Alan Curtis (Musiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alan Curtis (* 17. November 1934 in Mason, Michigan) ist ein US-amerikanischer Cembalist, Musikwissenschaftler und Dirigent von Barock-Opern. 1977 gründete er das Orchester Il complesso barocco, welches er nach wie vor leitet.

Leben[Bearbeiten]

Alan Curtis studierte 1957 bis 1959 in Amsterdam bei Gustav Leonhardt, mit dem er mehrere Bach-Konzerte für Cembali aufführte.[1] An der University of Illinois promovierte er 1960 mit einer Dissertation über die Orgelmusik von Sweelinck. Noch als Student galt er als der erste moderne Cembalist, der die Werke von Louis Couperin und die Opern von Komponisten wie Monteverdi und Rameau mit historischen Instrumenten adäquat darstellen konnte. Platten, die er in den 1960er und 1970er Jahren herausbrachte, enthalten Solo-Klaviermusik, von Rameau und Johann Sebastian Bach.

1977 gestaltete er den erfolgreichen Versuch in einer konzertanten Aufführung von Händels Oper Admeto das Händelsche Opern-Orchester wieder zu beleben, einschließlich der Nutzung der Theorbe, der Chitarrone und des chromatischen Cembalos. Anschließend wirkte er mehrfach als Dirigent bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik.

Curtis ist der Leiter des 1977 durch ihn gegründeten Barockorchesters Il Complesso Barocco.[2]

An der Wiener Kammeroper, seit 2012 zweites Haus des Theaters an der Wien, feierte der Bach Consort Wien unter Leitung von Alan Curtis im Herbst 2013 mit der szenischen Wiederentdeckung von Leonardo Vincis Semiramide einen großen Erfolg.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.haendel-festspiele.de/front_content.php?idart=62
  2. http://www.ilcomplessobarocco.com/home.php?action=biografia&selected=2&lingua=eng
  3. Eine mutige Ansage im Kampf gegen jede Opernfadesse, Kurier (Wien), 25. September 2013