. Er erreichte sowohl bei der Europameisterschaft in Baku als auch bei der Weltmeisterschaft in Moskau das Finale, die er aber beide verlor. In Baku musste er sich Aslanbek Chuschtow mit 0:2 Runden und 0:7 Punkten und in Moskau dem Iraner Amir Ali-Akbari mit 0:2 Runden bei 2:3 Punkten geschlagen geben. Er beschloss das Jahr 2010 damit als Vize-Weltmeister und als Vize-Europameister.

Bei der Europameisterschaft 2011 in Dortmund konnte Zimafej Dsejnitschenka dann seinen ersten internationalen Titelgewinn einheimsen. Er besiegte in Dortmund David Vála aus Tschechien, Balasz Kiss, Schalwa Gadabadse aus Georgien und Artur Aleksanjan aus Armenien und wurde damit Europameister.

Internationale Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtskl. Ergebnis
2005 3. Junioren-EM (Juniors) in Wrocław Mittel hinter Cenk İldem, Türkei u. Adlan Bizojew, Russland, gemeins. mit Jan Fischer, Deutschland
2006 1. Deutschland-Cup (Junioren) in Frankfurt (Oder) Mittel vor Cenk Ildem u. Mihails Bogdanovs, Lettland
2006 11. Junioren-EM (Juniors) in Szombathely Mittel Sieger: Cenk Ildem vor Artur Schahinjan, Armenien u. Saur Kereschew, Russland
2006 12. Junioren-WM (Juniors) in Guatemala-Stadt Mittel nach einer Niederlage gegen Cenk Ildem, einem Sieg über Alexander Pikilidis, Griechenland u. einer Niederlage gegen David Karchawa, Georgien
2007 25. EM in Sofia Halbschwer nach einer Niederlage gegen Balasz Kiss, Ungarn
2008 7. Olympia-Qualif.-Turnier in Rom-Ostia Halbschwer Sieger: Kalojan Dinchew, Bulgarien vor Lajos Viragh, Ungarn u. Oleg Krjoka, Ukraine
2008 3. Großer Preis von Deutschland in Dortmund Halbschwer hinter Mehmet Kasim Aras, Deutschland und Wladimir Berdzik, Weißrussland
2009 1. Vehbe-Emre-Memorial in Istanbul Halbschwer vor Cenk Ildem, Mehmet Kasim Aras, R.C. Johnson, USA u. Mehmet Ozal, Türkei
2009 1. Iwan-Poddubny-Turnier in Rjasan Halbschwer vor Michail Bokalew, u. Wassili Tepluchow, bde. Russland
2009 5. EM in Vilnius Halbschwer nach einer Niederlage gegen Aslanbek Chuschtow, Russland, einem Sieg über Theodorus Tousounidis, Griechenland u. einer Niederlage gegen Marek Švec, Tschechien
2009 1. Großer Preis von Deutschland in Dortmund Halbschwer vor Aslanbek Chuschtow, Kalojan Dinchew u. Heiki Nabi, Estland
2009 19. WM in Herning/Dänemark Halbschwer nach einer Niederlage gegen David Saldadse, Usbekistan
2010 2. EM in Baku Halbschwer nach Siegen über Mirko Englich, Deutschland, Kalojan Dinchew u. Cenk Ildem u. einer Niederlage gegen Aslanbek Chuschtow
2010 3. Wladislaus-Pytlasinski-Memorial in Ratibor Halbschwer hinter Melonin Noumonvi, Frankreich u. Nikita Melnikow, Russland
2010 2. WM in Moskau Halbschwer nach Siegen über Sabuhi Humbatow, Aserbaidschan, Justin Ruiz, USA, Yunior Estrada Falcon, Kuba u. Jimmy Lidberg, Schweden u. einer Niederlage gegen Amir Ali-Akbari, Iran
2011 2. Welt-Cup in Minsk Halbschwer hinter Babak Hossein Ghorbani Goldasteh, Iran, vor Schalwa Gadabadse, Aserbaidschan u. Rustam Totrew, Russland
2011 1. EM in Dortmund Halbschwer nach Siegen über David Vála, Tschechien, Balasz Kiss, Schalwa Gadabadse u. Artur Aleksanjan, Armenien

Erläuterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • alle Wettkämpfe im griechisch-römischen Stil
  • WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft
  • Mittelgewicht, Gewichtsklasse bis 84 kg, Halbschwergewicht, bis 96 kg Körpergewicht

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fachzeitschrift Der Ringer
  • Datenbank des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaften der Universität Leipzig

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]