Alexei Nikolajewitsch Schemarow
Alexei Nikolajewitsch Schemarow (russisch Алексей Николаевич Шемаров, weißrussisch Аляксей Шамараў, Aljaksej Schamarau; * 16. September 1982) ist ein weißrussischer, früher für Russland startender, Ringer. Er wurde 2011 Weltmeister im freien Stil im Schwergewicht
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Werdegang [Bearbeiten]
Alexei Schemarow wuchs in Russland auf, begann im Jahre 1999 mit dem Ringen und startete bis zum Jahre 2008 für einen Ringerclub in Kaliningrad (Russland). Seit 2009 startet er für Weißrussland. Er wird seit dieser Zeit von seinem älteren Bruder Alexander Schemarow trainiert. Der 1,88 Meter große Athlet ging bis 2006 im Halbschwergewicht auf die Matte und startet seit 2007 im Schwergewicht. Während seiner Zeit beim russischen Ringerverband nahm er zwar an einigen sehr wichtigen internationalen Ringerturnieren teil, kam aber bei keiner internationalen Meisterschaft zum Einsatz. 2008 wurde er russischer Vizemeister hinter Bachtijar Schachabutdinowitsch Achmedow, aber noch vor Biljal Machow. Zurzeit ist Ringen auch sein Beruf. Schemarow ist ein sehr wendiger Ringer, der mit einem Körpergewicht von 115 kg das zulässige Gewicht von 120 kg gar nicht ganz ausreizt.
Seine erste Teilnahme bei einer internationalen Meisterschaft war dann die an der Weltmeisterschaft 2009 in Herning/Dänemark für Weißrussland. Er siegte dort über den Chinesen Shitao Song, verlor aber seinen nächsten Kampf gegen Tervel Dlagnev aus den Vereinigten Staaten und belegte den 10. Platz. Bei der Europameisterschaft 2010 in Baku gewann er dann seine erste Medaille. Er besiegte dort Ali Issajew, Aserbaidschan und Daniel Ligeti aus Ungarn, unterlag aber gegen Biljajl Machow. Im Kampf um die Bronzemedaille bezwang er Bartolomiej Bartnicki aus Polen nach Punkten. Bei der Weltmeisterschaft dieses Jahres in Moskau bezwang er zunächst den starken Türken Fatih Cakiroglu, unterlag dann aber gegen Olympiasieger Artur Taimasow aus Usbekistan. In der Trostrunde kam er zu einem Sieg über Wadim Tassojew, Ukraine, nach einer weiteren Niederlage gegen Ali Issajew schied er aber aus und kam auf den 11. Platz.
Sehr erfolgreich verlief für Alexei Schemarow das Jahr 2011. Bei der Europameisterschaft in Dortmund kämpfte er sich mit Siegen über Ioannis Arzoumanidis, Griechenland, Simas Asaciovas, Litauen und Jamaladdin Magomedow aus Aserbaidschan in das Finale, in dem er aber gegen Fatih Cakiroglu knapp nach Punkten verlor (1:2 Runden, 3:3 Punkte). Der ganz große Erfolg gelang ihm dann bei der Weltmeisterschaft in Istanbul. Er siegte dort über Nick Matuhin, Deutschland (2:0 Runden, 3:0, 3:2 Punkte), Fatih Cakiroglu, Dawit Modsmanaschwili, den nach einer zweijährigen Dopingsperre wieder startberechtigten Georgier, Tervel Dlagnev und im Finale auch über Biljal Machow (2:0 Runden, 2:0 Punkte) und wurde damit Weltmeister.
Bei den Olympischen Spiele 2012 in London war seine Teilnahme nicht von Erfolg gekrönt. Alexei Schemarow gewann dort zwar seinen ersten Kampf gegen den gewiss nicht schlechten Daniel Ligeti, verlor aber schon seinen nächsten Kampf gegen Tervel Dlagnev. Da dieser das Finale nicht erreichte, konnte er auch nicht in der Trostrunde weiterringen und belegte nur den 8. Platz.
