Ampsivarier

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Verbreitung germanischer Stämme um 50 n. Chr.

Der Stamm der Ampsivarier (Amsivarier, germanischEms-Männer“, lateinisch: Ansibarii, griechisch: Ἀνσιβαριοί) war ein germanischer Stamm an der Ems im heutigen unteren Emsland, der von Tacitus als südlicher Nachbar der Friesen erwähnt wurde.

Seit der Ankunft des Drusus (12 v. Chr.) waren sie mit Rom verbündet, nahmen aber an dem Aufstand unter Arminius teil (9 n. Chr.), wurden jedoch von Germanicus dafür bestraft. Während der Regierungszeit des Kaisers Nero (nach 59) wurden sie von den Chauken aus ihren Wohnsitzen vertrieben und von anderen germanischen Stämmen größtenteils aufgerieben. Um die Mitte des 4. Jahrhunderts scheint der Rest der Ampsivarier den Franken zugehörig gewesen zu sein. Der spätantike Geschichtsschreiber Sulpicius Alexander erwähnt die Ampsivarier im Rahmen von Kampfhandlungen zwischen Römern und Franken Ende des 4. Jahrhunderts.

Literatur[Bearbeiten]