Zoologische Gesellschaft Frankfurt
| Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 (ZGF) | |
|---|---|
| Rechtsform | gemeinnütziger eingetragener Verein |
| Gründung | 1858, Neugründung 1958[1] |
| Sitz | Frankfurt am Main (⊙) |
| Zweck | Naturschutz, Erhaltung von Wildnis und Biodiversität |
| Vorsitz | Klaus Becker |
| Geschäftsführung | Christof Schenck |
| Umsatz | 48.470.000 Euro (2024) |
| Beschäftigte | 1224 (2024) |
| Mitglieder | 3497 (2024) |
| Website | fzs.org |

Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e. V. (ZGF) ist eine international tätige Naturschutzorganisation mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Ziel des gemeinnützigen Vereins ist der Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Organisation verfolgt dies mit Naturschutzprojekten in großen Wildnisgebieten.
Geschichte
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Trägergesellschaft für den Frankfurter Zoo
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 7. März 1858 gründeten wohlhabende Frankfurter Bürger die „Frankfurter Zoologische Gesellschaft“, um einen Zoologischen Garten zu errichten. Sie organisierten sich als Aktiengesellschaft, eine damals übliche Rechtsform für bürgerschaftliches Engagement. Zur Gründung hatten 246 Aktionäre Aktien im Wert von insgesamt 80.000 Gulden gezeichnet. Fünf Monate später wurde der Frankfurter Zoo – der zweite Zoo Deutschlands – an der Bockenheimer Landstraße eröffnet.[2][3]
Am 31. Oktober 1872 wurde im Zuge eines notwendigen Umzugs des Zoos die „Neue Zoologische Gesellschaft“ gegründet.[4] 1873 übernahm sie die Trägerschaft des Zoos, der am 29. März 1874 an seinem heutigen Standort an der „Pfingstweide“ eröffnete.[5] Durch ausbleibende Einnahmen während des Ersten Weltkriegs ging die Zoogesellschaft bankrott. Die Trägerschaft des Zoos übernahm ab 1915 die Stadt Frankfurt.[6]
Wiederaufbau und Neuorientierung nach 1945
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Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte der Gedanke einer Fördergesellschaft für den Zoo wieder auf. Ab Mai 1945 organisierte der damalige Zoodirektor Bernhard Grzimek den Wiederaufbau des Zoos und sammelte dafür Spenden. Aus diesen Aktivitäten entstand am 15. Februar 1950 die „Gesellschaft der Freunde und Förderer des Zoologischen Gartens e. V.“. 1958, hundert Jahre nach der Gründung der ersten Zoologischen Gesellschaft, benannte sich der Verein in „Zoologische Gesellschaft von 1858 Frankfurt a. M.“ um.[7]
Entwicklung zur Naturschutzorganisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wandelte sich die Rolle vieler zoologischer Gärten von der reinen Tierschau hin zur Erhaltungszucht bedrohter Tierarten. Bernhard Grzimek wird dabei in Deutschland eine prägende Rolle zugeschrieben.[8] Er reiste ab 1951 zunächst nach Afrika, um Tiere für den Frankfurter Zoo zu beschaffen; im Laufe dieser Aufenthalte rückte jedoch zunehmend der Schutz freilebender Wildtierpopulationen in den Mittelpunkt seiner Arbeit.[9] In der Folge sah auch die ZGF einen neuen Arbeitsschwerpunkt im Naturschutz.
In der Fernsehreihe Ein Platz für Tiere vermittelte Bernhard Grzimek ab 1956 einem breiten Publikum die Bedeutung des Natur- und Artenschutzes und warb am Ende der Sendungen um Spenden.[10] Die so eingeworbenen Gelder trugen zur Finanzierung der Naturschutzarbeit der ZGF bei. 1959 drehte Bernhard Grzimek in Tansania den Dokumentarfilm Serengeti darf nicht sterben. Während der Dreharbeiten verunglückte sein Sohn Michael Grzimek tödlich. Grzimek führte die Arbeiten dennoch zu Ende; der Film erhielt 1960 den Oscar als bester Dokumentarfilm.[10]
Nach dem Unfalltod von Michael Grzimek richtete die ZGF 1960 einen Gedächtnisfonds für ihn ein. 1962 entstand daraus das Spendenkonto „Hilfe für die bedrohte Tierwelt“.[11] In den folgenden Jahren initiierte Bernhard Grzimek mehrere Kampagnen gegen Umweltzerstörung und Tierquälerei, darunter 1966 eine Protestkampagne gegen die kommerzielle Robbenjagd in Kanada.[12]
2001 wurde das Kapital des Spendenkontos – rund 33 Millionen Euro – in eine der größten Naturschutzstiftungen Europas eingebracht: in die Stiftung Hilfe für die bedrohte Tierwelt. Mit der Überführung des Vermögens der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt in die Stiftung wollte die Gesellschaft ihre Arten- und Naturschutzprojekte auf eine dauerhafte finanzielle Basis stellen, denn dessen Erträge fließen weiterhin den Projekten der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt zu.
