Alexander Dück

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Flag of Kazakhstan and Germany.svg Alexander Dück Eishockeyspieler
Alexander Dück
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 22. April 1980
Geburtsort Karaganda, Kasachische SSR
Größe 185 cm
Gewicht 83 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Verteidiger
Nummer #52
Schusshand Links
Spielerkarriere
1997–2003 SERC Wild Wings
2003–2007 Krefeld Pinguine
2007–2009 Iserlohn Roosters
2009–2010 HK Jesenice
2010 Kassel Huskies
2010–2011 Hamburg Freezers
2011–2012 Krefeld Pinguine
seit 2012 SERC Wild Wings

Alexander Dück (* 22. April 1980 in Karaganda, Kasachische SSR) ist ein deutsch-kasachischer Eishockeyspieler, der seit Juli 2012 bei den Schwenninger Wild Wings aus der Deutschen Eishockey Liga unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten]

Nachdem er in jungen Jahren nach Deutschland gekommen war, begann der Verteidiger seine Karriere in der Jugendmannschaft des Schwenninger ERC, wo er zu den talentiertesten Spielern gehörte und als 17-Jähriger zur Saison 1997/98 in die zweite Mannschaft des SERC aufrückte. In 27 Oberliga-Partien dieses Jahres erzielte Dück zwei Tore und fünf Scorerpunkte, woraufhin er erstmals in den Kader der deutschen Juniorennationalmannschaft berufen wurde. Bei der U20-Weltmeisterschaft absolvierte der Abwehrspieler sechs Partien für Deutschland, in denen er mit einem Tor, 3 Punkten und 8 Strafminuten – vor allem jedoch aufgrund seiner Defensivstärke – zu den absoluten Stützen des Teams zählte. Zudem wurde der gebürtige Kasache vom damaligen Schwenninger Trainer Ron Ivany erstmals bei der Profimannschaft in der Deutschen Eishockey Liga eingesetzt und konnte dabei in 10 Spielen mit einem Assist seinen ersten Punkt in der höchsten deutschen Eishockeyliga verbuchen.

Nachdem er den Rest der Spielzeit wieder bei den Junioren verbracht hatte, bekam Dück unter dem neuen Trainer Rich Chernomaz in der Saison 1999/2000 mehr Eiszeit in der DEL, wo er mit den zuvor hoch gewetteten Wild Wings die Play-offs klar verpasste. In der Abstiegsrunde kam der Abwehrspieler schließlich vermehrt zum Einsatz und verbuchte in acht Spielen seinen zweiten DEL-Assist sowie vier Strafminuten.

In einer Mannschaft der „jungen Wilden“ mit Spielern wie Marcel Goc, Thomas Greilinger oder Markus Janka spielte Dück im folgenden Jahr seine bis dato beste Spielzeit und konnte in 60 Partien zwei Tore und vier Assists erzielen. Seine Leistung brachte der Verteidiger sogar ins Blickfeld des damaligen Bundestrainers Hans Zach, doch in den folgenden beiden Jahren und in einem immer schwächer werdenden Team, das Topspieler wie Marcel Goc, Patrik Augusta, Brad Schlegel oder Mark MacKay verlor, konnte auch Dück seine gezeigten Leistung mit lediglich zwei Toren und vier Punkten aus den 119 Spielen der folgenden beiden Jahre nicht bestätigen.

Zur Spielzeit 2003/04 wechselte der Deutsch-Kasache zu den Krefeld Pinguinen, wo er in der Folgezeit seltener auf dem Eis stand, dennoch insgesamt acht Tore und 22 Vorlagen verbuchen konnte. Nachdem Dücks Vertrag zum Ende der Saison 2006/07 ausgelaufen war, wurde er vom Ligakonkurrenten Iserlohn Roosters verpflichtet, bei denen er einen Kontrakt bis 2009 unterschrieb. In seiner zweiten Saison im Sauerland wurde Dück von Trainer Steve Stirling zeitweise nur noch als siebter Verteidiger eingesetzt. Nach dessen Entlassung spielte er sich zurück ins Team. Die Roosters unterbreiteten Dück nach der Saison ein neues, geringer dotiertes Vertragsangebot, welches er allerdings ablehnte. Zur Saison 2009/10 wechselte er daraufhin zum slowenischen Verein HK Jesenice in die Erste Bank Eishockey Liga, mit dem er am Saisonende am Spielbetrieb der slowenischen Eishockeyliga teilnahm und den nationalen Meistertitel gewann. Im Juli 2010 wechselte er zu den Kassel Huskies aus der Deutschen Eishockey Liga. Nachdem die Kassel Huskies Insolvenz anmeldeten und daraufhin keine Lizenz für die DEL bekamen, wechselte er zu den Hamburg Freezers. Im Mai 2011 unterschrieb Dück einen Kontrakt für die Saison 2011/12 bei den Krefeld Pinguine mit einer Klausel für eine weitere Spielzeit. Nachdem sein Vertrag nicht verlängert wurde, wechselt er zurück nach Schwenningen, da sein ehemaliger Teampartner Andreas Renz wegen einer Augenverletzung sein Karriere beendete und er sein Platz einnimmt.

Inlinehockey[Bearbeiten]

Dück nahm mit der Deutschen Inlinehockeynationalmannschaft an der IIHF Inlinehockey-Weltmeisterschaft 2006 im Juli in Budapest teil.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Hauptrunde Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1997/98 Schwenninger Wild Wings 2.Lg 27 2 3 5 16
1998/99 Schwenninger Wild Wings DEL 28 0 1 1 2
1999/2000 Schwenninger Wild Wings DEL 27 0 0 0 0
2000/01 Schwenninger Wild Wings DEL 60 2 7 9 36
2001/02 Schwenninger Wild Wings DEL 60 0 1 1 38
2002/03 Schwenninger Wild Wings DEL 52 2 0 2 26
2003/04 Krefeld Pinguine DEL 51 0 2 2 10
2004/05 Krefeld Pinguine DEL 50 1 0 1 33
2005/06 Krefeld Pinguine DEL 52 2 5 7 46 5 0 0 0 4
2006/07 Krefeld Pinguine DEL 52 5 15 20 50 2 0 0 0 0
2007/08 Iserlohn Roosters DEL 55 1 10 11 38 7 0 0 0 2
2008/09 Iserlohn Roosters DEL 52 0 5 5 28
2009/10 HK Jesenice ÖEHL 50 6 22 28 129
2009/10 HK Jesenice SLO 4 1 2 3 2 6 2 0 2 2
2010/11 Hamburg Freezers DEL 52 1 5 6 10
DEL gesamt 573 14 51 65 307 14 0 0 0 6

International[Bearbeiten]

Vertrat Deutschland bei:

Jahr Team Veranstaltung GP G A Pts PIM
1998 Deutschland WJC 6 1 2 3 8

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten]