Allan Botschinsky

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Allan Botschinsky (* 29. März 1940 in Kopenhagen, Dänemark) ist ein dänischer Jazztrompeter, Flügelhornist, Komponist, Arrangeur und Produzent.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Botschinsky studierte von 1953 bis 1955 am Königlichen Dänischen Konservatorium und 1963 an der Manhattan School of Music. Von 1955 bis 1960 gehörte er dem Ib Glindemann Orchester an, arbeitete daneben mit Bent Axen (1959) und Bent Jædig sowie mit in Kopenhagen ansässigen oder gastierenden Musikern wie Kenny Dorham, Dexter Gordon, Thad Jones, Ben Webster und Oscar Pettiford. Nach Jahren mit der Danish Radio Big Band, deren Mitglied er seit 1964 war, und Tourneen mit Mal Waldron, dem European Trumpet Summit und dem European Jazz Ensemble verlegte er sein Betätigungsfeld vermehrt nach Deutschland, ließ sich in Hamburg nieder, wo er 1985 seine spätere Frau Marion Kaempfert kennenlernte, und spielte als Solist in Peter Herbolzheimers Big Band Rhythm Combination & Brass. Mit Niels-Henning Ørsted Pedersen hatte er ein Duo. Neben dem Blechbläserquartett First Brass mit Derek Watkins, sowie Bart und Erik van Lier hatte er in den späteren 1980er und 1990er Jahren eine weitere Formation mit Musikern wie George Mraz, Victor Lewis, Lars Danielsson, Charles Fambrough und Jeff Hirshfield, mit der er eine Reihen von Alben für das Label M.A. Music einspielte. Dieses Label wurde 1987 von Marion Kaempfert (der Tochter von Bert Kaempfert) und Botschinsky gegründet; er ist nach wie vor als Arrangeur und Produzent für das Label tätig. Seit Sentiments (1983) hat sich Botschinsky vermehrt der Komposition von Werken in klassischer Orchester- bzw. Kammermusikbesetzung gewidmet. Für Orchester entstanden u.A. die Werke Dronning Dagmar Patchwork und Turnus. Zu seinen letzten Werken gehört die Reihe Colours - Werke für verschiedene Soloinstrumente, die inspiriert wurden aus der Verbindung von Musik und Farben.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1963 wurde Botschinsky als dänischer „Jazzmusiker des Jahres“ geehrt. Für seine Third-Stream-Komposition „Sentiments“ wurde er 1983 ausgezeichnet. Das dänische Fernsehen porträtierte sein Schaffen 1984 in der Sendung „The Music of Allan Botschinsky“; im selben Jahr erhielt er den Ben Webster Prize.

Auswahldiskographie[Bearbeiten]

Als Leader[Bearbeiten]

  • First Brass (M.A. Music, 1986) mit Derek Watkins, Bart van Lier, Erik van Lier
  • Duologue (M.A. Music, 1987) mit Niels-Henning Ørsted Pedersen
  • Allan Botschinsky Quintet: The Night (M.A. Music, 1988) mit Ove Ingemarsson, Thomas Clausen, Lars Danielsson, Victor Lewis
  • Allan Botschinsky Quartet: Last Summer (M.A. Music, 1991) mit Dave Stryker, George Mraz, Victor Lewis
  • I’ve Got Another Rhythm (M.A. Music, 1994) mit Dave Stryker, Charles Fambrough, Jeff Hirshfield

Als Sideman[Bearbeiten]

  • Bent Axen: Axen (Steeplechase, 1959–61)
  • Kenny Dorham: Short Story (Steeplechase, 1963)
  • European Jazz Ensemble: At The Philharmonie Cologne (MA Music, 1989) mit Manfred Schoof, Enrico Rava, Philip Catherine, Gerd Dudek, Uschi Brüning, Ali Haurand
  • Dexter Gordon: More Than You Know (Steeplechase, 1975), Strings And Things (SC, 1976)
  • Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass: Bandfire (1981), Fat Man Boogie (1981), Fatman Two: Tribute To Swing (1982), Big Band Bebop (1983), More Bebop (1984; alle Koala Records)
  • Nils Lindberg: Saxes Galore/Brass Galore (Bluebell 1979/81)
  • Oscar Pettiford: Montmartre Blues (Black Lion, 1959/60)
  • Ben Webster: Masters Of Jazz – Ben Webster (Storyville, 1968–70)
  • Ernie Wilkins Big Band: Montreux (Steeplechase, 1983)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]