Almudena-Kathedrale
Santa María la Real de La Almudena ist eine römisch-katholische Kathedrale in Madrid (Spanien).
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Geschichte[Bearbeiten]
Erste Pläne zur Errichtung einer neuen Kirche, welche man der der Hl. Maria von der Almudena (von arab. al-mudayna ‚Zitadelle‘; ein Titel der Gottesmutter Maria als Stadtpatronin von Madrid) widmen wollte, entstanden bereits im 16. Jahrhundert. Doch der Bau der Kathedrale begann nicht vor dem 18. Jahrhundert und wurde erst im Jahr 1993 beendet. In diesem Jahr wurde die Kathedrale von Papst Johannes Paul II. geweiht und zugleich zur Bischofskirche des Erzbistums Madrid erhoben (von der Bistumsgründung 1885 an hatte zunächst die Colegiata de San Isidro als provisorische Kathedrale gedient).
Obwohl die Kirche im neugotischen Stil begonnen wurde, errichtete man die Kathedrale schließlich im Stil des Neoklassizismus, um stilistisch zum angrenzenden Königspalast zu passen. Das Innere der Almudena-Kathedrale ist einzigartig modern, mit einem „Pop-Art“-Dekor, vom Ikonenmaler Kiko Argüello gestaltet.
In den Mauernischen des Ost- und des Westturmes hängen jeweils 4 Glocken, die im Überschlag-Verfahren geläutet werden. Die großen Glocken im Westturm wurden 1998 von der Glockengießerei Ocampo (Arcos de Condesa) gegossen, die kleinen Glocken im Ostturm wurden 2003-2004 von dem Glockengießer Quintana (Saldana) gegossen.
Im Inneren des Ostturms hängt ein 13-stimmiges Carillon mit den Schlagtönen c1 - c2, das 2003 von dem Glockengießer Quintana (Saldana) gegossen wurde.[1]
Am 22. Mai 2004 fand mit der Hochzeit von Kronprinz Felipe von Spanien und Letizia Ortiz Rocasolano die erste königliche Hochzeit in der Kathedrale statt.
Am 7. Februar 2013 konnte ein Sprengstoffanschlag auf die Kathedrale verhindert werden, nachdem ein Geistlicher einen Sprengsatz nahe einem Beichtstuhl gefunden hatte. Daraufhin wurde die Kathedrale geräumt und weiträumig abgesperrt, bevor der Sprengsatz entschärft werden konnte.[2]
Ausstattung[Bearbeiten]
Die Kathedrale ist in Form eines lateinischen Kreuzes errichtet, bestehend aus dem zentralen Mittelschiff, flankiert von zwei Seitenschiffen, das sich in den Chorraum fortsetzt, der von einem Chorumgang umgeben wird, an den sich ein Kranz von fünf Kapellen anschließt. Im Gegensatz zur äußeren Erscheinung, die durch neoklassische und barocke Stilelemente beherrscht wird, ist der Innenraum maßgebend im neugotischen Stil errichtet. Auch ein Großteil der Ausstattung ist neugotisch.[3]
Im südlichen Querschiff befindet sich der Altar der Virgen de la Almudena, der Patronin von Madrid. Die mittlere Chorkapelle ist dem Hl. Isidoro Labrador und seiner Frau, der Hl. Maria de la Cabeza geweiht, deren Bildnisse im 17./18. Jahrhundert von dem Bildhauer Juan Villabrille y Ron geschaffen wurden. Sie flankieren einen Sarkrophag aus dem 13. Jahrhundert, in dem eine Zeit lang die Gebeine des Heiligen aufbewahrt wurden. Der Sarkophag ist mit verschiedenen Szenen aus dem Leben der Heiligen bemalt.
Die Kapellen, die links und rechts das Hauptschiff flankieren, sind zeitgenössischen Heiligen geweiht, u.a. dem Ordensgründer Josemaría Escrivá de Balaguer, der Karmeliterin Maravillas de Jesús. Sämtliche Kapellen sind im zeitgenössischen Stil eingerichtet.
Von besonderer Bedeutung sind auch die Fenster der Kathedrale, insbesondere der Apsis, die im Jahre 2004 fertiggestellt wurden.
Orgel[Bearbeiten]
Die Orgel wurde im Jahr 1999 von Gerhard Grenzing erbaut. Das Instrument hat 70 Register auf vier Manualen und Pedal.[4] Bemerkenswert ist zum einen das groß dimensionierte Trompeten- bzw. Solowerk und auch der Umstand, dass das Rückpositiv auf zwei kleine Gehäuse verteilt ist, die zudem nicht direkt im Rücken des Organisten stehen, sondern jeweils seitlich des Organisten. Die Spieltrakturen sind mechanisch.[5]
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- Koppeln: I/II, III/I, III/II, IV/II, III 16′/II, I/P, II/P, III/P, IV/P, IV 4′/P
Weblinks[Bearbeiten]
- Homepage der Kathedrale auf der Website der Erzdiözese Madrid
- Catedral de Nuestra Señora de la Almudena, Madrid
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Nähere Informationen zu den Glocken
- ↑ orf.at am 7. Februar 2013
- ↑ Informationen zur Gestaltung und Ausstattung der Kathedrale (spanisch)
- ↑ Zur Disposition
- ↑ Nähere Informationen zur Konzeption der Orgel.
40.415555555556-3.7144444444444Koordinaten: 40° 24′ 56″ N, 3° 42′ 52″ W
- Römisch-katholische Kathedrale in Spanien
- Sakralbau in Madrid
- Kulturdenkmal in Madrid
- Kirchengebäude im Erzbistum Madrid
- Neoklassizistisches Bauwerk
- Kirchengebäude des Historismus
- Bauwerk des Historismus in Spanien
- Erbaut in den 1990er Jahren
- Religion (Autonome Gemeinschaft Madrid)
- Disposition einer Orgel
- Orgel in Spanien
- Marienkirche in Spanien