Adil Çarçani

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Adil Çarçani (* 15. Mai 1922 in Fushëbardha, Kreis Gjirokastra; † 13. Oktober 1997 in Tirana) war albanischer Regierungschef in der Endphase des Hoxha-Regimes.

Leben[Bearbeiten]

Çarçani wurde in dem Dorf Fushë-Bardhë in der Umgebung von Gjirokastra geboren und schloss sich während des Zweiten Weltkriegs den Partisanen an. Als Mitglied der kommunistischen Partei wurde er in den 1950ern Minister für Bergbau. Später wurde er Mitglied des Politbüros und stellvertretender Ministerpräsident (1981). Am 18. Dezember 1981 übernahm er den Posten des Ministerpräsidenten nach dem angeblichen Selbstmord von Premier Mehmet Shehu. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger fügte sich Çarçani der Tatsache, dass die Politik maßgeblich vom Parteichef Enver Hoxha und von seinem Nachfolger Ramiz Alia bestimmt wurden.

Nach den Massenprotesten der Bevölkerung, die zum demokratischen Wandel des Landes führten, dankte er im Februar 1991 als Premier ab. Im neuen Parlament, in das er im selben Jahr gewählt worden war, hielt er die Eröffnungsrede. Ein Jahr später verabschiedete er sich aus dem politischen Leben des Landes. 1994 wurde er wegen Unterschlagung und Machtmissbrauch zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.[1] Aus Gesundheitsgründen wurde die Strafe in Hausarrest umgewandelt. Er verstarb unter Hausarrest in Tirana.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Adil Çarçani – Mémoires de Guerre
Vorgänger Amt Nachfolger
Mehmet Shehu Ministerpräsident Albaniens
1981–1991
Fatos Nano