2022 unterzeichnete die ZGF die „Frankfurter Erklärung“, die gemeinsam mit anderen Organisationen Forderungen für den Weltnaturgipfel 2022 in Kanada formulierte. Eine der Forderungen war, bis 2030 mindestens 30 Prozent der weltweiten Land- und Meeresflächen unter wirksamen Schutz zu stellen.[13]
Aufgaben und Organisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zweck des Vereins ist der Erhalt der biologischen Vielfalt.[14] In der Satzung wird die Aufgabenstellung wie folgt beschrieben:
„[Die Gesellschaft] unterstützt die Erhaltung der biologischen Vielfalt weltweit und fördert somit den Tier- und Naturschutz. Dies erfolgt insbesondere durch den Schutz von Wildtieren in ihren Lebensräumen und durch den Schutz von Ökosystemen, wie zum Beispiel herausragende Wildnisregionen in aller Welt, auch in Schutzgebieten.“
Als weitere Aufgabe nennt die Satzung die Unterstützung des Zoo Frankfurt bei der Umweltbildung sowie bei dessen Aufgaben im Bereich Naturschutz.[14]
Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und ein ehrenamtlicher Vorstand, der aus bis zu acht Personen besteht. Der vom Vorstand berufene Geschäftsführer des Vereins ist seit 2000 der Biologe Christof Schenck.[15]
Die ZGF beschäftigt nach eigenen Angaben 1.224 Mitarbeiter, davon 66 am Standort Frankfurt. In 14 Ländern unterhält sie nationale Programmbüros (Stand 2024).[15] In einigen ist die Gesellschaft auch als gemeinnützige nationale Organisation registriert.[15]
Der Verein ist Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Netzwerken. Dazu zählen der Deutsche Naturschutzring (DNR)[16], die International Union for Conservation of Nature (IUCN)[17] und BioFrankfurt.[18] Zudem ist die ZGF Unterzeichnerin der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.[19]
Gemeinsam mit Institutionen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Goethe-Universität initiierte die Gesellschaft das Frankfurt Conservation Center (FCC).[20]
Finanzierung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt finanziert ihre Arbeit überwiegend durch Drittmittel, Spenden und Erträge der gegründeten Stiftung „Hilfe für die bedrohte Tierwelt“.[21] Einzelne von der ZGF betreute Schutzgebiete, darunter der Chiribiquete-Nationalpark in Kolumbien, werden durch den Legacy Landscapes Fund (LLF) langfristig gefördert.[22] Unterstützung für Projekte erhält auch die ZGF auch vom Zoo Frankfurt, der über den Naturschutz-Euro, eine freiwillige zweckgebundene Spende, zusätzliche Mittel generiert.[23]
Projekte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt engagiert sich in insgesamt 18 Ländern und rund 30 Projekten. Dabei konzentriert sich die Gesellschaft auf die Erhaltung von Wildnis und biologischer Vielfalt in den letzten großen Wildnisgebieten unserer Erde. Zu den Wildnisgebieten zählen u. a. große Graslandschaften, Wälder, Feuchtgebiete und Gebirge.
Die Projekte des Vereins sind langfristig angelegt und werden in enger Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen und Behörden durchgeführt. Auch die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung ist ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit. Dabei agiert die Zoologische Gesellschaft Frankfurt sowohl koordinierend in der Hauptgeschäftsstelle in Frankfurt als auch aktiv mit eigenen Mitarbeiterteams in den einzelnen Projektländern.



Afrika
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt betreibt verschiedene Projekte in Afrika. Ein Fokus liegt auf Tansania. Hier setzt die ZGF momentan Projekte zum Schutz der Serengeti,[24] des Selous-[25] sowie des Mahale-Ökosystems[26] um und führt Forschung zum Erhalt der bedrohten Ökosysteme Ostafrikas durch. Es werden Daten zu Tierbeständen und Wanderungen gesammelt sowie Ranger, Wissenschaftler und Veterinäre aus- und weitergebildet und die Umweltbildung unterstützt. Die ZGF unterstützt unter anderem die Nationalparkverwaltung Tanzania National Parks (TANAPA). Auch außerhalb des Serengeti-Nationalparks ist die Organisation gemeinsam mit den Menschen in den umliegenden Gemeinden tätig.[27][28]
In Sambia ist die Zoologische Gesellschaft Frankfurt mit zwei Naturschutzprogrammen tätig, unter anderem im Nordluangwa-Nationalpark. Dort setzt sie Maßnahmen zum Wildtierschutz um, wie etwa gegen die Wilderei auf Elefanten.[29] Außerdem siedelte sie dort die einzige Spitzmaulnashorn-Population des Landes an, welche vorher durch Wilderei und Jagd ausgerottet worden war.[30]
In der Demokratischen Republik Kongo (DRC) unterstützt die Zoologische Gesellschaft Frankfurt den Schutz der vom Aussterben bedrohten Berggorillas im Virunga-Nationalpark.[31]
Weitere Projekte liegen in Simbabwe (Gonarezhou-Schutzprojekt)[32] sowie im Lomami-Nationalpark[33] im Kongo.
Die Projekte der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt leben von der Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Dazu gehören zum Beispiel die Tanzania National Parks Authority (TANAPA) und das Tanzania Wildlife Research Institute (TAWIRI).
Asien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ein weiteres Projekt ist das in Zentralsumatra stationierte Bukit Tigapuluh Schutzprogramm zur Erhaltung von Regenwald und Tierwelt.[34] Ziel des Projektes ist die Wiederansiedlung und Auswilderung von Orang-Utans, die in einer Dschungel-Schule auf das Leben in freier Wildbahn vorbereitet werden.[35] Weitere Aspekte der Arbeit vor Ort sind die Mensch-Elefanten-Konfliktvermeidung, Umweltbildung sowie Initiativen, die Volksgruppen um den Nationalpark herum darin unterstützen, wirtschaftliche Entwicklung und traditionelle Lebensweise in Einklang zu bringen. Wichtige Projektpartner sind unter anderem der Bukit Tigapuluh National Park sowie das Orang Utan Projekt (TOP), die Jambi Province Conservation Authority und der WWF.
Südamerika
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Südamerika setzt sich die ZGF für den Schutz der artenreichen Wälder am Ostabhang der Anden und im angrenzenden Tiefland ein.[36] Konkret werden hier unter anderem Patrouillen, Luftbildauswertungen, die Ausbildung von Rangern sowie Umweltbildung unterstützt. Auch die ökologisch verträgliche Nutzung der natürlichen Ressourcen im Schutzgebiet wird gefördert. Die ZGF unterstützt den Chiribiquete‑Nationalpark[37] in Kolumbien in Zusammenarbeit mit dem deutschen Entwicklungsministerium und der britischen Arcadia-Stiftung über den Legacy Landscapes Fund.[37]
In Peru arbeiten die Teams der ZGF unter anderem mit dem Manú-Nationalpark,[38] dem Bahuaja-Sonene-Nationalpark,[39] dem Alto-Purús-Nationalpark[40] sowie dem Yaguas-Nationalpark[41] zusammen.
Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) ist auch Teil der Amazonian Regional Alliance for the Reduction of the Impacts of Gold Mining. Gemeinsam mit Organisationen wie WWF und der Foundation for Conservation and Sustainable Development (FCDS) untersucht sie die ökologischen Folgen des illegalen Goldbergbaus am Río Puré in der Grenzregion zwischen Peru und Kolumbien.[42]
Die Zusammenarbeit vor Ort erfolgt unter anderem mit der Crees Foundation sowie dem Fondo de las Américas (FONDAM).
