Častá

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Častá
Wappen Karte
Wappen von Častá
Častá (Slowakei)
Častá
Častá
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Bratislavský kraj
Okres: Pezinok
Region: Bratislava
Fläche: 35,23 km²
Einwohner: 2.215 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 62,87 Einwohner je km²
Höhe: 245 m n.m.
Postleitzahl: 900 89
Telefonvorwahl: 0 33
Geographische Lage: 48° 24′ N, 17° 22′ O48.39888888888917.359166666667245Koordinaten: 48° 23′ 56″ N, 17° 21′ 33″ O
Kfz-Kennzeichen: PK
Kód obce: 507857
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung Gemeindegebiet: 2 Gemeindeteile
Verwaltung (Stand: November 2014)
Bürgermeister: Mária Garajová
Adresse: Obecný úrad Častá
Hlavná 168
90089 Častá
Webpräsenz: www.obec-casta.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Častá (deutsch Schattmannsdorf, ungarisch Cseszte) ist eine Gemeinde in der Westslowakei.

Blick in die Hauptstraße des Ortes

Sie liegt am Osthang der Kleinen Karpaten im Übergangsbereich zum Trnavská pahorkatina (Tyrnauer Hügelland) und besteht aus dem Hauptort Častá (Schattmannsdorf) und dem eingemeindeten Ortsteil Červený Kameň (Bibersburg).

Im Ort befindet sich die St. Emmerich-Kirche (eine ursprünglich gotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert) und ein Steinpranger aus dem 17. Jahrhundert.

Die Gemeinde ist Geburtsort von Juraj Fándly (slowakischer Schriftsteller, 1750 im Ort geboren) und Wirkungsort Alexander Rudnays (hoher Geistlicher).

Geschichte[Bearbeiten]

Častá entstand aus einer Vorburg der Bibersburg. Die Gemeinde wurde 1296 (1240?) zum ersten Mal erwähnt; sie gehörte zum Herrengut der Bibersburg. Im 13. Jahrhundert wurde sie – je nach Nationalität des Schriftführers – als Shastus, Sathmansdorf, Sathmania, Schatmansdorf, Czasta oder Czeste angeführt.

Seit dem 16. Jahrhundert war Častá eine Kleinstadt mit Markt- (ab 1560) und Jahrmarktrecht (ab 1578). Im gleichen Jahrhundert haben sich einige Familien des niederen Adels sowie einige Kroaten hier angesiedelt.

In der Vergangenheit gab es im Dorf eine Bierbrauerei (16. Jahrhundert – 18. Jahrhundert), eine Papierwerkstatt (ab dem 17. Jahrhundert), eine Textilmanufaktur (Ende des 18. Jahrhunderts), Gold- und Silbergruben (17. Jahrhundert) sowie Schwefel- und Kupfergruben (19. Jahrhundert). Die Bevölkerung befasste sich aber überwiegend mit Landwirtschaft und Weinanbau.

1644 wurde Častá von einem großen Feuer heimgesucht, dem fast alle Häuser zum Opfer fielen. 1738 verheerte dann eine Pestepidemie den Ort und den verstorbenen Bewohner folgten deutsche Kolonisten.

Etwa zwischen 1600 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte das Dorf eine recht große jüdischstämmige Minderheit. Die Juden hatten seit 1884 eine eigenen Synagoge und zwei Friedhöfe. Nach der Vertreibung aus Mähren in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, gründeten 1665 auch täuferische Hutterer eine Gemeinde im Ort [1].

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Častá

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Častá – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Joachim Bahlcke (Hrsg.): Glaubensflüchtlinge. Ursachen, Formen und Auswirkungen frühneuzeitlicher Konfessionsmigration in Europa. Münster/Hamburg/Berlin/London 2008, ISBN 978-3-8258-6668-6, S. 219.