Alexandre Angélique de Talleyrand-Périgord

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Kardinal Talleyrand-Périgord, Erzbischof von Paris

Alexandre Angélique de Talleyrand-Périgord (* 16. Oktober 1736 in Paris; † 20. Oktober 1821 ebenda) war ein französischer Bischof und Staatsmann.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Talleyrand war ein Onkel väterlicherseits des Staatsmannes und Diplomaten Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord.

Talleyrand wurde am Collège de La Flèche in Paris, am Seminar von Saint-Sulpice und an der Faculté de droit in Reims theologisch und juristisch ausgebildet. 1761 wurde er zum Priester geweiht. 1762 trat er in den Dienst des Generalvikars von Verdun, 1766 wurde er zum Titularerzbischof von Traianopolis in Rhodope geweiht und Koadjutorerzbischof von Reims, schließlich wurde er am 27. Oktober 1777 zum Erzbischof ebendieser Diözese ernannt.

1789 war Talleyrand einer der Vertreter des Klerus in den Generalständen. 1790 ging er ins Exil, das der emigré nacheinander in Aachen, Weimar und Braunschweig verbrachte. Da er das Konkordat von 1801 ablehnte, verzichtete er erst nach der bourbonischen Restauration 1815 am 8. November 1816 formell auf sein Amt. Während der „Hundert Tage“, Napoleons kurzzeitiger Rückkehr an die Macht, folgte Talleyrand, ein Befürworter der bourbonischen Monarchie, Ludwig XVIII. ins Exil nach Gent. Im Konsistorium vom 28. Juli 1817 wurde von Papst Pius VII. er zum Kardinal kreiert und am 1. Oktober 1817, fast 81-jährig, noch Erzbischof von Paris.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Jean-Sifrein Maury Erzbischof von Paris
1817–1821
Hyacinthe-Louis de Quélen
Charles-Antoine de la Roche-Aymon Erzbischof von Reims
1777–1816
Jean-Charles de Coucy