Édouard Jean-Baptiste Milhaud

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Édouard Jean-Baptiste Milhaud

Édouard Jean-Baptiste Milhaud (* 10. Juli 1766 in Arpajon-sur-Cère; † 8. Januar 1833 in Aurillac) war ein französischer General.

Leben[Bearbeiten]

Milhaud erhielt sein Offizierspatent 1789 und wurde bereits 1796 zum Oberst befördert. Er kämpfte 1805 als Brigadegeneral in der Schlacht bei Austerlitz und wurde zwei Jahre später zum Divisionsgeneral ernannt. Für seine Verdienste erhob ihn Napoleon am 10. März 1808 in den Grafenstand. Von 1808 bis 1812 nahm er am Feldzug in Spanien teil. 1813 befehligte er in der Leipziger Völkerschlacht ein Kavallerie-Korps. Auf Grund seiner Erfahrungen mit dieser Waffengattung wurde Milhaud 1814 zum Generalinspekteur der Kavallerie ernannt.

Während der Hundert Tage schloss er sich wieder Napoleon an. In der Schlacht von Ligny am 16. Juni 1815 durchbrach er mit seiner Kürassier-Division das Zentrum der preußischen Armee und sorgte damit für Napoleons letzten Schlachterfolg. In der folgenden Schlacht von Waterloo am 18. Juni 1815 zeichnete er sich durch seine unerschrockenen Kavallerieattacken aus.

Nach der zweiten Restauration wurde Milhaud wegen seiner loyalen Haltung zu Napoleon von König Ludwig XVIII. verbannt. Nach der Julirevolution 1830 wurde er nach Frankreich zurückgerufen, starb aber schon am 8. Januar 1833.

Ehrungen[Bearbeiten]

Sein Name ist am Triumphbogen in Paris in der 35. Spalte eingetragen.

Literatur[Bearbeiten]