Europa
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kasachstan
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Kasachstan beteiligt sich die Zoologische Gesellschaft Frankfurt in der Altyn Dala Conservation Initiative. Das internationale Gemeinschaftsprojekt setzt sich für den Schutz der einzigartigen Grasländer Kasachstans und ihrer Schlüsselarten ein. Ziel der Initiative ist es, ein Netzwerk geschützter Graslandschaften in Zentralkasachstan aufzubauen. Besonders die Saiga-Antilopen der Betpak-Dala-Population stehen im Fokus, da sie eine zentrale Rolle im Ökosystem der Steppen und Halbwüsten spielen. Projektpartner in Kasachstan sind unter anderem die Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan (ACBK) und die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB).[43]
Wildnis in Deutschland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Deutschland sichert die Zoologische Gesellschaft Frankfurt Wildnisgebiete durch Flächenkauf und unterstützt ihre Unterschutzstellung in geeigneten Schutzgebietskategorien (beispielsweise Nationalpark). Zudem wird die öffentliche und fachliche Wildnisdebatte gefördert und durch Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Projektpartner sind beispielsweise die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg sowie die Naturstiftung David.[44]
Mit Mitteln des BMU und BfN koordinierte die Zoologische Gesellschaft von 2015 bis 17 das Projekt Wildniskommunikation in Deutschland als Initiative der DNR-Strategiegruppe Naturschutzflächen. Ziel war es, eine höhere Akzeptanz für Wildnisgebiete in der dicht besiedelten Bundesrepublik zu schaffen. Mehrere große Naturschutzakteure in Deutschland waren Projektpartner.[45] Die Organisation fördert zudem konkrete Schutzgebiete, darunter die Buchenwälder in der Hohen Schrecke in Thüringen,[46] Flächen ehemaliger Truppenübungsplätze wie die Lieberoser Heide[47] sowie ein Projekt zur Entwicklung eines Naturwaldes im Wispertaunus.[48]
Polesien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Polesien ist mit 180.000 Quadratkilometern Europas größtes Wildnisgebiet. Das Herzstück der Polesie ist der gut 650 Kilometer lange Fluss Prypiat. Durch den Ausbau als Teil der Wasserstraße E40 mit Vertiefung des Flussbetts, Flussbegradigungen und die Errichtung von Deichen und Dämmen würde sich das Überschwemmungsregime extrem verändern und mehrere Altwasserarme zerstört werden. Seit 2015 ist die ZGF in der Region Mittlerer Prypiat mit Partnern vor Ort aktiv. Wissenschaftliche Untersuchungen zum Artenbestand liefern die Grundlage dafür, ein Schutzkonzept für diesen Lebensraum zu entwickeln.
Kontroversen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die ZGF steht in der Kritik für ihre Beteiligung an umstrittenen Naturschutzprojekten in Tansania. Insbesondere wird der Organisation vorgeworfen, die Vertreibung von Massai-Gemeinschaften aus ihren angestammten Gebieten zu unterstützen, etwa im Serengeti-Nationalpark und in Loliondo.[49][50] Zwischen 2009 und 2022 gab es mehrere Vertreibungsversuche in Loliondo, bei denen Häuser niedergebrannt und Vieh beschlagnahmt wurde.[51]
Menschenrechtsorganisationen kritisieren den von der ZGF verfolgten Ansatz des Fortress Conservation als kolonial und rassistisch, da er indigene Völker als Hindernis für den Naturschutz betrachte.[52][49] Der langjährige ZGF-Direktor Bernhard Grzimek äußerte sich bereits 1959 in seinem Film Serengeti darf nicht sterben kritisch über die Massai und befürwortete ihre Vertreibung aus dem Nationalpark.[49]
Die ZGF hat sich für frühere Vertreibungen unter Grzimek bisher nicht offiziell entschuldigt. Ein Massai-Ältester, der als Kind aus der Serengeti vertrieben wurde, bezeichnete die ZGF als „Feind Nummer eins der Massai“. Trotz jüngster Verurteilungen der Gewalt in Loliondo durch die ZGF kritisieren Menschenrechtsorganisationen, dass die Organisation ihre Verantwortung für den Konflikt nicht ausreichend anerkenne.[49]
Die ZGF wird auch für ihre enge Zusammenarbeit mit der tansanischen Nationalparkbehörde TANAPA kritisiert, die als „paramilitärische Organisation“ beschrieben wird und an Vertreibungen beteiligt war. Laut ihren Geschäftsberichten stattet die ZGF die TANAPA-Ranger mit Fahrzeugen, Flugzeugen und Ausrüstung aus und finanziert deren Trainings, Verpflegung und Unterkünfte. Seit 2015 hat die ZGF TANAPA nach eigenen Angaben mit rund 18,6 Millionen Euro unterstützt.[50][53]
Kritiker bemängeln auch die personellen Verflechtungen zwischen der ZGF und TANAPA. Sowohl der aktuelle als auch der ehemalige Tansania-Direktor der ZGF arbeiteten zuvor für TANAPA.[53] Zudem wird die ZGF für die Förderung von Wildtiertourismus kritisiert, der als Bedrohung für die Rechte der Massai gesehen wird.[49]
Die ZGF erhält für ihre Projekte auch Steuergelder. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt die ZGF seit 2012 mit insgesamt 9,37 Millionen Euro.[53]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Belege
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Transparenter Umgang mit Spenden. In: fzs.org. Abgerufen am 19. April 2022.