Internationale Erfolge [Bearbeiten]
| Jahr | Platz | Wettbewerb | Gewichtsklasse | Ergebnis |
| 2004 | 2. | Welt-Cup-Turnier in Baku | Halbschwer | hinter Georgi Tibilow, Russland, vor Nik Fekete, USA u. Duchin, Ukraine |
| 2005 | 3. | "Dan-Kolow"-Memorial in Sofia | Halbschwer | hinter Chetag Gasjumow, Russland und Dimitar Kumtschew, Bulgarien |
| 2006 | 3. | "Iwan-Yarigin"-Memorial in Krasnojarsk | Halbschwer | hinter Chetag Gasjumow und Schamil Gitinow, beide Russland |
| 2006 | 5. | Golden-Grand-Prix in Baku | Halbschwer | hinter Georgi Gogschelidse, Georgien, Alireza Heidari, Iran, Nurschan Karajew, Kasachstan und Eldar Atakisijew, Aserbaidschan |
| 2007 | 1. | "Iwan-Yarigin"-Memorial in Krasnojarsk | Schwer | vor Ali Issajew, Innokenti Zilkow und Alexei Woronin, alle Russland |
| 2007 | 3. | Welt-Cup-Turnier in Krasnojarsk | Schwer | hinter Alireza Rezaie Manesh, Iran u. Tolly Thompson, USA, vor Bachtijar Schachabutdinowitsch Achmedow, Russland und Oleg Kallagow, Usbekistan |
| 2007 | 1. | "Stepan-Sarkisjan"-Memorial in Tiflis | Schwer | vor Innokenti Zilkow, Dawit Modsmanaschwili, Georgien und Ruslan Basijew, Armenien |
| 2008 | 2. | Intern. Turnier in Kiew | Schwer | hinter Marid Mutalimow, Kasachstan, vor Ali Issajew, Aserbaidschan, Ruslan Basijew, Armenien und Dawid Mussulbes, Slowakei |
| 2009 | 1. | Großer Preis von Deutschland in Dortmund | Schwer | vor Rajeev Tomar, Indien, Bartolomiej Bartnicki und Radoslaw Jankowski, beide Polen |
| 2009 | 10. | WM in Herning/Dänemark | Schwer | mach einem Sieg über Shitao Song, China und einer Niederlage gegen Tervel Dlagnev, USA |
| 2010 | 1. | Golden-Grand-Prix in Krasnojarsk | Schwer | vor Fatih Cakiroglu, Türkei, Kiril Gotowzew und Alan Dschampajew, beide Russland |
| 2010 | 3. | EM in Baku | Schwer | nach Siegen über Ali Issajew, Aserbaidschan und Daniel Ligeti, Ungarn, einer Niederlage gegen Biljal Machow, Russland und einem Sieg über Bartolomiej Bartnicki |
| 2010 | 10. | Golden-Grand-Prix in Baku | Schwer | Sieger: Fatih Cakiroglu vor Tervel Dlagnev, Levan Beriaschwili, Georgien und Ali Isajew |
| 2010 | 11. | WM in Moskau | Schwer | nach einem Sieg über Fatih Cakiroglu, einer Niederlage gegen Artur Taimasow, Usbekistan, einem Sieg über Wadim Tassojew, Ukraine und einer Niederlage gegen Ali Issajew |
| 2011 | 3. | "Dave-Schultz"-Memorial in Colorado Springs | Schwer | hinter Steve Mocco und Aaron Ansprach, beide USA, vor Alan Chugajew, Russland und Arjan Bhullar, Kanada |
| 2011 | 1. | "Alexander-Medwed"-Turnier in Minsk | Schwer | vor Marid Mutalimow, Kasachstan, Tervel Dlagnev und Taha Akbun, Türkei |
| 2011 | 2. | EM in Dortmund | Schwer | nach Siegen über Ioannis Arzoumanidis, Griechenland, Simas Asaciovas, Litauen und Jamaladdin Magomedow, Aserbeidschan und einer Niederlage gegen Fatih Cakiroglu |
| 2011 | 2. | "Givi Kartozija & Wachtang Balawadse"-Memorial in Tiflis | Schwer | hinter Dawit Modsmanaschwili, vor Giorgi Sakandelidse und Lewan Berianidse, alle Georgien |
| 2011 | 2. | "Waclaw-Ziolkowski"-Memorial in Posen | Schwer | hinter Fardin Masoumi Valadi, Iran, vor Daniel Ligeti und Tervel Dlagnev |
| 2011 | 1. | WM in Istanbul | Schwer | nach Siegen über Nick Matuhin, Deutschland, Fatih Cakiroglu, Davit Modsmanaschwili, Tervel Dlagnev und Biljal Machow |
| 2012 | 2. | Welt-Cup in Baku | Schwer | hinter Tervel Dlagnev, vor Jamaladdin Magomedow und Komeil Ghasemi, Iran |
| 2012 | 3. | Grand-Prix von Spanien in Madrid | Schwer | hinter Komeil Ghassemi und Daniel Ligeti |
| 2012 | 8. | OS in London | Schwer | nach einem Sieg über Daniel Ligeti und einer Niederlage gegen Tervel Dlagnev |
Erläuterungen [Bearbeiten]
- alle Wettbewerbe im freien Stil
- WM = Weltmeisterschaften, EM = Europameisterschaften
- Halbschwergewicht, Gewichtsklasse bis 96 kg, Schwergewicht, bis 120 kg Körpergewicht
Quellen [Bearbeiten]
- Fachzeitschrift Der Ringer
- Website "Földeak Wrestling Database"
Weblinks [Bearbeiten]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schemarow, Alexei Nikolajewitsch |
| ALTERNATIVNAMEN | Шемаров, Алексей Николаевич (russisch); Шамараў, Аляксей (weißrussisch); Schamarau, Aljaksej (weißrussisch, transkribiert) |
| KURZBESCHREIBUNG | russisch-weißrussischer Ringer |
| GEBURTSDATUM | 16. September 1982 |