Agassizhorn

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Agassizhorn
Agassizhorn vom Gross Fiescherhorn, rechts das Finsteraarhorn

Agassizhorn vom Gross Fiescherhorn, rechts das Finsteraarhorn

Höhe 3'946 m ü. M.
Lage Grenze Kanton Bern / Kanton Wallis, Schweiz
Gebirge Berner Alpen
Dominanz 1,38 km → Finsteraarhorn
Schartenhöhe 197 m ↓ Agassizjoch
Koordinaten 651833 / 15525546.546588.114443946Koordinaten: 46° 32′ 48″ N, 8° 6′ 52″ O; CH1903: 651833 / 155255
Agassizhorn (Alpen)
Agassizhorn
Normalweg Von den Finsteraarhornhütten über das Agassizjoch und den Südostgrat (WS[1])

Das Agassizhorn (3'946 m ü. M.) ist ein Berg in den Berner Alpen in der Verlängerung des Nordwestgrats des Finsteraarhorns, von dem es weniger als 1,5 Kilometer entfernt und durch das Agassizjoch (3'749 m) getrennt ist. Der formschöne Berg steht im Schatten seines höheren Nachbarn und wird trotz seiner annähernd 4000 Metern Höhe vergleichsweise selten bestiegen. Der Berg ist nach dem Forscher Louis Agassiz benannt.

Der Zustieg führt von den Finsteraarhornhütten zunächst nach Westen hinab auf den Fieschergletscher. Von dort geht es am Ostrand des Gletschers hinauf bis hinter den Rücken, der vom Felssporn P.3406 herabzieht. In nordöstlicher Richtung gelangt man die spaltenreichen Hänge hinauf zum Agassizjoch, von wo aus man entlang des Südostgrats den Gipfel erreicht.[1]

Louis Agassiz[Bearbeiten]

Louis Agassiz, der vor allem für seine Gletscherforschungen bekannt ist, war in den 1840er Jahren bei seinen Forschungen auch in den Berner Alpen unterwegs. In jüngerer Zeit wurde auch Agassiz’ Rolle als Rassentheoretiker diskutiert und sein rassistisches Denken verurteilt. Im Jahr 2007 wurde vorgeschlagen, den Berg nach dem kongolesischen Sklaven Renty in Rentyhorn umzubenennen.[2]

Literatur und Karte[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Agassizhorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b R. Goedeke: 3000er in den Nordalpen, Seite 45, siehe Literatur
  2. Ein rassistischer Schweizer Pionier und sein Gipfel, Stefan Häne, Tages-Anzeiger Zürich, 30. Juni 2007 (PDF; 479 kB)