- ↑ Scherpner: Von Bürgern für Bürger – 125 Jahre Zoologischer Garten Frankfurt am Main, S. 13.
- ↑ Poley (Hrsg.): Berichte aus der Arche – Nachzucht statt Wildfang. Natur- und Artenschutz im Zoo, S. 18.
- ↑ Scherpner: Von Bürgern für Bürger – 125 Jahre Zoologischer Garten Frankfurt am Main, S. 44.
- ↑ Armin Schmitz, Arno Metzger: Zoologische Gärten als Kapitalgesellschaften. Geschichtliche Entwicklung und Finanzierung. Verlag der Antik Effekten GmbH, 2000, ISBN 3-9806401-2-4, S. 83 ff.
- ↑ Scherpner: Von Bürgern für Bürger – 125 Jahre Zoologischer Garten Frankfurt am Main, S. 99.
- ↑ Scherpner: Von Bürgern für Bürger – 125 Jahre Zoologischer Garten Frankfurt am Main, S. 139, 150.
- ↑ Poley (Hrsg.): Berichte aus der Arche – Nachzucht statt Wildfang. Natur- und Artenschutz im Zoo, S. 80.
- ↑ Sewig: Bernhard Grzimek. Der Mann, der die Tiere liebte., S. 169 ff.
- 1 2 Ein Platz für Tiere. In: Die Zeit. 14. März 1997, abgerufen am 14. April 2026.
- ↑ Sewig: Bernhard Grzimek . Der Mann, der die Tiere liebte., S. 274.
- ↑ Die große Schlacht um Robben und Fische. In: Der Spiegel. 2. April 1983, abgerufen am 14. April 2026.
- ↑ Klement Tockner: Frankfurter Erklärung zur Bewahrung der Biodiversität: Wir müssen alles daransetzen, den folgenden Generationen einen weiterhin bewohnbaren Planeten zu übergeben. In: Econic. Heft 3/2023, Seite 15–19.
- 1 2 Satzung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt von 1858 e. V. (PDF) In: Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e. V. 10. September 2021, abgerufen am 26. Februar 2026.
- 1 2 3 Mission Wildnis 2024. Jahresbericht der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. (PDF) In: fzs.org. 2024, S. 8, abgerufen am 25. Februar 2026.
- ↑ Zoologische Gesellschaft Frankfurt e.V. In: dnr.de. Abgerufen am 25. Februar 2026.
- ↑ Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 – Hilfe für die bedrohte Tierwelt. In: iucn.org. Abgerufen am 25. Februar 2026.
- ↑ Mission Wildnis 2024. Jahresbericht der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. (PDF) In: fzs.org. 2024, S. 95, abgerufen am 25. Februar 2026.
- ↑ Unterzeichner der Initiative Transparente Zivilgesellschaft. Transparency International Deutschland, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 8. Februar 2018; abgerufen am 6. März 2014.
- ↑ Eva-Maria Magel: Senckenberg-Direktor über Artenvielfalt: „Wir haben nicht viel Zeit“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 22. Mai 2021, abgerufen am 28. Juli 2025.
- ↑ Geschäftsbericht 2023. In: Zoologische Gesellschaft Frankfurt. Abgerufen am 25. Juli 2025.
- ↑ Katharina Wojczenko: Biodiversität in Kolumbien: Krieg und Frieden mit der Natur. In: Die Tageszeitung: taz. 26. Oktober 2024, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 1. August 2025]).
- ↑ Daniel Meuren: Naturschutz-Euro bei jedem Zoobesuch soll Projekte unterstützen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 28. Januar 2021, abgerufen am 28. Juli 2025.
- ↑ Serengeti Nationalpark: Eine Ikone unter den Nationalparks.
- ↑ Nyerere-Nationalpark und Selous Game Reserve: Erhaltung eines der größten Schutzgebiete Afrikas.
