Zonta International

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Zonta International (ZI) ist ein internationaler Service Club berufstätiger Frauen in verantwortungsvollen Positionen, die sich dafür einsetzen, die Lebenssituation von Frauen in rechtlicher, politischer, wirtschaftlicher, beruflicher und gesundheitlicher Hinsicht zu verbessern. Das Motto lautet Advancing the Status of Women Worldwide through Service and Advocacy. Zonta International ist überparteilich, überkonfessionell und weltanschaulich neutral. Der Hauptsitz von Zonta International befindet sich in Chicago, Illinois. Zonta ist als Nichtregierungsorganisation (NGO) mit konsultativem Status bei der UNO seit deren Gründung 1945 vertreten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde die „Confederation of Zonta Clubs“ am 8. November 1919 in Buffalo, New York. Der Name „Zonta“ stammt aus dem Lakota, einer Sprache der Sioux-Familie, und bedeutet „ehrenhaft“, „integer“ und „vertrauenswürdig“.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kooperation mit internationalen Hilfsorganisationen wie UN Women, UNICEF oder UNFPA und anderen internationalen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) (z. B. CARE International) werden Projekte finanziert, die Mädchen und Frauen unterstützen (Zugang zu Bildung und Trainingsprogrammen, Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung, Hilfen beim Wiederaufbau nach Kriegs- und Krisensituationen sowie gezielte Maßnahmen gegen institutionalisierte Gewalt an Frauen). Neben dem karitativen Engagement ist die berufliche Förderung junger Frauen ein wesentliches Ziel von Zonta International. Hierzu werden weltweit Stipendien und Preise vergeben.

Regionale Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zonta hat weltweit über 30.000 Mitglieder in 67 Ländern, die in 1200 lokalen Zonta Clubs (ZC) organisiert sind. Der erste ZC Europas wurde 1931 in Wien gegründet. Der erste ZC in Deutschland formierte sich 1931 in Hamburg, es folgten 1952 der ZC München I und 1954 der ZC Wiesbaden. Heute gibt es in Deutschland 128 Zonta Clubs mit rund 4600 Mitgliedern, die in der „Union deutscher Zonta Clubs“ zusammengeschlossen sind. In Österreich gibt es derzeit 14, in der Schweiz 21 Zonta Clubs. Jeder lokale Zonta Club unterstützt neben den internationalen Projekten außerdem lokale Frauenprojekte. Zur Mitgliedschaft bei Zonta wird man von anderen Mitgliedern eingeladen.

Bekannte Zontians[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rosa Schapire (1874−1954), Kunsthistorikerin und Mäzenin der Künstlergruppe Brücke
  • Beatrix Kempf (1908−2009), Redakteurin, später Chefredakteurin des österreichischen Bundespressediensts, Biographin von Bertha von Suttner
  • Marion Gräfin Dönhoff (1909–2002), Chefredakteurin und Mitherausgeberin der Wochenzeitung Die Zeit
  • Lisa Dräger (1920–2015), Mäzenin und Gründerin der Lisa-Dräger-Stiftung
  • Amelia Earhart (1897– verschollen 1937), US-amerikanische Flugpionierin und Frauenrechtlerin
  • Angelika Menne-Haritz (* 1949), Archivarin, von 2006 bis 2014 Vizepräsidentin des Bundesarchivs
  • Margaret Thatcher (1925–2013), britische Politikerin, von 1979 bis 1990 Premierministerin des Vereinigten Königreichs
  • Königin Silvia von Schweden (* 1943), Gründerin der World Childhood Foundation, Schirmherrin von 62 wohltätigen Vereinigungen
  • Rita Süssmuth (* 1937), Erziehungswissenschaftlerin und Politikerin, von 1988 bis 1998 Präsidentin des Deutschen Bundestages
  • Lore Maria Peschel-Gutzeit (* 1932), Juristin und Politikerin, ehemalige Justizsenatorin von Hamburg und Berlin

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edwin A. Biedermann: Logen, Clubs und Bruderschaften. Droste-Verlag: Düsseldorf 2007, ISBN 3-7700-1184-8
  • Sebastian Gradinger: Service Clubs - zur Institutionalisierung von Solidarität und Sozialkapital. VDM Verlag 2007.
  • Eva Hehemann: Frauengesellschaft(en) in Deutschland – von der privaten Feier bis zum Berufsverband. Aviva Verlag: Berlin 2010, S. 136–141.

Fachbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Service Clubs: „Qualität zählt mehr als Vitamin B“, Simon Hage im Gespräch mit Dr. Sebastian Gradinger in: manager-magazin.de, 16. November 2006.
  • „Mit wenig Aufwand viel erreichen“ – Interview auf BusinessNews.com

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]