Alfons Loewe

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Alfons Loewe (* 1886; † 28. Dezember 1938) war ein deutscher Rechtsanwalt und Notar.

Leben[Bearbeiten]

Loewe lebte als Justizrat von 1920 bis 1937 in Berlin-Spandau und agierte als Rechtsvertreter führender jüdischer Mitbürger des Stadtteils. Unter anderem betreute er die Emigration der Kaufhausbesitzer-Familie Sternberg und war anwaltlich für den letzten Gemeindevorsteher, Louis Salomon, tätig. Er selbst wurde als Jude durch die Gesetzgebung der Nationalsozialisten in seiner Berufsausübung eingeschränkt und schließlich mit Berufsverbot belegt. Er wählte den Freitod.

Zu seinen Ehren wurde am 1. Februar 1999 eine Straße in Berlin-Spandau (zuvor Straße 342 in Weststaaken) nach ihm benannt.[1] Am 27. Oktober 1999 wurde in diesem Zusammenhang eine offizielle Feierstunde veranstaltet.[2] [3] Es nahmen unter anderem der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Andreas Nachama, Spandaus Bürgermeister Konrad Birkholz und Baustadtrat Thomas Scheunemann teil.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alfons-Loewe-Straße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
  2. Die bisherige Straße 342 in Weststaaken wird nach Alfons Loewe umbenannt in Der Tagesspiegel, 26. Oktober 1999
  3. Straße umbenannte in Berliner Zeitung, 28. Oktober 1999