- ↑ Mahale-Mountains-Nationalpark: Heimat einer der weltweit größten östlichen Schimpansenpopulationen.
- ↑ Thomas Stillbauer: Wilderer-Alarm in Afrika. In: Frankfurter Rundschau. 15. Januar 2019, abgerufen am 25. Juli 2025.
- ↑ Serengeti: Kampf um den Lebensraum. In: Deutsche Welle. 26. Juni 2017, abgerufen am 28. Juli 2025.
- ↑ Eva Gross: Mit Chili auf Elefanten schießen. In: Süddeutsche Zeitung. 7. April 2019.
- ↑ Roland Knauer: Ost-Afrika: Die Rhinos kehren zurück. In: Tagesspiegel. 25. Oktober 2010, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 28. Juli 2025]).
- ↑ Katharina Iskandar: Zoologische Gesellschaft Frankfurt: Naturschützer zwischen den Fronten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 10. Juni 2009, abgerufen am 28. Juli 2025.
- ↑ Gonarezhou-Nationalpark: Das Land der Elefanten.
- ↑ Daniel Meuren: Der erste Schritt in die Zoo-Zukunft. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 4. Februar 2025, S. 5.
- ↑ Bukit Tiga Puluh: Eine Heimat für Orang-Utans und Elefanten.
- ↑ Yvonne Weik: Auf den Spuren der Orang-Utans. In: Südkurier. 2. Mai 2014, S. 35.
- ↑ Peru: Erhaltung der megadiversen Wälder Perus von den Anden bis zum Amazonastiefland.
- 1 2 Katharina Wojczenko: Biodiversität in Kolumbien: Krieg und Frieden mit der Natur. In: Tageszeitung. 26. Oktober 2024, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 25. Juli 2025]).
- ↑ Philip Bethge: Expedition in Perus Manu-Nationalpark: Hüter des Waldes. In: Der Spiegel. 14. Dezember 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 4. August 2025]).
- ↑ Ulrike Fokken: Umweltzerstörung in Peru: Goldrausch im Naturschutzgebiet. In: Die Tageszeitung: taz. 1. November 2014, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 4. August 2025]).
- ↑ Wie die ZGF in Peru hilft. In: Frankfurter Neue Presse. 14. Dezember 2004.
- ↑ Daniel Meuren: Naturschützer: Kokainkonsumenten muss bewusst sein, wo Stoff herkommt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 25. September 2024, abgerufen am 4. August 2025.
- ↑ Pilar Puentes: Illegal mines and “floating towns” on the Puré River leave uncontacted Indigenous peoples at risk. In: Mongabay. 6. Februar 2023, abgerufen am 28. Juli 2025 (englisch).
- ↑ Altyn Dala: Saiga-Antilopen in weiten Steppen.
- ↑ Wildnis in Deutschland: Breites Bündnis für mehr Wildnis in Deutschland.
- ↑ Wildniskommunikation in Deutschland. Im Original publiziert auf: bfn.de
- ↑ Thomas Stillbauer: Jetzt wird's wild. In: Frankfurter Rundschau. 8. Februar 2013, S. 7.
- ↑ Petra Ahne: Hier wohnt die Hoffnung auf den Aufschwung. In: Berliner Zeitung. 24. August 2019, S. 2.
- ↑ Thorsten Stötzer: Vom Frühjahr an werden Arten erfasst. In: Wiesbadener Kurier. 18. Dezember 2024, S. 9.
- 1 2 3 4 5 Offener Brief von Survival International an den Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. Survival International, abgerufen am 26. März 2025.
- 1 2 Tansania: Neue Recherchen bringen Zoologische Gesellschaft Frankfurt mit der Vertreibung der Maasai in Verbindung. Survival International, 3. Dezember 2024, abgerufen am 26. März 2025.
- ↑ Safaritourismus statt Weidewirtschaft. Amnesty International, 15. Februar 2023, abgerufen am 26. März 2025.
- ↑ Sebastian Erb, Sophie Fichtner: Weltnaturerbefonds der Bundesregierung: Menschen, Tiere und Millionen. In: Die Tageszeitung: taz. 18. Dezember 2022, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 26. März 2025]).
- 1 2 3 Benjamin Hindrichs: Deutschland finanziert einen Naturschutz, der uns vertreibt. Krautreporter, 28. November 2024, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 2. Dezember 2024; abgerufen am 26. März 2025.