Alhagi

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Alhagi
Alhagi maurorum

Alhagi maurorum

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Hedysareae
Gattung: Alhagi
Wissenschaftlicher Name
Alhagi
Gagnebin

Alhagi ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie bildet Halbsträucher und seltener ausdauernde krautige Pflanzen. Das Verbreitungsgebiet reicht von Zentralasien bis in den Mittelmeerraum und nach Nordafrika. Sie können zur Stabilisierung von Sand und als Futterpflanzen verwendet werden.

Merkmale[Bearbeiten]

Blüten von Alhagi maurorum

Alhagi-Arten sind Halbsträucher, selten auch ausdauernde krautige Pflanzen. Die Nebenblätter sind pfriemlich. Die wechselständigen Blätter bestehen aus nur einem Blättchen. Ihre Blattspreite ist ganzrandig. Die Blütenstände sind achselständige Trauben mit Tragblättern und Vorblättern. Der Kelch ist glockenförmig und weist fünf ungleich lange Zähne auf. Die Blütenkrone ist rot bis purpurn gefärbt. Neun Staubblätter sind in einer Gruppe zusammengefasst, eines wächst getrennt von dieser Gruppe. Der Fruchtknoten besitzt zahlreiche Samenanlagen. Die Narbe ist kopfig. Als Früchte werden gegliederte, perlschnurförmige, sich nicht öffnende Hülsen gebildet.[1]

Vorkommen[Bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung umfasst Zentralasien, China, die Mongolei, Nepal und den Mittelmeerraum einschließlich Nordafrika.[1]

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Alhagi wurde 1755 von Abraham Gagnebin in Helvetica, Physico-Mathematico-Anatomico-Botanico-Medica, 2, S. 59 aufgestellt.[1][2]

Die Gattung Alhagi gehört zur Tribus Hedysareae in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).[2]

Es gibt folgende sechs Arten:[3]

  • Alhagi canescens (Regel) B.Keller & Shap.
  • Alhagi graecorum Boiss. (Syn.: Alhagi mannifera Jaub. & Spach, Alhagi maurorum auct. non Medik., Alhagi tournefortii Heldr.)[3]
  • Alhagi kirghisorum Schrenk
  • Alhagi maurorum Medik. (Syn.: Alhagi camelorum Fisch., Alhagi persarum Boiss. & Buhse, Alhagi pseudalhagi (M.Bieb.) Desv. ex B.Keller & Shap., Hedysarum alhagi L., Hedysarum pseudalhagi M.Bieb., Alhagi kirghisorum Grossh. non Schrenk)[3]
  • Alhagi nepalensis (D.Don) Shap.
  • Alhagi sparsifolia Shap. (Syn.: Alhagi kirghizorum var. sparsifolia Shap., Alhagi maurorum subsp. sparsifolium (Shap.) Yakovlev)[3]: Sie ist in der westlichen Mongolei, in China, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan sowie Usbekistan verbreitet.

Nutzung[Bearbeiten]

Die Zuckerausscheidungen der Blätter können zur Behandlung von Kopfschmerzen genutzt werden. Manche Arten sind gute Blattpflanzen/Grünpflanzen oder können gut Sand fixieren.[1]

Belege[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Langran Xu, Kai Larsen: Alhagi, In:  Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 10: Fabaceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2010, ISBN 978-1-930723-91-7, S. 526.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Langran Xu, Kai Larsen: Alhagi, In:  Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 10: Fabaceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2010, ISBN 978-1-930723-91-7, S. 526.
  2. a b Alhagi im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 31. Dezember 2013.
  3. a b c d Eintrag bei LegumeWeb bei ILDIS - World Database of Legumes, 2005, Version 10.01

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alhagi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien