Zoo Safaripark Stukenbrock

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Zoo Safaripark Stukenbrock
Einfahrt zum Zoo Safaripark

Einfahrt zum Zoo Safaripark

Ort Stukenbrock
Eröffnung 15. Juli 1969
Besucher ca. 500.000 
Fläche 65 Hektar
Personal bis zu 250
Website www.safaripark.de
Zoo Safaripark Stukenbrock (Deutschland)
Zoo Safaripark Stukenbrock
Zoo Safaripark Stukenbrock
Lage des Parks

Koordinaten: 51° 53′ 21″ N, 8° 40′ 51″ O

Der Zoo Safaripark Stukenbrock (bis April 2011: Hollywood- und Safaripark Stukenbrock[1]) ist ein Freizeitpark in Schloß Holte-Stukenbrock, Kreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Betrieben wird er von der Senne Großwild Safariland GmbH & Co KG.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Safaripark, in dem zahlreiche exotische Tiere die eigentlichen „Attraktionen“ sind, wurde am 15. Juli 1969 eröffnet. Als Ergänzung wurde ein Vergnügungspark mit Fahrgeschäften eingerichtet, darunter das erste Swinging-Boat Europas und die 350 m lange Achterbahn Flying Tiger. Der Vergnügungspark wurde weitgehend an das Safari-Thema angelehnt. 2005 und 2006 besuchten jeweils rund eine halbe Million Gäste den Park. In Spitzenzeiten werden bis zu 250 Mitarbeiter beschäftigt. Fritz Wurms ist Geschäftsführer des Safariparks.

Attraktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Szene aus dem Showprogramm „Fiesta Santa Cruz“ in der Westernstadt Dodge City
Hochseilgarten im Safaripark

Der Zoo Safaripark in Stukenbrock hat eine Vielzahl an Attraktionen, heute besitzt der Park circa 30 Fahrgeschäfte und jedes Jahr wird entweder eine Tier-Anlage oder eine Attraktion installiert.

Achterbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Typ Hersteller Max. Höhe Länge Max. Tempo Eröffnung Anmerkung
Marienkäferachterbahn Large Tivoli Coaster Zierer 9 m 360 m 36 km/h 1979
Flying Tiger Whirlwind Vekoma 19 m 350 m 64 km/h 1981 bis 2007 Super Tornado

Wasserbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Typ Hersteller Max. Höhe Länge Max. Tempo Eröffnung Anmerkung
Kongo River Wave Rider Van Egdom 21 m - - - Die Doppelabfahrt ist die höchste in Deutschland
Kanalfahrt Kanalfahrt Mack Rides - - -

Sonstige Attraktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Typ Hersteller Max. Höhe Länge Eröffnung Anmerkung
Balloon Race Balloon Race Zamperla 10 m - -
The Flying Oil Pump Cataclysm Fabbri 20 m - 2000
Hochseilgarten über der Gepardenanlage Hochseilgarten - 6 m 70 m 2012 2010 begann die Planung, 2012 wurde sie umgesetzt, 400.000 € Einzelinvestition
Giraffe Tower Mega Drop Fabbri 35 m - 1998
Africa Swing Kettenkarussell Zierer 12 m - 2016
Crocodile Ride Wild Water Rondell Zierer 3,5 m - 1998
Kaffeetassen-Karussell Tea Cup Zamperla - - -
Oldtimerfahrt Oldtimerfahrt Ihle - - -
Free Fall Hip Hop Spring Ride Moser Rides 9 m - -
Westernschaukel Motorschaukel Komet Inno-Heege - - -
Orient Express Parkrundfahrt - - - -
Wet'n Wild Wet'n Wild Moser Rides - - 2012

Shows[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Afrika-Theater
  • Western-Show
  • Zirkus

Ehemalige Attraktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Swinging Boat Kontiki (2003–2010)
  • Black Fly (1999–2015)
  • Disco Round (1989–2000)

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Freizeitpark befindet sich etwa 19 km Luftlinie südöstlich von Bielefeld bei Stukenbrock, einem Stadtteil von Schloß Holte-Stukenbrock. Nahe an der nordwestlichen Begrenzung des Truppenübungsplatzes Senne liegt er unweit der A 33.

Das Safariland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiße Tiger in der indischen Tempeln nachempfundenen Tigeranlage

Im „Safariland“ bestehen Tier-Freigehege mit altem Baumbestand, die den Tieren einen möglichst artgerechten Lebensraum und den Besuchern die Möglichkeit bieten, Tiere vom Auto aus in „freier Wildbahn“ zu erleben. Zu diesem Zweck sind asphaltierte Straßen angelegt worden, die so ausgerichtet sind, dass die Besucher während der Fahrt möglichst viele Tiere sehen. Das „Safariland“ ist in verschiedene Bereiche eingeteilt, die durch Sicherheitsschleusen getrennt sind. Jeder Bereich wird durch Tierpfleger überwacht, die in vergitterten Autos sitzen.

Kooperation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1996 ging der Hollywood- und Safaripark in Stukenbrock eine Partnerschaft mit Siegfried und Roy ein. Der Safaripark übernahm nach dem tragischen Unfall die weißen Tiger und Löwen in den Park. Mit Siegfried und Roy gelingt es erstmals, weiße Tiger sowie weiße Löwen zu züchten und aufzuziehen.

Tiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiße Tiger im Safaripark
Trampeltiere (1971)
Tiere im Safariland
Tiere in Gehegen außerhalb des Safarilands

Einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus zufolge beklagen Tierschützer den Verkauf von 29 Bengaltigern aus dem Safaripark Stukenbrock nach China, wo Raubkatzen industriell zu Potenzmitteln verarbeitet werden.[2]

Im August 2015 berichtete die RTL-Sendung Team Wallraff in einer Undercover-Reportage, dass im Safaripark Stukenbrock die Tiere sich laut der Recherchen im Freigehege nicht frei bewegen konnten. Wenn sie den Platz verließen, an dem die Parkbesucher sie besonders gut betrachten konnten, trieben Mitarbeiter sie mit Autos und Peitschen wieder zurück in den Teil des Parks, der für sie vorgesehen war. Für ihre 6-Tage-Woche erhielten die Angestellten des Parks 1100 Euro brutto pro Monat. Sie lebten auf dem Parkgelände, für die Zimmer bezahlen sie 150 Euro pro Monat.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Safaripark Stukenbrock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Safaripark: Mehr Afrika statt Hollywood (Memento vom 10. September 2012 im Webarchiv archive.is)
  2. Focus Online: Tiger aus NRW zu Potenzmittel verarbeitet?, 19. September 2007
  3. http://www.rtl.de/cms/team-wallraff-freizeitparks-und-die-schattenseiten-der-spassindustrie-2434187.html