Zonta International

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Zonta International (ZI) ist ein internationaler Service Club berufstätiger Frauen in verantwortungsvollen Positionen, die sich dafür einsetzen, die Lebenssituation von Frauen in rechtlicher, politischer, wirtschaftlicher, beruflicher und gesundheitlicher Hinsicht zu verbessern. Das Motto lautet Advancing the Status of Women Worldwide through Service and Advocacy. Zonta International ist überparteilich, überkonfessionell und weltanschaulich neutral. Der Hauptsitz von Zonta International befindet sich in Oak Brook (Illinois). Zonta ist als Nichtregierungsorganisation mit konsultativem Status bei der UNO seit deren Gründung 1945 vertreten. 2018 bis 2020 war die Präsidentin Susanne von Bassewitz, die seit 1994 Mitglied beim Zonta Club Düsseldorf II ist.[1] Im Biennium 2020 bis 2022 ist Sharon Langenbeck die International President, als incoming president wurde mit Ute Scholz die zweite Deutsche gewählt, die Mitglied im Zonta-Club (ZC) Verden ist.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde die „Confederation of Zonta Clubs“ am 8. November 1919 in Buffalo, New York, von der Journalistin und Dramatikerin Marian De Forest. Der Name „Zonta“ stammt aus dem Lakota, einer Sprache der Sioux-Familie, und bedeutet „ehrenhaft“, „integer“ und „vertrauenswürdig“. Bea Solomon, Stifterin des Bea and Irving Solomon-Awards, komponierte 1972 den Zonta-Song Voice, Hands and Hearts.[3] 2019/20 fanden weltweit zahlreiche Feiern anlässlich des 100. Jubiläums von Zonta statt.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kooperation mit internationalen Hilfsorganisationen wie UN Women, UNICEF oder UNFPA und anderen internationalen Nichtregierungsorganisationen (z. B. CARE International) werden Projekte finanziert, die Mädchen und Frauen unterstützen (Zugang zu Bildung und Trainingsprogrammen, Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung, Hilfen beim Wiederaufbau nach Kriegs- und Krisensituationen sowie gezielte Maßnahmen gegen institutionalisierte Gewalt an Frauen).

Neben dem karitativen Engagement ist die berufliche Förderung junger Frauen ein wesentliches Ziel von Zonta International. Hierzu werden weltweit Stipendien und Preise vergeben.

Alle zwei Jahre finden international Konferenzen statt, bei denen alle Clubs über die zukünftigen Projekte von Zonta mitbestimmen können. Es werden die International Presidents und die übrigen Board-Mitglieder gewählt. Susanne von Bassewitz ist im Biennium 2018–2020 die erste deutsche Zonta-Präsidentin.

Über die Aktivitäten informieren "The Zontian"[4] und "The Zontian eNewsletter" sowie die Zonta Website.[5]

Regionale Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zonta hat weltweit ca. 30.000 Mitglieder in 67 Ländern, die in 1.200 lokalen Zonta Clubs (ZC) organisiert sind.

Der erste ZC Europas wurde 1931 in Wien gegründet. In Österreich gibt es derzeit 14, in der Schweiz 21 Zonta Clubs.

Der erste ZC in Deutschland formierte sich 1931 in Hamburg[6], es folgten 1952 der ZC München I und 1954 der ZC Wiesbaden. Heute gibt es in Deutschland 128 Zonta Clubs mit rund 4600 Mitgliedern, die in der Union deutscher Zonta Clubs zusammengeschlossen sind. Alle zwei Jahre finden Konferenzen der Zonta-Union statt, deren Teilnahme für alle Clubs in Deutschland verbindlich ist.

Jeder Zonta Club unterstützt neben den internationalen Projekten außerdem lokale und regionale Frauenprojekte, über die die jeweiligen Club-Websites Auskunft geben.

Zur Mitgliedschaft bei Zonta wird man von anderen Clubmitgliedern eingeladen.

Bekannte Zontians[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frauen sind alphabetisch nach dem Nachnamen sortiert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edwin A. Biedermann: Logen, Clubs und Bruderschaften. Droste-Verlag: Düsseldorf 2007, ISBN 3-7700-1184-8
  • Sebastian Gradinger: Service Clubs – zur Institutionalisierung von Solidarität und Sozialkapital. VDM Verlag 2007.
  • Eva Hehemann: Frauengesellschaft(en) in Deutschland – von der privaten Feier bis zum Berufsverband. Aviva Verlag: Berlin 2010, S. 136–141.
  • Traute Hoffmann: Der erste deutsche ZONTA-Club. Auf den Spuren außergewöhnlicher Frauen. Dölling und Gallwitz Verlag: München / Hamburg 1. Auflage 2002, 2. veränderte Auflage 2006, 3. Auflage 2019.

Fachbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Service Clubs: „Qualität zählt mehr als Vitamin B“, Simon Hage im Gespräch mit Sebastian Gradinger in: manager-magazin.de, 16. November 2006.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Petra Kammann: Susanne von Bassewitz. Ein FeuilletonFrankfurt-Interview mit der ersten deutschen Zonta-Präsidentin. In: FeuilletonFrankfurt.de. 6. Mai 2019, abgerufen am 14. November 2019.
  2. Verdenerin Ute Scholz in Yokohama zur Vizepräsidentin von Zonta International gewählt auf zonta-verden.de (Zonta Blog)
  3. The Library of Congress (Hrsg.): Catalog of Copyright Entries: Third series. volume 26, part 5, number 2, section 2. Washington 1973.
  4. Zonta International (Hrsg.): The Zontian.
  5. zonta.org
  6. Traute Hoffmann: Der erste deutsche ZONTA-Club: Auf den Spuren außergewöhnlicher Frauen. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg / München 2002, ISBN 978-3-937904-43-6.
  7. Carolin Vogel: Das Dehmelhaus in Blankenese. Künstlerhaus zwischen Erinnern und Vergessen, Hamburg University Press 2019, S. 255, ISBN 978-3-943423-60-0. PDF-Version abgerufen am 23. Juli 2019.
  8. Magdalene Schoch. Abgerufen am 28. Oktober 2019 (deutsch).