Amazonen-Werke

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AMAZONEN-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1883
Sitz Hasbergen-Gaste

Leitung

  • Christian Dreyer
  • Justus Dreyer
Mitarbeiter 1.800 (2013)
Umsatz 515 Millionen Euro (2013)
Produkte Landmaschinen, KommunalmaschinenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.amazone.de

Die Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG (Eigene Schreibweise: AMAZONEN) ist ein Hersteller von Land- und Kommunalmaschinen. Das Stammwerk des 1883 von Heinrich Dreyer gegründeten Unternehmens befindet sich in Hasbergen-Gaste, Niedersachsen.

Geschichte des Namens[Bearbeiten]

Heinrich Dreyer wollte mit Bezug auf das mythische Frauenvolk der Amazonen seine Maschinen mit dem Markennamen „Amazone“ als schön und stark beschreiben. [1]

Geschichte[Bearbeiten]

Gründer Heinrich Dreyer begann 1883 zunächst mit der Produktion von Getreidereinigungsmaschinen, später kamen Pflüge, Kultivatoren, Kartoffelsortierer und 1915 die ersten Düngerstreuer hinzu. Schon früh begann Dreyer auch mit dem Export, so wurden 1906 die ersten Getreidereinigungsmaschinen nach Valparaíso in Chile verkauft. 1942 kamen die ersten Kartoffelerntemaschinen auf den Markt, 1949 folgten die Drillmaschinen und 1959 die Stalldungstreuer. Sehr erfolgreich waren in den 1960er Jahren die Zweischeibendüngerstreuer ZA und die Drillmaschine D4, mit denen Amazone die Marktführerschaft in diesem Segment erreichte. 1967 erfolgte der Einstieg in die Bodenbearbeitung, Amazone entwickelte als erster Hersteller zapfwellengetriebene Bodenbearbeitungsgeräte, die mit einer Drillmaschine kombiniert werden konnten. Zunächst wurden die Rüttelegge, dann der Kreiselgrubber und schließlich die Kreiselegge in die Produktpalette aufgenommen. Später, nach der deutschen Wiedervereinigung, wurden weitere passiv arbeitende Bodenbearbeitungsmaschinen auf den Markt gebracht. 1987 erschien die erste Einzelkornsämaschine von Amazone.[2]

Amazone BoniRob Feldroboter-Entwicklungsprojekt

2008 wurde die Amazone-Stiftung gegründet, die im folgenden Jahr erstmals junge Nachwuchskräfte für ihre studentischen Abschlussarbeiten im Bereich der Landtechnik auszeichnete. 2009 nahm Amazone die Montage von Großsämaschinen am neuen Standort Hude-Altmoorhausen auf und begann in Tecklenburg-Leeden mit der Eigenproduktion von Selbstfahrerfeldspritzen namens Pantera. Zudem wurde ein als BoniRob bezeichneter autonomer Feldroboter für das Einzelpflanzen-basierte Versuchswesen vorgestellt, der in Kooperation mit der Fachhochschule Osnabrück, der Robert Bosch GmbH und anderen Partnern entwickelt wurde.

Im Januar 2010 wurde eine neue Düngerstreuer-Testhalle in Hasbergen-Gaste in Betrieb genommen. Mit dieser ist es dem Unternehmen möglich, Düngerstreuer bis zu einer Arbeitsbreite von 72 Metern zu testen sowie neue Düngersorten auf ihre Stoff- und Streueigenschaften zu untersuchen.

Im Februar 2011 hat Amazone die Sparte Lagertechnik verkauft.[3]

Unternehmensstruktur[Bearbeiten]

Amazone-Stammwerk in Hasbergen-Gaste bei Osnabrück

Die Anteile des Unternehmens liegen vollständig bei den beiden Familien Dreyer. Geschäftsführer sind Christian Dreyer und Justus Dreyer. Die Mitarbeiterzahl beträgt insgesamt etwa 1800, der Umsatz betrug 2013 ca. 515 Millionen €. Exportiert wird in über 70 Länder, der Exportanteil liegt bei 80 % (Stand 2013). Die Kunden von Amazone sind Landwirte, landwirtschaftliche Lohnunternehmer, Kommunen und verwandte Bereiche.

Standorte[Bearbeiten]

Fertigungsstandorte befinden sich – neben dem Stammwerk im Hasbergen-Gaste – an folgenden Orten:

In Deutschland unterhält Amazone fünf Werksniederlassungen in Rendsburg, Gottin, Winningen/Mosel, Altheim und Gablingen. [4]

Vertriebsstandorte gibt es in Großbritannien, Frankreich, Polen, Ukraine, Ungarn und Russland.

Produktpalette[Bearbeiten]

Amazone produziert Bodenbearbeitungsmaschinen, Sämaschinen, Einzelkornsämaschinen, Düngerstreuer und Pflanzenschutzspritzen in verschiedenen Ausführungen, weiterhin Maschinen für die Park- und Grünflächenpflege sowie den Winterdienst. Parallel zur Produktion von Landmaschinen führt Amazone Ackerbauprojekte und -versuche durch. Ein weiteres Standbein war bis 2011 die Projektierung und der Bau von Mehrzwecklagerhallen.

Literatur[Bearbeiten]

  • 125 Jahre Amazone. DLG-Verlag, 2008, ISBN 978-3-7690-0709-1, 147 S.; m. zahlr. meist farb. Abb.
  • Klaus Dreyer: Die AMAZONE-Chronik. Landwirtschaftsverlag GmbH, ISBN 3-7843-3229-3, 151 Seiten
  • Klaus Dreyer: Die Geschichte der BBG – von Rudolph Sack bis Amazone. DLG-Verlag, 2009, ISBN 978-3-7690-0750-3, 180 Seiten

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Amazone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klaus Dreyer: Die AMAZONE-Chronik, S. 14
  2. Agrarheute.com über Geschichte der Amazone Einzelkornsaat
  3. Amazonemeldung zu Verkauf der Lagerungssparte
  4. Werksniederlassungen

52.2540388888897.9387388888889Koordinaten: 52° 15′ 15″ N, 7° 56′ 19″ O